Transparente Uhr aus künstlichem Saphir

Hublot Big Bang Integral Tourbillon Full Sapphire

Erstmals in der Armbanduhr-Geschichte offeriert Hublot eine Uhr, deren Gehäuse und Gliederband aus transparentem Saphir bestehen. Von der Hublot Big Bang Integral Tourbillon Full Sapphire wird es allerdings nur 30 Exemplare zum stolzen Stückpreis von 416.000 Euro geben. Alles über diese Uhr mit Durchblick.

Hart, kratzfest aber zerbrechlich

Neben Richard Mille gehört auch Hublot zu den Pionieren des transparenten, harten und kratzfesten, wegen der spröden Struktur aber auch zerbrechlichen Werkstoffs Saphir. Nicht korrekt ist im Zusammenhang, etwa mit der neuen Hublot Big Bang Integral Tourbillon Full Sapphire, übrigens die Verwendung des Begriffs Saphirglas.

Als Grundlage zur Herstellung dient natürliches Bauxit. In mehreren Schritten mutiert es zu feinstem Aluminiumoxid-Pulver, dessen mikroskopisch kleine Partikel weniger als 0,001 Millimeter Durchmesser betragen. Diese verschmelzen bei Temperaturen von mehr 2.050 Grad Celsi­us in einem Knallgasofen durch die Injektion von reinem Sauerstoff und Wasserstoff zu einer zähen Flüssigkeit. Der solcherart entstehende birnenförmige Körper aus künstlichem Saphir, fachsprachlich Boule genannt, bedarf allerdings einer allmählichen thermischen Stabilisierung.   

Eine noch glühende Saphir Boule

Wenn die Saphir Boule abgekühlt ist, lassen sich daraus Gläser oder Komponenten für Uhrengehäuse fertigen.

Herstellung der Saphhire Boule und Weiterverarbeitung zu Saphir-Gehäusen bei Hublot

 

Anschließend lässt sich das chemisch neutrale, nicht poröse und durch hohe mechanische Festigkeit gekennzeichnete Material zur Anfertigung von Uhrengläsern und Uhrengehäusen nutzen. Auf dem Weg dorthin stellt jedoch speziell die enorme Härte von mehr als 2.000 Vickersgraden eine große Herausforderung dar. Noch härter als Saphir sind nur einige Metallcarbide und natürlich auch ein Diamant. Letztgenannter bringt es auf 10.000 Vickers.

Gehäusepolitur der Gehäuse für das Hublot Modell der Big Bang Integral Full Sapphire

Bis das Saphirgehäuse der Hublot Big Bang Integral Full Sapphire, Referenz 455.JX.0120.JX in vollem Glanz erstrahlt, sind viele ausgeklügelte Arbeitsschritte nötig

Ohne ausgeklügelte Verfahrenstechnik unter Einsatz präziser Laser geht auch bei der Herstellung der Saphirschal der Hublot Big Bang Integral Tourbillon Full Sapphire gar nichts. Die zunächst zwangsläufig matte Oberfläche bedingt überdies mehrstufige Poliervorgänge mit Hilfe diamantbesetzter Schleifscheiben, Dia­mantpulver und anderen chemischen Substanzen wie beispielsweise Borkarbid. Schritt für Schritt entstehen dabei die intendierte Transparenz und Perfektion der für ein Gehäuse notwendigen Komponenten.

Fertigungsschritte für ein Gehäuse der Hublot Big Bang Full Sapphire

Schritt für Schritt zu den fertigen Komponenten für Gehäuse und Band der Hublot Big Bang Integral Full Sapphire

Saphir-Gliederband der Hublot Big Bang Integral Tourbillon Full Sapphire

Viel Aufwand steckt im Saphir-Gliederband der Hublot Big Bang Integral Tourbillon Full Sapphire

Hublot Big Bang Integral Tourbillon Full Sapphire

Während mittlerweile schon einige Marken Uhrengehäuse aus klarem oder eingefärbtem Saphir anbieten, hatte sich bishr noch niemand an ein passendes Gliederband gewagt. Diese bemerkenswerte Neuerung wagte nun Hublot mit der Saphir-Uhr Hublot Big Bang Integral Tourbillon Full Sapphire.

Hublot Big Bang Integral Tourbillon Full Sapphire

Hublot Big Bang Integral Full Sapphire, Referenz 455.JX.0120.JX, 416.000 Euro

Erstmals in der Geschichte des am Handgelenk getragenen Zeitmessers gesellt sich zur 42-Millimeter-Saphir-Schale auch ein durchsichtiges Armband aus poliertem Saphir. Bei der Faltschließe muss jedoch auch die innovationsfreudige Manufaktur passen. Sie besteht aus leichtem antiallergischem Titan.

Einzelteile des Saphir-Armbands der Hublot Full Sapphire

Das weltweit erste Saphir-Armband zerlegt in seine Teile gibt eine erste Idee, wie anspruchsvoll die Herstellung des Saphir-Armbands der Hublot Full Sapphire ist

In einem ersten Schritt entstehen insgesamt nur 30 Stück. Allesamt ausgestattete mit dem hauseigenen Kaliber HUB6035 mit Mikrorotor-Selbstaufzug. Für jedes Exemplar der aufwendigen Mechanik brauchen die Uhrmacher 243 Komponenten. Dabei dient anthrazitfarbenes Ruthenium zur Produktion der Platine, Saphir zu Fertigung der Brücken und Weißgold zur Herstellung der kleinen Schwungmasse. Der Federspeicher liefert Energie für 72 Stunden Gangautonomie.

Rückseite der Big Bang Integral Sapphire Tourbillon mit der Manufaktur-Automatik HUB6035

Rückseite des Hublot Big Bang Integral Sapphire Tourbillon mit der Manufaktur-Automatik HUB6035

Zur Kompensation der negativen Schwerkrafteinflüsse oszilliert die Unruh im filigranen Drehgestell bei 3 Hertz. Für strapazierende Tauchgänge eignet sich dieser Zeitmesser übrigens nicht. Die Widerstandsfähigkeit des durchsichtigen Gehäuses gegen den Druck des nassen Elements reicht lediglich bis zu drei bar, was für Händewaschen, aber nicht mehr reicht.

Wer den soviel Durchblick nebst Tourbillon an seinem Handgelenk spazieren tragen möchte, muss für die Referenz 455.JX.0120.JX-FD-HR-B unverbindliche 416.000 Euro aufwenden und versuchen eines der 30 Exemplare zu ergattern.

Das Einsetzen des Tourbillons im Kaliber HUB6035 der Hublot Big Bang Intergral Tourbillon Full Sapphire

Das Manufaktur-Automatikkaliber HUB6035mit demontiertem Tourbillon

Hublot Big Bang Integral Tourbillon Full Sapphire

Transparency International hätte daran ihre Freude - die Hublot Big Bang Integral Tourbillon Full Sapphire

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