Carrera Heuer 02 von TAG Heuer
Bei dieser TAG Heuer fliegt das Minutentourbillon im Karbonkäfig

Sie muss etwas Besonderes sein, wenn Uhrenguru Jean-Claude Biver sie am Handgelenk trägt. Die Entwicklung des neuen Automatikchronografen dauerte Jahre und war durchaus kostspielig. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn es zeigt: Gutes muss nicht immer teuer sein. Aber das wusste JCB vermutlich schon vorher. Sein Motto lautet ja auch „Du kannst alles, wenn du nur willst“.

Bei dieser TAG Heuer fliegt das Minutentourbillon im Karbonkäfig

Ein Meisterstück in Preis und neuer Technik ist die Carrera Heuer 02 von TAG Heuer.

Fix und fertig

Nur sechs Monate nach der Markteinführung der TAG Heuer Carrera Heuer 01 tickt nun auch die TAG Heuer Carrera Heuer 02. Konkret handelt es sich um einen Automatikchronographen, basierend auf dem hauseigenen Kaliber CH 80. Die Produktion dieses 2013 im neuen Manufakturgebäude in Chevenez lancierten Uhrwerks wurde nach der Machtübernahme durch Jean-Claude Biver bekanntlich eingestellt, um Kollisionen mit dem ebenfalls selbst gefertigten Kaliber 1887 zu vermeiden.

Flach

Das CH 80 besitzt einen Durchmesser von 31 Millimeter und baut nur 6,5 Millimeter hoch. Die Gangautonomie beträgt rund 80 Stunden. Selbstverständlich besitzt es ein klassisches Schaltrad zur Steuerung der drei zeitschreibenden Funktionen Start, Stopp und Nullstellung. Im Gegensatz zum 1887 mit dem von Edouard Heuer erfundenen Schwingtrieb besitzt das CH 80 eine vertikale Reibungskupplung für ruckfreien Start und wenig kräftezehrenden Lauf des Chronographen. Während das 1887 vertikal angeordnete Totalisatoren à la Valjoux 7750 besitzt, sind die Zähler beim CH 80 horizontal angeordnet. Derjenige für die Minuten findet sich bei der „3“ und das Stunden-Pendant bei der „9“. Die Permanentsekunde dreht bei der „6“. Mit von der Partie ein Sekundenstopp.

Fliegend

Für ein Exemplar benötigen die Uhrmacher exakt 233 Komponenten. Das sind 87 Bauteile weniger als beim 1887. Logischer Weise verabschiedete sich Jean-Claude Biver nicht vollständig von der kostspieligen Entwicklung. Stattdessen bekam Spiritus Rector Guy Sémon den Auftrag zu einer sinnvollen Weiterentwicklung des CH 80. Danach hat Guy ganze Arbeit geleistet, indem er diesen Chronographen durch ein Minutentourbillon aufwertete. Keines der gewöhnlichen Art, sondern eine „fliegende“ Konstruktion ohne vordere Lagerbrücke. Nach Schwester Hublot erstmals in der Geschichte des Drehgangs besteht der Käfig aus gleichermaßen leichtem wie belastbarem Karbon. Die Leistungsfähigkeit des Ganzen stellt die Manufaktur durch ein amtliches Chronometerzeugnis unter Beweis. Vor der Lieferung muss jedes Uhrwerk also 15 Tage zur Prüfbehörde COSC. Nur wenn sich die Präzision in einem täglichen Delta zwischen minus vier und plus sechs Sekunden bewegt, gibt es das Zertifikat.

Finanziell: Vorzeigeexemplar

Neben der normalen Einsteigerversion, die sensationelle 14.900 Schweizer Franken kosten soll, wird TAG Heuer ab Dezember 2015 oder spätestens Januar 2016 ein auf 200 Exemplare limitiertes All-Black-Modell mit schwarz beschichteter Titanschale offerieren. Hierfür nannte Jean-Claude einen Preis von 19.900 Schweizer Franken.

Spätestens nach der Vorstellung dieser Armbanduhr ist die Welt der Tourbillons eine andere. Die Branche kann also auch richtig günstig, wenn sie wirklich will.

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