IWC Piloten-Uhr

IWC Mark XX: So wird die Pilot’s Watch aufgerüstet

Die IWC Pilot's Watch Uhrenlinie ist neben Portugieser und Portofino eine der drei IWC "PPP" Säulen. Mit der neuen IWC Mark XX erhielt nun das 3-Zeiger Einsteigermodell ein leichtes Facelift. Sustanziell dagegen ist der Wechsel auf das hauseigene Kaliber 32111. Das leistet die neue IWC Pilotenuhr.

von | 28.07.2022

IWC Mark XX

Die Lancierung der IWC Mark XX ist für IWC von hoher Bedeutung. Denn zum einen gehört das Modell IWC Mark XI zu den Säulen der Marke und historische Modelle sind gesucht wie eh und je. Zum anderen ist das Modell IWC Pilot’s Watch Mark XX als schlichte Drei-Zeiger-Uhr mit Datum sozusagen der Ausgangspunkt aller aufwendiger IWC Pilotenuhren von Chronograph, Tourbillon oder Ewiger Kalender. Entsprechend hat IWC die neue Mark XX optisch wie technisch überarbeitet.
Der Ehrgeiz war so groß, dass man sogar die Primzahl „XIX“ übersprungen hat und direkt auf das Modell IWC Mark XX zusteuerte.

Dabei sind die gestalterischen Verbesserungen eher subtiler Art. Das Zifferblatt ist unverändert schwarz respektive blau und die Zahlen und die mit Super-LumiNova Leuchtmasse ausgestatteten Zeiger, Zahlen und Indexe heben sich in gewohnter Manier weiß ab. Doch wurde die Lesbarkeit des Datums durch den Wechsel auf einen weißen Hintergrund deutlich verbessert. Eine sichtbare Veredelung erhielten auch die Zeigerumrandungen. Sie sind nun rhodiumbeschichtet und haben einen leichten Glanz. Das Erkennen der weiteren feinen Anpassungen wie Zahlenstellung etc. ist offen gesagt nur bei einem direktem Vergleich mit dem Vorgängermodell möglich.

Die signifikanteste, optisch erkennbare Veränderung ist wohl die verringerte Bauhöhe. Mit 11 mm war die IWC Pilot’s Watch Mark XVIII zwar bereits vorher nicht besonders hoch. Das 40 mm große gebürstete Edelstahlgehäuse mit glänzender Lünette der Mark XX ist mit 10,8 mm jedoch nochmals schlanker und damit etwas eleganter geworden.

IWC Pilot’s Watch Mark XX

Die Verringerung der Bauhöhe wurde durch dich wichtigste Neuerung der IWC Pilotenuhr möglich – das Manufakturkaliber 32111. Dieses, immer noch von einem Weicheisenring vor Magnetfeldern geschützte 4 Hz Uhrwerk, erhält IWC vom Richemont Kaliberspezialisten ValFleurier und ist die Weiterentwicklung des Kalibers 32110. So leistet es bei den Konzernschwestern als Kaliber P900 bei Panerei oder als Kaliber 13-1975A bei Baume & Mercier zuverlässig seine Dienste.
Entsprechend gleich gering ist die Abweichung von -4 bis +6 Sekunden pro Tag. Positiv ist auch die ausnehmend tragefreundliche Gangautonomie von bis zu 120 Stunden oder 5 Tagen. Mit diesem daus 164 Komponenten zusammengesetzte Manufakturkaliber mit Genfer Streifen und Perlage Veredelung hebt sich die IWC Mark XX technisch nun deutlich vom Vorgängermodell mit Sellita-Kaliber ab.

Allerdings wird sich der Träger der Uhr mit dieser Verbesserung eher gedanklich auseinandersetzen, da das Werk unter dem verschraubten Stahlboden unsichtbar bleibt. Es muss ja schließlich Raum für Verbesserungen der Folgemodelle Mark XXI etc. geben. Dafür kann sich der Käufer einer neuen IWC Pilot’s Watch Mark XX über die signifikant verbesserte Wasserdichtigkeit von bis zu 100 Meter freuen. Mit diesem Schutz vor eindringendem Wasser kann die neue Mark XX Pilotenuhr nun problemlos beim Baden getragen werden – vorausgesetzt die verschraubte Krone ist vorschriftsmäßig arretiert.

Auch das je nach Zifferblattfarbe blaue oder schwarze Lederband mit Abnäher erhöht mit seinem IWC-Schnellwechselsystem sicherlich den Tragekomfort. Es ermöglicht den Bandwechsel der Mark XX in wenigen Sekunden. Bei Interesse lassen sich folglich im Online-Shop eine Vielzahl weiterer passender Bandvarianten in Stahl, Leder oder Kautschuk erwerben.

IWC Mark XX Preis

Nicht ganz unerwartet– und womöglich von der aktuellen Inflation beeinflusst – ist die Preisgestaltung dieser IWC Pilotenuhr. Die IWC Pilot’s Watch Mark XX Referenznummer IW328201 in Schwarz respektive die Referenznummer IW328203 in Blau wird im Fachhandel, den eigenen Boutiquen wie im Onlinestore zum Preis von 5.500 Euro angeboten.

Für eine schlichte Stahluhr sicherlich ein stattlicher Preis, vergleicht man hierzu das kürzlich neu lancierte Modell der Tudor Ranger. Ebenso kostet die mit dem gleichen Uhrwerk ausgestattete Baume & Mercier Riviera noch klar unter 4.000 Euro.
Allerdings bietet die IWC Mark XX im Vergleich zum Sellita-ausgestatteten Vorgängermodell sicherlich ein deutlich verbessertes Preis-Leistungsverhältnis. Überdies, man mag es drehen und wenden wie man will, ist die IWC Pilot’s Watch eben ein echter Uhrenklassiker. Und Klassiker haben nun mal ihren Preis.

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