Chopard mit 8 Hertz Kaliber

Chopard macht Tempo: Chopard Alpine Eagle Cadence 8HF

Chopard drückt beim Bau seiner Uhrwerke auf Tempo. So schwingt in der neuen Chopard Alpine Eagle Cadence 8HF die Unruh mit schnellen acht Hertz. Von dieser sportlich-eleganten Hochfrequenz-Armbanduhr mit Titangehäuse entstehen 250 Exemplare zum Preis von je 18.900 Euro. Zu erkennen sind die Exemplare an einem kleinen Zifferblatt-Detail.

Der Weg zur mechanischen Hochfrequenz

Wer die gleichermaßen kontinuierlich wie lautlos verstreichende Zeit auf mechanischem – oder auch elektronischem – Wege messen möchte, muss sie, wie es etwa auch die hochfrequente Chopard Alpine Eagle Cadence 8HF Uhr tut, in wohl definierte Abschnitte zerstückeln, die Sequenzen penibel zählen und abbilden. Bei dieser Aufgabe spielt das Schwing- und Hemmungssystem bekanntlich eine dominante Rolle. In ortsfesten Uhren dienen zum Beispiel Pendel als Gangregler. Hingegen verlangen mobile Uhre nach oszillierenden Unruhen. Beide bewegen sich mit klar definierter Frequenz hin- und her. Für eine Vollschwingung benötigt das Pendel einer Halbsekunden-Pendeluhr exakt eine Sekunde. Ergo beträgt die Frequenz solch einer Uhr ein Hertz, was 7.200 Halbschwingungen/Stunde entspricht.​

Halbsekundenpendeluhr von Leo Ritzen aus dem Jahr 1929

Bei dieser Art-Déco-Halbsekundenpendeluhr von Leo Ritzen aus dem Jahr 1929 schwingt das Pendel mit einem Hertz

Die Unruh in Uhrwerken für Taschen- und früheren Armbanduhren oszilliert mit 2,5 Hertz, das sind pro Stunde 18.000 Halbschwingungen.

Zenith Handaufzugskaliber 135 mit 18.000 Hertz

Die Unruhfrequenz des Handaufzugskalibers 135 von Zenith beztägt 2,5 Hertz.

Sukzessive Weiterentwicklungen brachten die Schlagzahlen von 19.800 und 21.600 ans Handgelenk.

Ab den 1960-er Jahren ging es jedoch immer stärker um Regulierbarkeit und Langzeitstabilität mechanischer Serienkaliber. Außerdem suchte die Industrie nach Verkaufsargumenten für neue Produkte. Beides rückte höhere Unruhfrequenzen in den Fokus. Aber gesteigerte Schlagzahlen verlangten nach zusätzlicher Energie und einer geeigneten Schmierung.

Girard-Perregaux Gyromatic 36000 1970

Girard-Perregaux Gyromatic HF, 36.000 Halbschwingungen/Stunde

1965 überraschte Girard-Perregaux mit dem Automatik-Kaliber 32.7 HF (Hochfrequenz), dessen naturgemäß kleinere Unruh stündlich 36.000 Halbschwingungen vollzog. Für diese Leistung erhielt die Manufaktur im Folgejahr den Jubiläumpreis des Neuenburger Observatoriums. 1967 später erstellte die 101 Jahre alte Institution nicht weniger als 73 Prozent seiner Chronometer-Zertifikate für die Tempo-Kaliber aus La Chaux-de-Fonds.
Hochfrequenz-Konkurrenten Uhrwerk AS 1920 (1969) und Eta 2832 (1971)

Hochfrequenz-Konkurrenten AS 1920 (1969) und Eta 2832 (1971)

Dadurch angespornte Hersteller entwickelten ebenfalls 5-Hertz-Schnellschwinger. 1969 präsentierte der Rohwerkegigant AS das Automatikkaliber 1920. Bis 1974 entstanden davon 79.400 Stück. Bei der Eta debütierte 1971 das konkurrierende, bis 1974 in einer Auflage von 88.200 Exemplaren gefertigte. Gemessen an den gewohnten Stückzahlen kann man kaum von echten Erfolgen sprechen. Weil Probleme mit der Ölhaltung die Vorzüge hoher Gangstabilität in den Schatten stellten, endeten die Ausflüge ins Reich mechanischer Hochfrequenz recht schnell.
Zenith El Primero Kaliber 400

Hochfrequenz seit 1969: Zenith El Primero Chronograph mit 36.000 A/h

Ganz anders die Manufaktur Zenith. Dank fünf Hertz Unruhfrequenz stoppt ihr bereits 1969 vorgestelltes Chronographen-Kaliber 3019 PHC im legendären El Primero bis heute auf die Zehntelsekunde genau.

Weitaus besser beherrschbar waren und sind hingegen die ebenfalls Anfang der 1970-er Jahre eingeführten vier Hertz Unruhfrequenz.

Das Automatikkaliber Eta 2824-A2 arbeitet mit 4 Hertz

4-Hertz-Klassiker seit 1975: Automatikkaliber Eta 2892-A2

Stündlich 28.800 Halbschwingungen bilden nach allgemeiner Auffassung einen vernünftigen Kompromiss hinsichtlich Energiebedarf, Regulierbarkeit und langfristig positivem Gangverhalten unter alltäglichen Tragebedingungen. Deshalb nutzen sie viele Fabrikanten für ihre mechanischen Uhrwerke.

Schneller als schnell …

Wer beim Auto kräftig aufs Gaspedal tritt, verbraucht zwangsläufig mehr Energie. Das gilt in der Regel auch für flott oszillierende Uhrwerke. 2012 demonstrierte Chopard, dass es auch anders geht. Mit nur einem Federhaus läuft das 28,8 mm große und 4,95 mm hohe Manufakturkaliber L.U.C 01.06-L circa 60 Stunden am Stück. Ganz so neu, wie es scheint, war das 31-steinige Automatikwerk damals allerdings nicht. Schon seit Jahren hatten sich die Techniker der Genfer Familienmanufaktur in Fleurier um diese Innovation bemüht. Co-Präsident Karl-Friedrich Scheufele, seines Zeichens unverbesserlicher Perfektionist, hielt die Entwicklung so lange hinter dem Berg, bis alles ohne tadellos funktioniert.​

Zur Verdoppelung der Unruhfrequenz benötigten die Ingenieure und Uhrmacher unserer Abteilung Forschung und Entwicklung, angesiedelt bei Chopard Technologies, mehrere Jahre.

Karl-Friedrich Scheufele

Co-Präsident, Chopard

Darüber hinaus musste auch die Offizielle Schweizer Chronometerkontrolle COSC ihren Genauigkeitssegen erteilen. Durch sehr flott acht Hertz besticht das patentierte Schwing- und Hemmungssystem dieses Automatikwerks. Umgerechnet vollziehen Unruh und Spirale stündlich 57.600 Halbschwingungen. Hintergrund der gegenüber dem verbreiteten Standard verdoppelten Unruhfrequenz sind eine bessere Regulierbarkeit und darüber hinaus auch die Langzeit-Präzision.

Die beiden Uhrwerke L.U. Chopard Automatikkaliber 01.01-L und 01.06-L

Ein Basiskaliber, zwei Frequenzen: L.U. Chopard 01.01-L mit vier und 01.06-L mit acht Hertz Unruhfrequenz

Bemerkenswert ist ferner die Tatsache, dass sich Hemmung und Gangregler grundsätzlich ohne kostspielige Um-Konstruktion in jedes Chopard-Kaliber einsetzen lassen. Aus Gründen des Gewichts und der in solchen Fällen immens wichtigen Schmierung kommen in besagter Tempo-Hemmung amagnetische Silizium-Bauteile zum Einsatz. Aus dem leichten Werkstoff mit besonders glatter und daher reibungsmindernder Oberfläche bestehen Anker und Ankerrad.

Das L.U.C-Kaliber-01.01L 8HF und sein Gangregler

Der Gangregler des L.U. Chopard Kalibers 01.01-L mit acht Hertz Unruhfrequenz. Erkennbar sind die Hemmungskomponenten aus Silizium

Nachdem sich bei hoch elastischem aber plastisch nicht verformbarem Silizium das übliche Verpressen verbietet, mussten sich die Konstrukteure zum Fixieren des Ankerrads auf seiner stählernen Welle etwas einfallen lassen. Der Ideenreichtum zeigt sich in einer gleichermaßen simplen wie wirkungsvollen Verwendung edlen Golds, welche zwischenzeitlich zum Patent angemeldet wurde. Die ersten 100 Uhrwerke fanden sich im übrigens im längst ausverkauften Titan-Modell L.U.C 8HF mit 42 Millimeter Durchmesser.

L.U. Chopard 8HF aus dem Jahr 2013

Mit Titangehäuse: L.U. Chopard Hochfrequenz-Modell 8HF, 2013

Chopard 8 Hertz Kaliber der L.U.C 8HF von 2013

Die herausragende Leistung trug besagtem Zeitmesser den ehrenvollen Titel European Watch Of The Year 2013 ein

Chopard Alpine Eagle Cadence 8HF

250 Exemplare: Chopard Alpine Eagle Cadence 8HF

Chopard Alpine Eagle Cadence 8 Hz

Ohne Frage kann der Hochfrequenz-Gangregler von Chopard seine Leistungsfähigkeit in sportlichen Armbanduhren am besten zur Geltung bringen. Sie erfahren naturgemäß sehr viel Bewegung und dadurch auch jene häufigen Lagenänderungen, mit denen diese Baugruppe besonders gut zurechtkommt. Somit lag es förmlich auf der Hand, die Chopard Alpine Eagle Cadence 8 Hz aus der Taufe zu heben.​

Chopard Alpine Eagle Cadence 8 HF Close-up

Das aufwendig bearbeitete Zifferblatt mit dem Wellensymbol bei der 6 weist auf das schnellschwingende Alpine Eagle Cadence 8HF Modell hin

Chopard Alpine Eagle Cadence 8HF C GLB

Hoher Tragekomfort am Handgelenk: Chopard Alpine Eagle Cadence 8HF mit Gehäuse und Band aus Titan Grade 5

Chopard Alpine Eagle Cadence 8HF

250 Exemplare wird es vom diesem sportlich-eleganten Modell Alpine Eagle Cadence 8HF mit 41 Millimeter Durchmesser geben. Im Zuge der Entwicklung mutierte das beschriebene L.U.C 01.06-L zum weitgehend baugleichen und natürlich ebenfalls COSC-zertifizierten Automatikkaliber 01.12-C. Neben dem patentierten Schwing- und Hemmungssystem besitzt es auch einen modifizierten Energiespeicher. Für ein Exemplar dieses Tempo-Oeuvre braucht es insgesamt 210 Bauteile.

Das weiterentwickelte Chopard Automatikkaliber 01.12-C

Tickt mit acht Hertz in der Chopard Alpine Eagle Cadence 8HF: Automatikkaliber 01.12-C

Zur Herstellung der 41 mm messenden und bis zehn bar wasserdichten Sichtboden-Gehäuseschale sowie das geschmeidige Gliederband mit Dreifach-Faltschließe verwendet Chopard antiallergisches Titan Grade 5. Durch sein relativ geringes spezifisches Gewicht bürgt dieses Material außerdem für hohen Tragekomfort am Handgelenk.

Chopard Alpine Eagle Cadence 8HF Rueckseite C GLB

Selbstverständlich besitzt die Rückseite der Chopard Alpine Eagle Cadence 8HF einen Sichtboden.

Schließlich inspirierte die Augen-Iris eines Bergadlers das grau patinierte Zifferblatt. Mit Super-LumiNova Grade X1 beschichtet sind die Stunden-Indexe sowie die beiden Zeiger für Stunden und Minuten. Auch bei eher widrigen Sichtverhältnissen gewährleistet diese limitierte Armbanduhr deshalb beste Ablesbarkeit.
Der Gangregler des Chopard Kalibers 01.12-C

Unruh und (Metall-) Unruhspirale der Chopard Automatikkalibers 01.12-C

Dieses Hochfrequenz-Uhrwerk verkörpert die ideale Plattform für einen weit reichenden Blick in die uhrmacherische Zukunft.

Karl-Friedrich Scheufele

Co-Präsident, Chopard

Als unverbindlicher Publikumspreis für die erste Chopard Alpine Eagle Cadence 8HF in Titan und mit waschechtem L.U.C-Kaliber ruft Chopard 18.900 Euro auf. Interessierte sollten sich sputen, da die Produktion nach genau 250 Exemplaren endet.

Chopard Alpine Eagle Cadence 8HF in Titan

Die schwungvolle Vorstellung der hochfrequenten Alpin Eagle mit Titangehäuse im Imagefilm von Chopard

 

 

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