GMT Uhren von Rolex und Omega

Rolex Explorer II versus Omega Seamaster GMT: Der Klassiker-Vergleich

Die Uhrenklassiker Rolex Explorer II und Omega Seamaster GMT 300M sind beide gut 30 Jahre alt. Zeit für einen kurzen Vergleich dieser beiden Armbanduhren mit GMT-Funktion. Es gilt verschiedene Faktoren, Stärken und Schwächen zu vergleichen.

von | 20.07.2021

Up up and away mit Rolex

Die Umrundung der Erde mit dem Flugzeug ist technisch kein Problem. Allerdings stellte sich die Frage, welche Zeitzonenuhr wohl eine passende Begleitung wäre. Im direkten Vergleich gilt es einen Blick auf die Rolex Explorer II sowie Omega Seamaster GMT zu werfen. Schließlich sind beides echte GMT Uhrenklassiker und hoch geschätzt. Das Modell Rolex Explorer II, Referenz 16570 mit dem COSC-zertifizierten Automatikkaliber 3185 gibt es ja schon eine Weile, aber sie hat den Vorteil, dass sie im Vergleich zur „Pepsi“ Rolex GMT-Master II (die Geschichte dieser Uhr gibt es hier zu lesen) einfach weniger auffällt. 

Rolex Explorer II

Würde man die Mehrheit der Rolex-Fans befragen, so würde sich sicher eine Mehrheit für die Rolex Pepsi plädierten. Allerdings hat die Rolex Explorer Referenz 16570 mit 40 Millimetern Durchmesser eine sehr angenehme Tragegröße und auch die Wasserdichte von bis zu zehn bar Druck, das unauffällige weiße Zifferblatt und die Tritium-Leuchtausstattung machen die Uhr so robust, wie elegant und reisetauglich. Die ersten Modelle der Rolex Explorer haben ja noch ein „Tritium“-strahlendes Zifferblatt. Dies gilt es zu bedenken, will man die Rolex zu einem Rolex Konzessionär bringen, denn dieser würde das Zifferblatt austauschen und die Uhr würde bei Sammlern an Wert verlieren. Moderne Modelle der Rolex Explorer II haben dieses Problem nicht mehr. 

Omega Seamaster GMT

In etwa gleich alt ist das Modell der Omega Seamaster GMT 300M. Die Wasserdichte der mit 41 Millimeter minimal größeren Armbanduhr mit zweifarbigem Glasrand und Kautschukband geht sogar bis zu stolzen 30 bar Druck, was einer theoretischen Tauchtiefe von 300 Meter entsprechen würde. Angetrieben wurde die erste Omega Seamaster GMT vom Automatikkaliber 1128 mit vier Hertz Unruhfrequenz. Dabei handelt es sich um ein modifiziertes und ebenfalls COSC-zertifiziertes Kaliber Eta 2892-A2 mit einer praktischen GMT-Funktion ähnlich der Rolex Explorer II oder GMT Master II. Sie bieten beide eine einfache und unkomplizierte Verstellung der Zeitzone. Hierfür lässt sich der 12-Stunden-Zeiger unabhängig in beiden Richtungen verstellen und das Fensterdatum folgt. Für die Heimat- oder Referenzzeit ist ein zusätzlicher 24-Stunden-Zeiger zuständig. 

Vergleich

Sowohl die Rolex Explorer II als auch die Omega Seamaster GMT 300 M bieten gute Technik in einem robusten Gehäuse. Die Omega hat den Vorteil der höheren Wasserdichte, Rolex wiederum bietet mit der Datumslupe eine bessere Ablesbarkeit.  Das Rolex Manufakturkaliber bietet eine etwas höhere Präzision, ebenso sagt man den Rolex-Kalibern eine minimal höhere Robustheit zu. Allerdings ist auch die Omega Seamaster Uhr jederzeit für sportliche Bewegung auf dem Trockenen wie im Wasser gut zu verwenden. Die Omega hat sogar den deutlich niedrigeren Verkaufspreis. Allerdings sinkt der Rolex Wiederverkaufswert im Vergleich zum ursprünglichen Verkaufswert kaum ab und die Uhr lässt sich ohne Probleme – bei guter Pflege mitunter sogar mit einem leichten Gewinn – wieder verkaufen. 

Summa summarum gibt es bei beiden Uhren an der Funktionalität beim Reisen über Zeitzonengrenzen hinweg, der Präzision im Alltagsleben, dem Tragekomfort und der Zuverlässigkeit weder bei Rolex oder Omega etwas auszusetzen. Vielmehr haben die Uhren durch ihre praktische Verstellbarkeit den Vorteil, dass sie sich auf Reisen durch die Zeitzonen wirklich bewähren und zuverlässige Begleiter sind. Ebenso zeichnen sie sich dadurch aus, dass sie Temperaturunterschiede locker wegstecken und gut gegen Schmutz und Feuchtigkeit geschützt sind. 

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