A. Lange & Söhne beim SIHH 2017
Die drei Neuen aus Sachsen

Die Uhrenmanufaktur versteht sich auf uhrmacherische Komplikationen und zeigt auf dem Genfer Uhrensalon drei Neuheiten aus den heiligen Hallen in Glashütte: 1815 Jahreskalender, Zeitwerk Decimal Strike und das Highlight: den Tourbograph Perpetual „Pour le Mérite“. Wir haben sie die Newcomer mal genauer angeschaut.

Die drei Neuen aus Sachsen

Mit Lange&Söhne durchs Jahre - mit dem Jahreskalender 1815 geht dies zweifelsohne

Neuheit Nummer 1: „1815 Jahreskalender“

Nur einmal im Jahr, nämlich jeweils Ende Februar muss das Kalendarium der „1815 Jahreskalender“ manuell auf den 1. März eingestellt werden. Danach weiß die Unterzifferblatt-Mechanik wieder ganz genau, was in den kommenden elf Monaten Sache ist. Deutlich länger geht dagegen die Mondphasenindikation ohne händisches Zutun genau. Erst nach 122,6 Jahren weicht sie dann einen Tag von der astronomischen Norm ab.

Der sichtbare Drücker im Gehäuserand bei „2“ schaltet alle Anzeigen gleichzeitig weiter. Drei versenkte Exemplare gestatten darüberhinaus die individuelle Korrektur von Wochentag, Monat und Mondphasen. Als Premiere bei A. Lange & Söhne gibt es zusätzlich noch einen versenkten Drücker allein zum Fortschalten des Datums. Auf der Vorderseite des Handaufzugskalibers L051.3 mit 72 Stunden Gangautonomie findet sich ein lediglich 1,4 Millimeter hoch bauendes Kalendermodul. Beim Blick durch den Sichtboden fällt indes auf, dass Sperr- und Kronrad sichtbar in die Neusilber-Dreiviertelplatine integriert wurden.

Fakten zur Uhr

  • Manufakturkaliber L051.3; Handaufzug
  • Durchmesser30,6 Millimeter; Höhe 5,7 Millimeter
  • 345Komponenten, davon 26 Steine
  • drei verschraubte Goldchatons
  • Ankerhemmung
  • Unruh mit variabler Trägheit, Frequenz drei Hertz
  • Gangautonomie 72 Stunden
  • Sekundenstopp

Gehäuse

  • Weiß- oder Rotgold
  • Durchmesser40Millimeter; Höhe: 10,1 Millimeter

Preis: 37.500 Euro

Die Lange&Söhne Striking Time hat kein klassisches Zifferblatt, vielmehr teilt sie Zeitmessung und Tage in einzelne Element

Die Lange&Söhne Striking Time hat kein klassisches Zifferblatt, vielmehr teilt sie Zeitmessung und Tage in einzelne Elemente

Neuheit Nummer zwei: „Zeitwerk Decimal Strike“

Mit dieser Armbanduhr erweitert A. Lange & Söhne die 2009 eingeführte „Zeitwerk“-Linie mit digitaler Stunden- und Minuten-Indikation. Genau genommen handelt es sich nach der „Zeitwerk Striking Time“ und der „Zeitwerk Minutenrepetition“ um das nunmehr dritte Modell, welches der kostbaren Zeit eine akustische Dimension verleiht.

In diesem Fall macht das Schlagwerk mit zwei vorne sichtbaren Hämmern und zwei unterschiedlich gestimmten Tonfedern alle zehn Minuten auf sich aufmerksam. Der linke Hammer schlägt zu jeder vollen Stunde einmal auf den tief gestimmten Gong. Der rechte lässt hingegen durch einen hohen Ton wissen, dass wieder zehn Minuten des Lebens verstrichen sind. Natürlich lässt sich das Schlagwerk durch Betätigung des Drücker bei „4“ jederzeit abschalten. Desgleichen werden die Hämmer beim Ziehen der Krone deutlich von den Tonfedern entfernt. Ein patentiertes Nachspannwerk zwischen Federhausrad und Unruh gewährleistet konstante Energieversorgung des Gangreglers, unabhängig von Spannungszustand der Zugfeder. Das 44,2-Millimeter-Gehäuse der auf 100 Exemplare limitierten Armbanduhr besteht aus hartem Honiggold.

Fakten zur Uhr

  • Manufakturkaliber L043.7; Handaufzug
  • Durchmesser36 Millimeter; Höhe10Millimeter
  • 528 Komponenten, davon 78 Steine
  • Zwei verschraubte Goldchatons
  • Ankerhemmung
  • Unruh mit variabler Trägheit, Frequenz 2,5 Hertz
  • Gangautonomie 36Stunden

Gehäuse

  • Honiggold
  • Durchmesser44,2 Millimeter; Höhe: 13,1 Millimeter

Limitierung

  • 100 Exemplare

Preis: 120.000 Euro

Ehre wem Ehre gebührt! Auch im Uhrenbau. Wobei der Tourbograph Perpetual aus der Meisterserie von Lange&Söhne bereits das "Pour la mérite" im Namen trägt

Ehre wem Ehre gebührt! Auch im Uhrenbau. Wobei der Tourbograph Perpetual aus der Meisterserie von Lange&Söhne bereits das "Pour la mérite" im Namen trägt

Neuheit Nummer drei: Tourbograph Perpetual „Pour le Mérite“

Mit diesem Zeit-Monument stellt die sächsische Nobelmanufaktur in Genf das fünfte Meisterwerk der „Pour le Mérite“-Reihe vor. Gemeinsames Merkmal ist konstante Antriebskraft durch Nutzung der Hebelgesetzte, sprich Verwendung von Kette und Schnecke. Im Innerender Schnecke sorgt ein Planetengetriebe dafür, dass der Kraftfluss vom Federhauszur Gangpartie beim manuellen Spannen der Zugfeder nicht unterbrochen wird.An uhrmacherischen Komplikationensind Tourbillon, Chronographmit Schleppzeiger sowie ein immerwährendes Kalendarium bis 2100 vorhanden. Letzteres unterscheidet den auf 50 Exemplare limitierten Newcomer vom 2005 lancierten Tourbograph „Pour le Merite“. Ein Platingehäuse mit 43 Millimetern Durchmesser umfängt das Manufaktur-Handaufzugskaliber L133.1.Von seinen684 Komponentenentfallenallein 206 auf das immerwährende Zeiger-Kalendarium mit Schaltjahresanzeige und Präzisions-Mondphasenindikation (122,6 Jahre). Die als ein Bauteil gezählte Kettebesteht aus 636 winzigen Komponenten.

Fakten zur Uhr

  • Manufakturkaliber L133.1; Handaufzug
  • Durchmesser32Millimeter; Höhe10,9Millimeter
  • 684 Komponenten, davon 50 Steine und zweiDiamant-Decksteine
  • sechs verschraubte Goldchatons
  • Ankerhemmung
  • Schraubenunruh, Frequenz drei Hertz
  • Gangautonomie 36 Stunden

Gehäuse

  • Platin
  • Durchmesser40 Millimeter; Höhe: 16,6Millimeter

Limitierung

  • 50 Exemplare

Preis: 480.000 Euro

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