Detailwissen Rolex

Rolex Wissen: 5 Dinge, die Rolex Kenner wissen.

Es ist über Rolex alles gesagt und alles geschrieben, glauben Sie? Womöglich. Unser Rolex Wissen erklärt Ihnen 5 Rolex Innovationen, bei denen selbst Rolex Träger und Rolex Kenner mitunter staunen. Welche der folgenden Punkte der weltweit erfolgreichsten Uhrenmarke Rolex hätten Sie gewusst?

von | 02.01.2022

Ein Edelstahl Armband besteht nur aus Edelstahl

Jeder Mensch würde annehmen, dass ein Rolex Metallarmband aus eben jenem Metall besteht. Tut es auch. Aber nicht ganz. Was zum Rolex Wissen jedoch dazu gehört – das Rolex Metallarmband besteht außerdem aus Keramik.
Was die wenigsten Träger einer Rolex wissen ist, dass tief im Inneren des Armbands eine Minimierung der Reibung vorgenommen wurde. Hierzu kommt bei den Scharnieren des Armbands Keramik zum Einsatz. Die einzelnen Glieder des Armband erhalten an den Kontaktflächen jeweils kleine, von außen nicht sichtbare Keramik-Oberflächen. Diese Art Keramik-Manschette dient als leichtgängiges, abriebfestes Lager zwischen den einzelnen Gliedern und sorgt dafür, dass die schweren Metallarmbänder einer Rolex Uhr stets leichtgängig, verschleißfrei und wartungsarm bleiben. Keramik im Metallarmband einer Rolex – hätten Sie es gewusst?

Indexe und Zeiger aus Gold

Bevor wir von irgendwelchen schönen Rolex Zifferblättern sprechen, werfen wir ersteinmal einen Blick in die Vergangenheit und erweitern wir Ihr Rolex Wissen. Denn jeder fängt mal klein an.
Es gab also eine Zeit, da druckte auch Rolex wie die meisten Marken seine Zifferblattindexe und Zifferblattmarkierungen direkt auf das Zifferblatt. Das taten sie nicht einmal selbst. Vielmehr ließen sie eine externe Firma die Herstellung ihrer Zifferblätter übernehmen. Das war zuverlässiger und billiger. Will man wachsen, ist diese Kombination aus zuverlässig und billig ja kein so schlechter Plan und Rolex hatte über Jahre eine preisgünstige Lösung für seine Zeitmesser. Mit dem Rolex Erfolg wuchs aber auch der Wunsch nach besseren Zifferblättern und mehr Kontrolle.
Das ist natürlich schwierig, wenn eine Firma die Uhrwerke, eine zweite Firma die Zifferblätter und eine dritte Firma die Zeiger herstellt. Also hat Rolex einfach viele Firmen, die für sie arbeiteten gekauft.

Rolex wäre nun nicht Rolex, wenn man nicht anschließend eine maximalen Qualitätsverbesserung vorgenommen hätte. Alles wurde optimiert, neu oder aufwendiger konzipiert und mit dem bestmöglichen zu Rolex passenden Material versehen: Gold. Daher sind selbst bei Rolex-Stahluhren die Indexe und Zeiger aus feinstem Weißgold. Auch die Einfassungen der Uhren mit Leuchtzifferblatt werden aus dem Edelmetall gemacht.
Jetzt verstehen Sie auch den warmen goldenen Glanz in den Augen ihres Gegenüber, sollten Sie ihr oder ihm eine schöne Rolex schenken.

Oystersteel

Also das Wort klingt im ersten Moment nach klassischem Marketing-Gedöhns. Klar kennt man die Rolex-Oyster und weiß, dass damit das wasserdichte Uhrengehäuse mit der verschraubten Krone gemeint ist. Aber was soll dann am Oystersteel so besonders sein. Es gibt doch Stahluhren in Hülle und Fülle, nicht nur bei Rolex.
Aber Rolex ist eben beizeiten auch unter die Stahlkocher gegangen und setzt seit dem Jahr 1985 zunächst die Stahllegierung 904L ein. Durch die optimierte Beigabe von Kohlenstoff, Chrom, Nickel, Molybden und Stickstoff entwickelt dieser hochwertige Stahl eine enorme Haltbarkeit, Festigkeit, in der Fachsprachen auch Lochfraß und Spannungsrisskorrosion genannt.  Was genau in den vergangenen 35 Jahren stahltechnisch so alles weiterentwickelt wurde, lässt Rolex in gewohnter Schweigsamkeit nicht heraus. Eine Rolex aus Oysterstahl ist in ihrer Rostbeständigkeit jedoch so rostbeständig wie ein Edelmetall. Ein weiterer angenehme Begleiteffekt ist der, dass Sie ihre Oystersteel Rolex mit Leichtigkeit wieder auf Hochglanz polieren können. Sind das nicht strahlende Aussichten für Ihre Rolex?

Die Rolex Riffelung der Rolex Lünette

Für viele der heutigen Design-Innovationen lässt sich sich nicht genau sagen, warum dies so und nicht anders ist. Geschweige denn praktisch. Für die Rolex Riffelung der Lünette und des Gehäuses hingegen gibt es einen vernünftigen, schlichtweg pragmatischen Grund.
Hierzu muss man abseits des Rolex Wissens vor Augen haben, dass die Wasserdichtigkeit von Armbanduhren bis in die zwanziger Jahre nicht dauerhaft gewährleistet war. Erst Rolex löste das Problem nachhaltig. Zum einen gab es die Konstruktion eines Metallkorpus, der mit dem Gehäusebodens verschraubt wurde. Aber auch die Lünette wurde mit dem Gehäuse verschraubt und presste so das Uhrglas fest und wasserdicht auf den Gehäusekorpus. Dazu noch die patentierte Schraub-Krone (die übrigens von Georges Peret und Paul Perregaux erfunden, dann aber an Hans Wilsdorf verkauft wurde). Schon war die Wasserdichtigkeit sichergestellt. Und sie ließ sich als Rolex Oyster mit viel Geschick kommunizieren und vermarkten.
Das Verschrauben von Gehäuseboden und Lünette erfolgte mit einem Rolex-Spezialwerkzeug, welches sich passgenau auf die Lünetten-Riffelung und Bodenriffelung setzen ließ. Dass daraus einmal ein Rolex-typisches Lünetten-Design werden würde, hätte sich wohl selbst Hans Wilsdorf nicht vorgestellt. Aber sagen nicht schon die Lateiner „utile et dulce“? Übrigens werden die geriffelten Lünetten heutzutage nicht mehr ausgeschraubt, sondern wasserdicht mit dem Gehäuse aufgepresst. 

Rolex Wissen

Zum Rolex Wissen gehört auch, dass die Genfer Uhrenmanufaktur mit der Erfindung der wasserdichten Krone den entscheidenden Impuls für das weitere Wachstum gelegt hat. Haben Sie verstanden und können es auch nicht mehr hören. Gut. Aber was die Punkte auf der Rolex-Krone bedeuten, sagt Ihnen ihr Rolex Allgemeinwissen womöglich nicht. Wenn Ihnen die Punkte auf der Krone überhaupt aufgefallen sind.
Nun. Rolex Uhren gibt es mit einem, zwei oder drei Punkten auf der Krone. Ein Punkt steht für eine einfache Wasserdichtigkeit eines Oystergehäuses von bis zu 100 Meter Wassertiefe. Das dürfte den meisten Rolex-Besitzern durchaus reichen. Nicht Rolex. Das Genfer Unternehmen erfand Mitte der Fünfziger Jahre, genauer gesagt 1953, das Rolex-Twinlock System ein. Dabei wird nicht nur die Krone abgedichtet, sondern auch der Uhren-Tubus. Rolex weist auf der Krone folgerichtig mit zwei Punkten auf das Twinlock Dichtsystem hin.
Drei Punkte auf der Rolex-Krone stehen für eine dreifache Abdichtung der Krone. Dieses System nennt sich nicht ganz überraschend Triplock-Dichtung und es gibt sie bei den Rolex Taucheruhren Rolex Submariner, Rolex Sea-Dweller und Rolex Deepsea. Als kleine Bonus-Gabe werden aber auch die teureren Modelle Rolex GMT-Master II, Rolex Yacht-Master und die Rolex Daytona damit ausgestattet.

Sollten Sie also bei Gelegenheit einem Rolex-Träger mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein gegenüber sitzen fragen Sie ihn ruhig, was denn die Punkte auf seiner Uhr bedeuten. Schnell wird sich herausstellen ober er mit Ihrem Rolex Wissen mithalten kann. 

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Kommentare zu diesem Beitrag

2 Kommentare

  1. HJKK

    Diese Liste der Vorteile einer Rolex-Uhr ist in sich verräterisch: Alles Aussen, mit Ausnahme der Kronendichtung. Nichts davon macht eine Uhr gut, nichts. Als Minus steht noch zu Buche, dass Rolex bis heute nichts von der Entspieglung der Gläser weiss.

    Antworten
    • Wolfgang Winter

      Ich gebe Ihnen Recht, Rolex ist sicher nicht die Marke für Freunde der Finissage. Aber jährlich über 800.000 verkaufte Uhren lassen den Schluss zu, dass Rolex einiges richtig macht. Das Schöne dabei ist, dass der Uhrenmarkt ein solch breites Angebot hat, dass hoffentlich jeder das Modell seiner Wahl findet.
      🙂

      Antworten

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