Panerai Luminor Due Goldtech

Panerai Luminor Due Goldtech: Das Goldstück fürs Handgelenk

Officine Panerai präsentiert die goldene Panerai Luminor Due Goldtech. Zeit, ein wenig in die Entstehung des 1860 nicht als Uhrenmanufaktur gegründeten Richemont-Konzernmitglieds zu blicken. Nach vielen Jahren unter Angelo Bonati hat dort seit Mitte 2018 im Übrigen CEO Jean-Marc Pontroué das Sagen.

Panerai Referenz PAM 21 mit Rolex Werk

Gutes Investment

Hinterher ist man in aller Regel immer schlauer. Dies trifft nicht nur für die Panerai Luminor Due Goldtech zu. Dazu ein Beispiel: Während des Genfer Uhrensalon SIHH 1998 präsentierte Panerai die Referenz PAM 21. Hätte man damals eines von 60 Exemplaren für umgerechnet rund 23.000 Euro erworben, wäre man inzwischen merklich reicher. Abhängig vom Erhaltungszustand zahlen Liebhaber dieser Panerai Radiomir mit Platingehäuse und seinerzeit nicht mehr benutzten Handaufzugskaliber Rolex 618 das Drei- oder sogar Fünffache.

Allein mit dieser limitierten Edition hat die Richemont-Gruppe den Kauf der Marke Panerai im Jahre 1997 finanziert. Als Mitgift gab es nämlich 65 Exemplare des großen Rolex-Werks, welches 1936 die erste Radiomir Panerai beseelt hatte.

Dottore Angelo Bonati

Ex-CEO , Panerai

Ganz nebenbei machten auch die 1000 Käufer der Panerai Luminor Marina PAM001, sofern es sich um die so genannte Pre-A-Serie mit Tritium-Indexen am Zifferblatt handelt. 1998 schlug jedes mit circa 2.400 Euro zu Buche. Aktuell erlöst dieser Zeitmesser in ordentlichem Zustand deutlich mehr als das Doppelte. Die Auflistung ließe sich beliebig fortsetzen. Wer beispielsweise eine Panerai Bronzo ergattern konnte, dürfte das Investment keinen Tag lang bereut haben.

Die Panerai Luminor ist aus militärischen Ansprüchen geboren

Von derartigen Erwägungen waren Guiseppe und Maria Panerai Anfang der 1930-er Jahre weit entfernt. Da nämlich trat das Geschwisterpaar in die Fußstapfen ihres Vaters Guido. Seine „Guido Panerai & Figlio“ hatte sich auf präzise Instrumente und komplizierte mechanische Geräte für die Nautik spezialisiert.
Die Kinder gingen einen Schritt weiter und eröffneten gegenüber dem Dom das Uhren-Fachgeschäft „Orologeria svizzera“. Im Auftrag der italienischen Marine-Administration erfolgte auch die Entwicklung des ersten Prototypen einer speziellen Taucher-Armbanduhr.

Das kissenförmige „Oyster“-Gehäuse mit Schraubkrone wie das Handaufzugswerk 618 von Cortéber kamen von Rolex
Das Handaufzugswerk 618 kam als Rohwerk von Cortéber

Tatkräftige Unterstützung leistete dabei Rolex. Zur Referenz 3646 des italienischen Kunden steuerten die Schweizer nicht nur das für damalige Verhältnisse überdimensionierte kissenförmige Rolex Oyster-Gehäuse mit Schraubkrone bei, sondern auch besagtes Handaufzugswerk 618, dessen Rohwerk von Cortébert aus der gleichnamigen Jura-Ortschaft beigesteuert stammte.  Dass sich Panerai gegen durchaus vorhandene Konkurrenz durchsetzen konnte, lag freilich auch am bestens ablesbaren Zifferblatt. Hier bewirkte eine Mischung aus Zinksulfat, Radiumbromid und Mesothonum ungewöhnlich hohe Leuchtkraft.

Somit ließ sich die unter Wasser stets besonders kostbare Zeit selbst bei völliger Dunkelheit unmissverständlich ablesen. Das wiederum reduzierte die Gefahr einer Entdeckung durch den Feind. Ab 1938 nutzen Kampftaucher der „Gamma“-Gruppe die Panerai Radiomir bei gewagten Unterwasser-Angriffen auf feindliche Schiffe.
Die Achillesferse bestand in der Notwendigkeit, das Uhrwerk täglich aufzuziehen. Im Eifer des Gefechts konnte das sorgfältige Verschrauben der Krone dabei durchaus in Vergessenheit geraten oder nicht sorgfältig ausgeführt werden. Ein erster Ausweg bestand zunächst in der Verwendung von AngelusKalibern mit acht Tagen Gangautonomie.

Logischer Weise blieb die Zeit bei Panerai nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs keineswegs stehen. Für seine „Marina Militare“ verwendete das Familienunternehmen ein neues, primär auf dem Wasserstoff-Isotop Tritium basierendes Leuchtmaterial mit dem 1949 geschützten Namen „Luminor“.
Als nachhaltiger Stein der Weisen in Sachen Wasserdichte erwies sich überdies eine 1956 patentierte Gehäusekonstruktion. Bei dem gleichfalls „Luminor“ getauften Modell presste ein Andruckhebel die Krone fest ans Gehäuse. In geöffnetem Zustand zum Aufziehen oder Zeigerstellen wiederum stand der Andruckhebel quasi als Gedächtnisstütze für die Taucher unübersehbar weit vom Gehäuse ab.

Panerei Luminor Submersible Bronzo PAM00382 Krone geöffnet scaled

Panerai für Zivilisten

In den späten 1960-er Jahren wollte Giuseppe Panerai den gewerblichen Bereich seiner Firma infolge schwerer Krankheit an die italienische Marine veräußern und sich nur noch auf die „Orologeria Svizzera“ konzentrieren. Doch die Behörden machten einen Strich durch die Rechnung. Unter Verweis auf das Militärgeheimnis ließen sie ihre Muskeln spielen. Nach dem Tod im Februar 1972 übernahm der Marineoffizier und Ingenieur Dino Zei das Ruder der „Officine Panerai S.r.l.“ Als das Ende des Kalten Kriegs den Bedarf an militärisch ausgerichteten Erzeugnissen quasi auf den Meeresgrund sinken ließ, konnten endlich auch zivile Uhr-Aficionados die Marine-Klassiker erwerben. Der Startschuss ins neue Zeitalter fiel am 10. September 1993. Der weitere Weg in die Zukunft ist nicht zuletzt auch Sylvester Stallone zu verdanken.
Sylvester Stallone und eine Slytech Panerai auf einem alten Werbemotiv

1994 erwarb „Sly“ in Florenz eine Panerai Luminor, legte sie während der Dreharbeiten zum Streifen „Daylight“ nicht mehr ab und orderte später für Freunde eine Kleinserie dieser Armbanduhr. Eine der raren Panerai Slytech Submersible trug auch Arnold Schwarzenegger im Film „Eraser“. So viel Prominenz begeisterte natürlich auch Johann Rupert, den Hauptaktionär der Richemont-Gruppe. Im März 1997 gingen die Übertragung des Markennamens „Officine Panerai“ sowie der technischen Dokumentationen, Patente und aller vorhandenen Lagerware, darunter auch besagter Rolex-Uhrwerke über die Bühne.

Neustart unter dem Richemont-Dach

Mit dem Genfer Uhrensalon 1998 begann für das italienische Traditionsunternehmen dann eine neue Ära. Während der folgenden 20 Jahre agierte Angelo Bonati als Dirigent. Unter seiner Ägide startete 2005 das Manufaktur-Zeitalter. 2013 bezog Panerai einen imposanten Neubau hoch über Neuchâtel.

Officine Panerai Manufaktur
Goldgehäuse aus eigener Fertigung bei Panerai

Auf rund 10.000 Quadratmetern spielt sich alles ab, was es zur Kreation, Herstellung, Vermarktung und Wartung hochrangiger Armbanduhren braucht. Mittlerweile stehen rund 85 Prozent der genutzten Uhrwerke im Zeichen uhrmacherischer Exklusivität. Und das bei steigender Tendenz.

Seit Mitte 2018 zeichnet Jean-Marc Pontroué für das Geschehen verantwortlich. Zuvor hatte der agile Franzose die Genfer Schwester Manufacture Roger Dubuis geleitet. Seine Vision und Strategie zielt auf insgesamt vier Uhrenlinien:

Radiomir, verknüpft mit der Geschichte unserer Marke und Luminor basierend auf dem italienischen Vermächtnis. Für Extremsport steht die Submersible. Schließlich spricht die Luminor Due eine neue, als Millennials bekannte Klientel an.
Jean-Marc Pontrué

CEO, Panerai

Luminor die Zweite

Die Entwicklung letztgenannter Uhrenlinie, Panerai Luminor Due, deren Debüt während des SIHH 2016 erfolgte, hatte damit noch Vorgänger Angelo Bonati initiiert. Gegenüber der Ur-„Luminor“ nimmt sie sich dank gründlicher Überarbeitung der Schale merklich eleganter aus. Unangetastet blieben allerdings die markanten Erkennungszeichen dieses Richemonts Zeitmessers.

Die goldene Luminor Due Goldtech in seitlicher Ansicht

Farbintensives Goldstück Panerai Luminor Due Goldtech

Mit 42 Millimetern Durchmessern vermag die neue Panerai Luminor Due Goldtech durchaus auch an weiblichen Handgelenken zu punkten. Zumal ihre Schale in warmem goldenen Glanz erstrahlt. Der Beiname „Goldtech“ kommt nämlich nicht von ungefähr. Er weist hin auf eine spezielle Gold-Legierung des „erstarrten Lichts der Sonne“, hin. Sie ist gekennzeichnet durch mehr Kupfer und weniger Platin Das unedle Metall bewirkt dabei einen intensiven Farbton, während das Gold Edelmetall Schutz vor Verfärbungen durch Oxidation gewährleistet.

Im Inneren der bis drei bar wasserdichten Sichtboden-Schale verbaut Panerai das gut 28 mm große und 4,2 mm hohe Automatikkaliber P.900 mit kugelgelagertem Zentralrotor, einem Federhaus, vier Hertz Unruhfrequenz  und drei Tagen Gangautonomie. Ob man beim Blick aufs Zifferblatt dieser Armbanduhr ein schwarzes oder weißes Zifferblatt sehen will, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Panerai bietet beide Zifferblatt-Farben an.
Auch der Preis ist in beiden Fällen gleich: 19.900 Euro. Er erhält auch bereits die neue, acht Jahre dauernde „Pam-Guard“-Garantie. Panerai gewährt sie für alle nach dem 26. November 2017 gekauften und unter www.panerai.com registrierten Officine Panerai Uhren.

Elegantes Gold der Officine Panerai Luminor Due Goldtech
Die goldene Luminor Due Goldtech mit weißem Zifferblatt

Uhrenkosmos Modell-Steckbrief 

Hersteller Panerai
Name Luminor Due Goldtech
Referenz PAM01041 (schwarzes Zifferblatt)                                   PAM01042 (weißes Zifferblatt)
Premiere Dezember 2019
Uhrwerk Kaliber P.900
Aufzug automatisch
Durchmesser 12½ Linien (ca. 28 Millimeter)
Bauhöhe 4,2 Millimeter
Gangautonomie drei Tage
Unruhfrequenz Vier Hertz
Anzeige Stunden, Minuten, kleine Sekunde, Fensterdatum
Gehäuse „Goldtech“, 18 Karat
Durchmesser 42 Millimeter
Höhe 10,5 Millimeter
Wasserdichte drei bar (30 Meter)
Armband Alligatorleder mit Goldtech-Schließe
Preis ca. 19.900 Euro
Garantie acht Jahre nach Registrierung unter www.panerai.com
Panerai Luminor Due Goldtech

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Cartier Uhren mit Formgehäuse in Kissen- und Tonneauform

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