Interview mit einer Uhr

Panerai Luminor: Nicht für den Arm eines Spargeltarzans gemacht!

Manche Uhren zeigen die Zeit. Andere brauchen einen starken Arm und Träger mit Gespür für Stil. Wir haben ein Interview mit einer Panerai Luminor geführt und bringen hier Licht ins Dunkel. Jetzt kennen wir die Mission des marskulinen Panerai-Trägers und ahnen was es bedeutet, den Flair von Portofino zu schnuppern.

von | 21.03.2020

Vielen Dank für die Gelegenheit, ein Interview mit Ihnen zu führen. Eine Panerai Luminor Slytech ist schließlich nicht eine jedermanns Uhr, sondern wir wissen dass für die Paneristi, also die leidenschaftlichen Träger von Ihnen dahinter eine Weltanschauung steht. Umso mehr freuen wir uns auf die Beantwortung unserer Fragen.

Wo möchten Sie leben?
Sie meinen, wo lebt man richtig? Natürlich in Portofino. Licht, Luft, Meer, Espresso. Das ist der einzig wahre „stile di vita“.

Das klingt gut. Ist dieser Flair das Geheimnis, warum Sie so viele Frauen und Männer begehren?
Nun, meine Paneristi sind zwar leidenschaftlichere Anhänger als die einer englischen Boy-Group und lieben meinen Stil. Trotzdem ist meine größte Stärke eine andere.

Und die wäre?
Ich bin für das Wasser geboren und unterstütze Taucher seit Jahrzehnten auf ihren gefährlichen Missionen. Entsprechend bin ich groß, robust und markant. Uhrenliebhaber erkennen mich auch sofort an meinem Kronen-Schließbügel. Er schützt im geschlossenen Zustand zuverlässig vor eindringendem Wasser.

Die Nähe zum Wasser erklärt auch Ihre markante Größte und das leuchtende Zifferblatt?
Schauen Sie. Am Arm eines Kampftauchers in diesigen 20 m Meerestiefe geht es um gute Ablesbarkeit, einwandfreies Funktionieren und Robustheit, nicht um einen Schönheitspreis in Filigran.

Verstanden. Sie stehen also auf echte Männer?
Umgekehrt. Echte Kerle stehen oft auf mich.

Haben Sie da jemanden konkret vor Augen?
Sylvester Stallone. Da ist mein Mann. Er hat mich damals vor vielen Jahren gesehen, vom Fleck weg gekauft und getragen. Es waren außerdem noch ein paar andere unscheinbare Typen in seinem Freundeskreis. Ich glaube, der eine hieß Arnold. Da hat er für die gleich 100 Stück nachbestellt.

Panerai Luminor Slytech im Interview

Ihr Vorzüge überzeugen also. Sind Sie somit fehlerlos?
Ach was. Ich musste mich auch entwickeln. In ganz jungen Jahren, hat man mir und einigen Geschwistern sogar mit ein paar Rolex-Werken Starthilfe gegeben. Das war später nicht mehr notwendig. Spätestens mit unserer neuen Manufaktur liefern wir Top Werke und gute Technik.

Ihre Träger schätzen die Technik, das stimmt. Aber so richtig begeistert sind Sie von Ihrem Stil. Woran liegt das?
Das macht die Wirkung. Mit mir am Arm machen Sie im Straßencafé eben eine „bella figura“.

Sie kleiner Held, verraten Sie uns lieber einmal Ihre größte Schwäche?
Schwäche? Ich verrate Ihnen etwas anderes. Für den einen oder anderen komme ich wohl etwas markant und muskulös daher. Sei es drum. Ich bin eben nicht dafür gemacht, am Arm eines Spargeltarzans durchs Leben zu schlurfen.

Weil Sie für echte Männer und das Meer gemacht sind. Das sagten Sie schon. Sind Boote für eine Panerai Luminor auch das Lieblings-Fortbewegungsmittel?
Das hängt vom Element ab. Also auf dem Wasser bin ich ganz gern auf einem schnittigen Segelboot oder Speed-Boot unterwegs. Das macht gute Laune. Aber auch auf dem Trockenen bin ich gerne zügig unterwegs. Das gibt es diese kleine italienische Automarke mit dem Dreizack im Kühler. Ich finde, die stehen mir.

Dreizack? Also Maserati? Sie führen ja ein ziemlich aufregendes Leben. Müssen wir uns um Ihre Zukunft Sorgen machen?Nein, warum auch. Ich werde auf der ganzen Welt geliebt, habe eine große, starke Familie und mein Stil gefällt. Warum also Sorgen machen?

Sie verzeihen, aber hier müssen wir nachfassen. Auch Ihnen wird einmal die letzte Stunden schlagen. Was werden Ihre Worte sein?
Mir geht es ausgezeichnet. Wenn es aber mal dazu kommt, halte ich mich an die Worte von Sylvesters gutem Freund Arnold. Wie sagte dieser so schön: Hasta la vista, Baby!

Wir danken für dieses Gespräch. 

Haben Sie Feedback zu unserem Artikel? Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar.

Noch mehr über luxuriöse Uhren

Die TAG Heuer Aquaracer Professional 200 nimmt’s sportlich

TAG Heuer baut seine Phalanx an Taucheruhren weiter aus und lanciert unterhalb der Aquaracer Professional 300 eine gleichermaßen sportliche, wasserdichte und doch alltagstaugliche Reihe an Modellen. Das ist über die TAG Heuer Aquaracer 200 und die unterschiedlichen Modelle zu wissen.

TAG Heuer Aquaracer Professional 200

Zenith Defy Skyline und Zenith Defy Revival A3642

Die Uhrenlinie Defy gehört zu Zenith wie das Salz zum Ozean. 2022 widmet sich die Manufaktur dieser Uhrenlinie in mehrfacher Hinsicht. Die Zenith Defy Revival A3642 erinnert an ein markantes Modell von 1969. Die Gegenwart und Zukunft leben in Gestalt der neu gestalteten Zenith Defy Skyline. Der Uhrenkosmos richtet seinen Blick auf beide Armbanduhren. Sie kosten 6.800 bzw. 8.300 Euro.

Zenith Defy A3642 Revival and Zenith Defy Skyline C Uhrenkosmos

Saphirglas: So entstehen Saphirgläser und Saphir-Gehäuse

Die Herstellung von Saphirglas für Uhrengläser und Uhrengehäuse ist aufwendig. Doch die Transparenz und der ungetrübte Blick ins Uhrwerk ist den hohen Aufwand wert. Das ist Saphirglas und so werden die Saphirgläaser und Saphirgehäuse heute hergestellt.

Saphirglas

Nicolas Hayek: Wer war der Mann, der die Schweizer Uhrenindustrie wiederbelebte?

Die Swatch Group gehört mit rund 7 Milliarden SFR zu den größten Uhrenkonzernen. Dabei standen weite Teile des heutigen Unternehmens im Jahr 1983 am Abgrund, denn die Uhrengruppe SSIH, die konkurrierende ASUAG und der Werkespezialist Ebauches SA waren vom Konkurs bedroht. Als die Banken verzweifelt nach einer Lösung suchten, schlug die Stunde von Nicolas G. Hayek.

Nicolas Hayek

Kommentare zu diesem Beitrag

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.