Opulentes Zeit-Monument

Für Greubel Forsey ist dieses neue Zeit-Monument eine echte Premiere. Schließlich findet die Greubel Forsey GMT Sport erstmals mit einem sportlich gehaltenen Titan-Grad 5-Gehäuse ans Handgelenk. Gleichwohl ist sie wie geschaffen für die gegenwärtige Pandemie, welche selbst global tätige Top-Manager oder andere zahlungskräftige Kosmopoliten im Homeoffice oder dem Büro hält.
Einen unabhängig verstellbaren 12-Stunden-Stunden-Zeiger, der das Reisen über Zeitzonengrenzen hinaus beträchtlich erleichtert, besitzt diese Armbanduhr nämlich nicht. Den Verzicht begründen Robert Greubel und Stephen Forsey mit der Indikation von Halb- und Viertelstunden-Zeitzonen. Die gewählten Indikationen sollen primär beim Telefonieren und bei Videokonferenzen helfen.  

Ob man mit dem während der Watches & Wonders 2021 vorgestellten Newcomer aus La Chaux-de-Fonds auf Reisen geht, will ohnehin genau überlegt sein. Idealer Weise empfiehlt sich eine gute Versicherung für alle Eventualitäten. Mit Kautschukband werden für eines der insgesamt 33 Exemplare der GMT Sport beachtliche 520.000 Euro fällig. Wer das 45 Millimeter große, 17,8 Millimeter hoch bauende und bis zehn bar wasserdichte Sichtbodengehäuse mit einem dreireihigen Titanband am Handgelenk befestigen möchte, muss allein dafür weitere 44.000 Euro auf den Tisch des Händlers blättern.

Greubel Forsey GMT Sport

Was bekommt man nun für in jedem Fall mehr als eine halbe Million Euro? Zunächst einmal, wie bei Greubel Forsey gewohnt, eine hochkarätige und nach allen Regeln der Handwerkskunst finissierte Mechanik. Hinzu gesellt sich jede Menge fürs Auge. Besonders markant tritt die vom Nordpol aus betrachtete Erdkugel im linken unteren Quadranten der opulenten Zeit-Begleiterin in Erscheinung.

Zur Darstellung der beständig in westlicher Richtung wandernden Zeit dreht der kunstvoll gestaltete Globus kontinuierlich seine Kreise. Ein Umlauf dauert logischer Weise 24 Stunden. Dieses augenfällige Detail ist freilich nur ein Aspekt der komplexen dreidimensionalen Mechanik. Insgesamt bildet sie die Zeit in drei Zonen ab. Wie gesagt mit Hilfe der beiden beliebig einstellbaren Zentral-Zeiger auch in solchen Ecken der Erde, wo die Abweichung weniger als eine Stunde beträgt

Unabhängig in Stundenschritten lässt sich der pfeilförmige GMT-Zeiger mit Hilfe des links daneben liegenden Drückers bei „10“ bewegen. Der untere Drücker im linken Gehäuserand wirkt auf die Erdkugel ein. Wer beispielsweise in Tokio landet und die dortige Ortszeit im Zifferblatt-Zentrum ablesen möchte, muss allerdings beide Zeiger um sieben Stunden vorwärts drehen.

Greubel Forsey GMT Sport Titan Titan 03

Greubel Forsey GMT Sport Titan: Blick durch den Sichtboden auf die Zeitzonen-Indikation, repräsentiert durch Weltstädte

Durch den Saphirglas Sichtboden zeigt sich auch noch eine Scheibe mit den 24 Standard-Zeitzonen, repräsentiert durch entsprechend viele Metropolen. Bei der Gestaltung dieser Indikation hat die kleine aber feine Manufaktur auch an die allgemein gültige Universal Time Coordinated (UTC) sowie die da und dort praktizierte Sommerzeit gedacht.

435 Teile für die Zeit

Der aus 435 Komponenten assemblierte Mikrokosmos der Greubel Forsey GMT Sport mit manuellem Aufzug besitzt einen Durchmesser von 36,4 Millimeter. Seine Bauhöhe beträgt 11,55 Millimeter. Zwei koaxial angeordnete und seriell geschaltete Federhäuser gewährleisten rund 72 Stunden Gangautonomie. Den aktuell vorhandenen Energievorrat bringt ein weiterer Zeiger links neben der Krone zum Ausdruck. Konzentrisch zum GMT-Zeiger rotiert eine digitale Sekundenindikation.

Rechs oben kompensiert schließlich auch noch der aus 86 Teilen zusammengefügte, nur 0,39 Gramm leichte Drehgang die negativen Auswirkungen der Erdanziehungskraft. Bessere Wirkung soll die Neigung des Tourbillons um 25 Grad bewirken. Eine komplette Umdrehung des filigranen Gebildes dauert durchaus ungewöhnliche 24 Sekunden. Stündlich 21.600 Halbschwingungen vollziehen das gangregelnde Duo aus Schraubenunruh mit variabler Trägheit und Breguetspirale. Das entspricht einer Frequenz von drei Hertz.

Video der Greubel Forsey GMT Sport in Titan

Als Fazit erweist sich das Gebotene als echter Hingucker. Unabhängig davon, ob man es sich gerade zu Hause im Charles Eames Lounge Chair, am Pool eines Luxusressorts oder irgendwo hoch über den Wolken in der First-Class-Kabine eines Düsenjets bequem macht. Hauptsache der Kontostand stimmt.