Girard-Perregaux Laureato

Die Girard-Perregaux Laureato ist Perregauxs Musterschüler

Ein sportlicher und mustergültiger Abschlussschüler, dem man gerne die Reifeprüfung abnimmt. Inzwischen gibt es den Klassiker in den unterschiedlichsten Ausführungen. Es scheint, als sei die sportive Girard-Perregaux Laureato erwachsen geworden.

von | 20.10.2018

Eine Uhr für Laureaten

Die sportlich-elegante Girard-Perregaux Laureato geht auf den italienischen Titel von Mike Nichols Film „The Graduate“ zurück. Zu deutsch – Die Reifeprüfung. Und tatsächlich, als  die von einem Mailänder Designer gestaltete Uhr 1975 auf den Markt kam, entwickelte sich das in Edelstahl und Massivgold erhältliche Modell jenseits des Brenners schnell zu einem beliebten Geschenk für erfolgreiche Abschlüsse jeder Art.

Pionier in der elektronischen Zeitmessung

Während die Uhrenindustrie gerade die schmerzlichen Konsequenzen der Quarz-Revolution zu spüren bekam, tat sich Girard-Perregaux als Pionier in der elektronischen Zeitmessung hervor. 1972 präsentierte die Manufaktur während der Basler Uhrenmesse das Kaliber GP 350, deren Entwicklung im Jahr zuvor begonnen hatte. Verwendet hatten die Uhrmacher dafür einen CMOS-Chip von Motorola. Der Quarz-Resonator von Reeves Hoffmann oszillierte erstmals mit der späteren Standardfrequenz von 32 Kilohertz, exakt 32.768 Hertz. Gestell und Räderwerk waren von LeCoultre produziert worden. Das weltweit erste Hochfrequenz-Quarzwerk für Armbanduhren hatte einen Durchmesser von 30 sowie eine Bauhöhe von 7,2 Millimetern. Seine Batterie hielt anfangs ein Jahr. Das erste mit dem GP 350 ausgestattete Modell ist am Zifferblatt mit der stilisierten Grafik eines integrierten Schaltkreises zu erkennen.

Die Batterie des weltweit ersten Hochfrequenz-Quarzwerk für Armbanduhren hielt anfangs nur ein Jahr.

Die Folgekaliber 351 bis 354 verwendeten die gleiche Elektronik und den gleichen Schrittschaltmotor, waren aber flacher konstruiert und verbrauchten weniger Energie – so konnte die Lebensdauer der Batterie auf zwei Jahre verdoppelt werden.

Zudem legte Girard-Perregaux Wert auf den genauen Gang seiner Zeitmesser: Bereits 1971 sandte die Manufaktur Prototypen des GP 350 zum Neuenburger Observatorium – die Erfolge sprachen für sich. Verglichen mit dem vier Mal langsamer schwingenden Konkurrenzkaliber Beta 21 und den damit ausgestatteten Uhren bot Girard-Perregaux sein stählernes Quarzmodell ab 1972 übrigens erstaunlich günstig an. Das Werk war für 480 Schweizerfranken zu haben.

Ein Quarzwerk für den Musterschüler

Nach den Erfolgen stand fest, dass in der ersten „Laureato“-Kollektion von 1975 ein mustergültiges Quarzwerk ticken sollte. Die neue Form der Zeitmessung signalisierte Fortschritt – und das wollte man auch zeigen: „Quartz Chronometer“ war auf sämtlichen Zifferblättern zu lesen.

1984 stand die erste optische Überarbeitung der Linie an. Hinzu kamen verschiedene komplizierte Uhrwerke mit astronomischen Anzeigen. Auf die zweite gestalterische Fortentwicklung im Jahre 1995 folgte im Jahr 2005 eine dritte mit Namen „Evo³“. Auch optisch erhielt die Uhr Feinschliff, der sich in einer sanfterer Linienführung widerspiegelte.

Der Klassiker Girard-Perregaux Laureato im neuen Look

Zum 225. Geburtstag im Jahr 2016 brachte Girard-Perregaux eine optisch und auch gehäusetechnisch runderneuerte „Laureato“ auf den Markt, am 5. Mai 2017  wurde die Girard-Perregaux Laureato Skeleton eingeführt. Ihre mechanischen Werte offenbart die Uhr in der  durchbrochen ausgeführten Manufaktur-Automatik GP01800-0006. Bei 30,6 Millimetern Durchmesser baut das mit vier Hertz tickende Werk 4,16 Millimeter hoch, 173 Komponenten finden darin ihren Platz. Nach Vollaufzug durch den skelettierten Rotor stehen rund 54 Stunden Gangautonomie zur Verfügung.

Die in Stahl oder Roségold erhältliche Gehäuseschale, die vorne und hinten  mit Saphir verglast ist, misst 42 Millimeter. Und Tauchen kann der Laureat und Uhrenliebhaber damit auch, denn das Stahlmodell ist bis 10 bar wasserdicht. Die Gold-Variante hält immerhin einem Wasserdruck bis zu fünf bar stand. Am Handgelenk trägt der schöne Klassiker 10,88 Millimeter auf.

 Eine sehr schöne, gleichwohl limitierte neue Edition der Laureato bietet übrigens Wempe an. Diese Wempe Girard-Perregaux Laureato Infinity Edition ist auf 188 Exemplare limitiert. Hier geht es zum neuen Modell.

Haben Sie Feedback zu unserem Artikel? Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar.

Noch mehr über luxuriöse Uhren

Die TAG Heuer Aquaracer Professional 200 nimmt’s sportlich

TAG Heuer baut seine Phalanx an Taucheruhren weiter aus und lanciert unterhalb der Aquaracer Professional 300 eine gleichermaßen sportliche, wasserdichte und doch alltagstaugliche Reihe an Modellen. Das ist über die TAG Heuer Aquaracer 200 und die unterschiedlichen Modelle zu wissen.

TAG Heuer Aquaracer Professional 200

Audemars Piguet Royal Oak 16202ST: Eine 39 mm Royal Oak Jumbo zum Jubiläum

Wer eine klassische Audemars Piguet Royal Oak besitzt kann sich glücklich schätzen. Mit Fug und Recht gilt diese Armbanduhr mit unverwechselbarem Bullaugen-Design als Ikone. 2022 feiert sie ihr 50. Jubiläum. Ein wunderbare Anlass, um mit der Audemars Piguet Royal Oak 16202ST-OO-1240ST-01 eine neue Version des legendären 39 Millimeter Royal Oak Jumbo zu präsentieren

Audemars Piguet Royal Oak

3 x Hublot Big Bang Integral Time Only: Keramik, Titan und Gelbgold

Seit den Anfängen gibt es bei den Hublot Big Bang Chronographenstopper, seit 2020 gibt es die Big Bang Integral mit integriertem Gliederband. Die Hublot Big Bang Integral Time Only Version Uhrenlinie verzichtet nun auf die Chronographenfunktion und setzt auf ein flaches Automatikwerk für Stunde, Minute, Sekunde und Datum. Verfügbar sind die 3 Modelle in Keramik, Titan oder Gelbgold.

Hublot-Big-Bang-Time-Only-C-Uhrenkosmos.jpg

Kering verkauft Girard-Perregaux und Ulysse Nardin

Der Luxuskonzern Kering verkauft Girard-Perregaux und Ulysse Nardin. Lange waren es nur Gerüchte, nun scheint es laut NZZ Realität zu werden. Dabei wird der Verkauf bei Kering zu einigen Abschreibung führen, denn Kering hatte für die beiden prestigträchtigen und alteingesessenen Marken einen hohen Preis bezahlt. Das ist von den neuen Eigentümern nicht zu erwarten.

Kering verkauft Girard-Perregaux und Ulysse Nardin

Zenith Defy Skyline und Zenith Defy Revival A3642

Die Uhrenlinie Defy gehört zu Zenith wie das Salz zum Ozean. 2022 widmet sich die Manufaktur dieser Uhrenlinie in mehrfacher Hinsicht. Die Zenith Defy Revival A3642 erinnert an ein markantes Modell von 1969. Die Gegenwart und Zukunft leben in Gestalt der neu gestalteten Zenith Defy Skyline. Der Uhrenkosmos richtet seinen Blick auf beide Armbanduhren. Sie kosten 6.800 bzw. 8.300 Euro.

Zenith Defy A3642 Revival and Zenith Defy Skyline C Uhrenkosmos

Kommentare zu diesem Beitrag

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.