Deutsch-deutsche Zusammenarbeit

Sinn Spezialuhren 6200 Meisterbund I: Ein Goldstück aus Sachsen

Für die exklusiven Großkaliber kooperieren die Frankfurter Hersteller Sinn Spezialuhren mit der bekannten sächsischen Manufaktur. Schweizer Teile kommen in die Sinn Spezialuhren 6200 Meisterbind I nicht. Sie sind ein goldenes Stück Made in Germany. So passt das zusammen.

Limitiertes Goldstück 

Zum Golde drängt, am Golde hängt doch alles, sagte der Frankfurter Johann Wolfgang von Goethe einst. Dies gilt auch für die 55 goldenen Sinn Spezialuhren 6200 Meisterbund I. Schließlich kombinieren sie die Kaliber-Expertise von Sinn mit der Erfahrung der Glashütter Uhrenspezialisten. 

Für dieses ambitionierte Made-in-Germany-Projekt kooperiert Sinn mit der Sächsische Uhrentechnologie Glashütte (SUG), welche das massiv rotgoldene Gehäuse herstellt. Dieses Unternehmen, welches seit 1998 aktiv ist, gehört übrigens auch mehrheitlich dem Inhaber von Sinn Spezialuhren Lothar Schmidt.

Zum anderen sind die Uhren-Werke-Dresden (UWD), Teil der Tempus Arte Gruppe von Ulrich L. Rohde unter dem Dach der Tempus Arte Gruppe ebenfalls mit im Boot. Letztere entwickelt und fertigt in einer hochmodernen Produktionsstätte Komponenten und natürlich auch komplette Uhrwerke, wie das 33 Millimeter große Handaufzugswerk in der „6200 Meisterbund I“ verdeutlicht.

Sinn Spezialuhren Porträt Lothar Schmidt

Lothar Schmidt, Inhaber von Sinn Spezialuhren

Sinn Spezialuhren 6200 Meisterbund I

Frontale Ansicht des Sinn Spezialuhren 6200 Meisterbund I

Sinn Spezialuhren 6200 Meiterbund I

  • Durchmesser 33 Millimeter
  • Savonnette-Bauweise mit kleiner Sekunde bei der „6“
  • „fliegend“ gelagertes Federhaus
  • 55 Stunden Gangautonomie
  • Unruh mit variablem Trägheitsmoment durch verdrehbare Masselots
  • frei schwingende Unruhspirale
  • Rücker mit Feinregulierung zur Einstellung des Anker-Abfalls für ein gleichmäßiges Laufen der Uhr
Handaufzugskaliber 6200 Meisterbund I

Das Handaufzugskaliber 6200 Meisterbund I

Made in Dresden

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag: Der Rädersatz stammt jedoch nicht vom Unitas Kaliber 6498. Die UWD haben das Kaliber nämlich komplett selbst aus der Taufe gehoben. Die Eta liefert ebenfalls kein einziges Teil zu. Und nicht zuletzt, auch konstruktiv haben die UWD keine Anleihen bei der Eta genommen. Oliver Giesenberg, Geschäftsführer der UWD über die Fakten zum Uhrwerk:

  • Fertigungstiefe mehr als 95 Prozent
  • nur Steine, Zugfeder und Unruhspirale werden zugekauft
  • im Vergleich zum Unitas/Eta 6498 besitzt dieses Kaliber eine Getriebekette mit anderer Verzahnung
  • Das Uhrwerk ist vorbereitet für Zentralsekunde, was sich beispielsweise daran erkennen lässt, dass das Minutenrad kleiner ausgeführt ist als das Kleinbodenrad
  • NIHS- und keine Eta-Verzahnung, Räder sechsschenklig ausgeführt
  • zum 6498 unterschiedliches Gesperr
  • speziell entwickelte Feinstellung für den Anker-Abfall
  • Sekundenstopp
  • neu konstruierte Hemmung mit anderen Sicherheitswinkeln
Leinfelder Elysium in Gold

Die goldene Leifelder Elysium Uhr

Neu und unbekannt ist das Uhrwerk freilich nicht. Leinfelder Uhren in München verbaut es derweil als UWD L-H01 in der „Elysium Classic“, deren Preis in Roségold bei 16.800 Euro liegt. Damit tritt das Uhrwerk auch in Konkurrenz zu vier ebenfalls großvolumigen Handaufzugskalibern in Savonnette-Bauweise mit kleiner Sekunde bei der „6“, übrigens allesamt aus sächsischen Gefilden.

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