Rolex Submariner Modelle
Die Evolution: Alle Rolex Submariner Modelle von 1953 bis heute

Alle Rolex Submariner Modelle chronologisch in Reih und Glied sagen viel über den Erfolg von Rolex aus. Er beruht auf einer permanenten systematischen Weiterentwicklung der Uhren von 1953 bis heute. So haben sie die jeweiligen Modelle verändert.

Die Evolution: Alle Rolex Submariner Modelle von 1953 bis heute

Bei Betrachtung aller Rolex Submariner Modelle erkennt man die Kontinuität im Design - und in der kontinuierlichen Verbesserung der technischen Ausstattung. Hier im Vergleich die Submariner Referenzen 6204 von 1953 und die brandneue 126610LV

Der Beginn der Rolex Submariner 

Als im Jahr 1954 Rolex in einem der fünf Messe-Schaufenster die neue Rolex Submariner ausstellte ahnte niemand, dass rund 70 Jahre später die Ausstellung aller jemals  lancierten Rolex Submariner Modelle wohl mehrere Schaufenster benötigen würde. Dabei war und ist die klassische Submariner im Design eher unspektakulär. Es handelte sich um eine einfache Armbanduhr mit mattschwarzem Zifferblatt, überdimensionierten Leuchtindexen sowie Leuchtzeigern für Stunden, Minuten und Sekunden. Hinzu gesellt sich eine griffige Drehlünette mit deutlichen Markierungen im Abstand von fünf Minuten. Die erste Viertelstunde weist weitere Indexe im Minutenabstand auf. Den Nullpunkt symbolisierte eine ins Zentrum gerichtete Pfeilspitze mit mittig positioniertem Leuchtpunkt. Dieses Gestaltungsmerkmal dient als Orientierungshilfe bei widrigen Sichtverhältnissen.  Die ersehnte Aufklärung für die Besucher der Ausstellung brachte schließlich eine kleine Tafel mit der Aufschrift „Submariner – the diver’s friend“. Mit anderen Worten: Rolex hatte einen professionellen Unterwasser-Zeitmesser mit Selbstaufzug kreiert, dessen Wasserdichtigkeit dank doppelt gesicherter Twinlock-Krone bis 100 Meter reichte.

Allerdings hatte das Institut für Tiefseeforschung in Cannes schon am 26. Oktober 1953 über erfolgreiche Bewährungsproben der Rolex Submariner berichtet. Innerhalb von fünf Monaten waren so nicht weniger als 132 Tauchversuche in Wassertiefen zwischen zwölf und sechzig Metern erfolgt.

„Bei einem Landungsmanöver … fiel sie sogar einmal auf einen etwa zwei Meter liegenden Betonquai. Trotz dieses äußerst heftigen Schocks erlitt die Präzision keinerlei Einbuße; der einzige Schaden bestand darin, dass ein Stückchen Leuchtmasse vom großen Zeiger abfiel.“ stand schwarz auf weiß im Statement des Testlabors zu lesen. „Trotz des besonders hohen Salzgehaltes der Mittelmeergewässer, der tropischen Temperatur und der Luftfeuchtigkeit, denen die Uhr zwischen den einzelnen Tauchversuchen ausgesetzt war, konnte nicht die geringste Spur von Korrosion festgestellt werden. Ebenso wenig ließ sich irgendeine Spur von Feuchtigkeit im Innern der Uhr bemerken. Bei allen früheren Versuchen mit wasser­dichten Uhren der besten Marken waren vom ersten Augenblick des Tauchens an immer Anzeichen beobachtet worden, dass Wasser ein­gedrungen war, was sich leicht an einem Niederschlag an der Innenseite des Glases erkennen ließ. Die Uhr wurde mehrmals beim Tauchen mit herausgezogener Krone getragen (d.h. mit der Krone in Stellung zum Zeigerrichten)…

Als Abschluss dieser Prüfungen wurde die Uhr an Ende eines dünnen Taues bis auf eine Tiefe von 120 Metern hinabgelassen, also zweimal so tief wie die maximale, mit autonomen Pressluftapparaten erreichbare Tiefe von 60 Metern. Selbst nach einem einstündigen Aufenthalt in dieser Tiefe war kein Leck festzustellen.“
Mit dieser Leistung war die Rolex Submariner definitiv ein Freund der Taucher.

Professioneller Rat und Beistand für die Submariner

Die Kreation dieser Armbanduhr hatte René-Paul Jeanneret entscheidend mitbestimmt. Der Rolex-Direktor und begeisterte Sporttaucher lieferte zahlreiche Hinweise für die optische Gestaltung von Gehäuse, Zifferblatt und dem überaus hilfreichen, damals noch in beiden Richtungen verstellbaren Drehring zum Ablesen der Zeit unter Wasser. Die bereits 1953 vorgestellte Rolex Submariner Referenz 6200 mit massivem Gehäuse, wuchtigerer Krone und dem Automatikkaliber A.296 widerstand dem nassen Element sogar schon bis zu 20 bar Druck, also theoretischen 200 Meter Wassertiefe.
Auf den Zifferblättern der allerersten Exemplare suchte man den Schriftzug Submariner übrigens vergebens. Er findet sich erst Ende 1954. Und der markante Flankenschutz für die Aufzugskrone existierte ebenfalls noch nicht. In Sammlerkreisen tragen diese gesuchten und teuer bezahlten Modelle nicht ohne Grund den Beinamen Rolex Submariner James Bond.
In den ersten vier Filmen ab 1962 vertraute der Super-Agent 007, wie bereits vom Rolex-Träger und geistigen Vater der Romane Ian Flemig niedergeschrieben, zwar tatsächlich seinen Rolex-Armbanduhren. Und zwar handelte sich um die Rolex Submariner-Referenzen 6200, 6538 sowie 5510. Als britischer Marineoffizier Crab hatte Laurence Harvey  bereits 1958 im Kinofilm “The silent enemy” über und unter Wasser auf eine Rolex Submariner geschaut.

Rolex Submariner in The Silent Enemy 1958

Eine Rolex Submariner im Film The Silent Enemy 1958

Sean Connery mit seiner Rolex Submariner in Dr. No

Sean Connery plus Rolex Submariner im frühen Dr. No Bondfilm

Rolex Submariner Modelle

Ohne die kontinuierliche Evolution des Bewährten wäre Rolex schlichtweg nicht Rolex. Dieses Faktum trifft selbstverständlich auch auf die Submariner zu. Das sind alle Rolex Submariner Modelle und ihre jeweiligen Entwicklungsschritte.

1955

 

 

6538

6536

 

Ehemalige Referenz 6204 mit dem 1950 entwickelten Kaliber 1030,
Ehemalige Referenz 6205 mit dem 1950 entwickelten Kaliber 1030;
beide verfügen über eine etwas größere Aufzugskrone.

6536/1 Chronometerversion der Referenz 6536 mit dem Kaliber 1030
1955 6538 Die British Royal Navy entscheidet sich für die Submariner.

1956

 

 

Geändertes Zeigerdesign, bei der der Leuchtpunkt des Sekundenzeigers in Richtung Zentrum wandert.
Die Drehlünette erhält eine Minutenteilung für die erste Viertelstunde.

 

1956

 

6538A

6536

Die 6538 erhält das gleich dicke Gehäuse wie die Referenz 6200.

Rotes Nullpunkt-Dreieck auf der Drehlünette.

1956

 

 

6538

 

 

Die Royal Canadian Navy entscheidet sich für die Submariner.

Die Militärversionen tragen Identifikations- und Servicenummern auf dem Gehäuseboden. Im übrigen entsprechen sie den normalen Modellen. 
Da die Militärversionen feste Stege haben, lassen sie sich nur mit Nato-Straps oder besonderen Armbändern tragen.

1958

 

 

5510

5508

 

Ehemalige Referenz 6200 mit dem 1957 vorgestellten Kaliber 1530;

6536/1 mit Kaliber 1530; die „Nullen“ auf der Drehlünette erhalten eine kantigere Form.

1959

 

5512

 

Flankenschutz für die Aufzugskrone, Gehäusedurchmesser 40 mm statt bislang 36 mm, Schriftzug „Offiziell geprüfter Chronometer“ auf dem Zifferblatt
1959 6538 Schriftzug „Offiziell geprüfter Chronometer“ auf dem Zifferblatt
1962 5513 Formal geänderter Flankenschutz für die Krone,
Kaliber 1530
1963 5513 Ausgestattet mit dem im gleichen Jahr lancierten Kaliber 1520

1966

 

1680

 

Datumsanzeige, Plexiglas mit eingeschliffener Lupe, roter Schriftzug Submariner auf dem Zifferblatt (bis 1973); die Zeit misst das neue Kaliber 1575
1969 16618 Submariner in Gold
1979 16800 Die Submariner erhält ein Saphirglas. Die Wasserdichtigkeit erhöht sich auf 300 Meter.
1981

16800

16618

Die Submariner erhält eine einseitig rastende Drehlünette. Im Falle des unbeabsichtigten Verstellens wird die restliche Tauchzeit kürzer, niemals länger. Kaliber 3085, vorgestellt 1981.
1983 16613 Submariner in Rolesor, einer Kombination aus Stahl und Gold
1988 16610 Submariner-Date-Referenz mit Kaliber 3135
2003 16610 LV Jubiläums-Submariner mit grüner Drehlünette
2009 116613 LB Oyster Perpetual Submariner Date Rolesor mit schwarzer Cerachrom-Lünette,
schwarzes Zifferblatt, Automatikkaliber 3135
2010 116610LV Oyster Perpetual Submariner mit grüner Cerachrom-Lünette, grünes Zifferblatt, Automatikkaliber 3135
2012 114060 Oyster Perpetual Submariner mit schwarzer Cerachrom-Lünette, Automatikkaliber 3130

2020

 

 

 

124060

126610 LV

126613 LB

126619 LB

Neue Rolex Submariner-Generation: 41 Millimeter Gehäusedurchmesser,
Cerachrom-Lünette schwarz, grün oder blau,
Automatikkaliber 3230 oder 3235 (Submariner Date) mit 70 Stunden Gangautonomie

Darüber hinaus ist Rolex stets jeder Art von wilden Experimenten mit Rolex Submariner Modellen aus dem Weg gegangen. Möglicher Weise wäre diese Armbanduhr sonst niemals 67 Jahre alt geworden. Entsprechend gelassen sieht man auch dem 75. Geburtstag des Taucheruhren-Klassiker entgegen.

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