Edle Zeitmesser von Moser&Cie., Cartier, Vacheron Constatin, Girard-Perregaux und Ressence
Fünf „auffallend“-schöne Zeitmesser

Ob im Taschenuhrenlook oder unkonventionell geformt: Bei diesen Armbanduhren schaut man nicht nur hin, wenn man die Zeit wissen will. Dezentes Wichtigtuen ist bei diesen Kalibern ein Muss – sorry.

Fünf „auffallend“-schöne Zeitmesser

Luxus-Zeitmesser im Taschenuhrenlook: Von der „Heritage Perpetual Moon“ von H. Moser & Cie wurden nur 30 Stück gefertigt.

Hommage an die Taschenuhr

Diese Uhr ist eine Seltenheit – nur  30 Stück hat H. Moser & Cie von der „Heritage Perpetual Moon“ angefertigt. „Heritage“ ist eine neue Uhrenlinie, die an das reiche Erbe der Traditionsmanufaktur aus Neuhausen bei Schaffhausen knüpft. Daher steht die Taschenuhr Pate für dieses Gehäuse. Das Mondphasen-Modell besticht durch ein strahlend weißes Emailzifferblatt, auf dem handgemalte römische Ziffern verewigt sind. Den ewigen Mond treibt das Handaufzugskaliber HMC 801 mit mindestens sieben Tagen Gangautonomie und austauschbarer Moser-Hemmung an. Und dieser ewige Mond geht auch eine Ewigkeit richtig. Erst nach 1.027Jahren liegt er um einen Tag daneben, wenn man CEO Edouard Meylan glauben darf.

Mit dem mit römischen Zahlen versehenen Emaillezifferblatt, erinnert die „Heritage Perpetual Moon“  von H. Moser & Cie an ihren Vorfahren, die Taschenuhr.

Edouard Meylan

CEO

Die Gangreserveanzeige zeigt sich durch den Sichtboden. Überdies besitzt die Uhr einen dezenten 24-Stunden-Zeiger im Zifferblattzentrum. Aus Weißgold lässt Moser das 42-Millimeter-Gehäuse fertigen, in seinen Flanken leuchtet blaues Email. Zu haben ist das Werk für 66.000 Schweizerfranken.

Die Uhr mit Ecken und Kanten

Cartier ist für nicht-runde Gehäuse bekannt. Mit der kissenförmigen „Drive“ setzte die Manufaktur diese Tradition 2016 fort. Eine Uhr, speziell für Männer – denn bei denen hat es das französische Unternehmen mit Uhren-Ateliers im Westschweizer Jura seit jeher schwer. Zum Genfer Uhrensalon 2017 erweiterte Cartier die „Drive“-Kollektion um ein Mondphasen-Modell. Grundlage für das neue Automatikkaliber 1904-LU MC aus eigener Manufaktur bildet das altbewährte, 25,6 Millimeter große Kaliber 1904 MC. Dieses hat neben seinem Rotoraufzug auch 48 Stunden Gangautonomie. Unter dem Zifferblatt befindet sich eine zusätzliche Kadratur zur Anzeige der Lichtphasen des Mondes. Und genau ist die allemal. Erst nach 122,6 Jahren muss die Indikation um einen Tag korrigiert werden.

Die Uhr ist mi Rotgold- oder Edelstahlschale für ca. 20.500 bzw. 7.700 Euro erhältlich. Ihre Dimensionen betragen 40 x 41 Millimeter.

Geht erst nach Jahrzehnten falsch

Auch das Kalendarium der neuen „Patrimony Ewiger Kalender“ von Vacheron Constantin ist für eine kleine Ewigkeit gemacht. Die Kadratur mit Datums-, Wochentags-, Monats- und Vier-Jahres-Anzeige ist technisch und uhrmacherisch altbekannt. Ihre Genauigkeit reicht bis ins Jahr 2100. Erst dann zeigt die Uhr fälschlicherweise den 29. Februar an.

Auch eine konventionelle Mondphasenindikation bietet diese Uhr, die nach etwas mehr als drei Jahren per Hand richtig gestellt werden muss. Das ultraflache Automatikkaliber 1120 QP, bestehend aus 276 Komponenten, hat sich ebenfalls bewährt. Es baut lediglich 4,05 Millimeter hoch, während sein Herz mit ungewöhnlichen 2,75 Hertz schlägt. Die Unruh vollzieht also jede Stunde 19.800 Halbschwingungen. Rund 40 Stunden lang kommt sie ohne Energienachschub aus.

Von vorne zeigt sich die Uhr mit einem schieferfarbenen Opalzifferblatt. Ein Rotgoldgehäuse mit 41 Millimetern Durchmesser und 8,9 Millimeter Gesamthöhe schützt das kostbare Rund.

Die Uhr hält einem Wasserdruck bis zu drei bar stand. Kein Wunder, dass sich dieses Werk, das in  einer Schatulle mit Beweger geliefert wird, mit der Genfer Punze schmücken darf.

 Weltweit pünktlich

Im schlichten runden „1966“-Look zeigt sich die WW.TC Mechanik von Girard-Perregaux. Die Abkürzung steht für World Wide Time Control, also ein Weltzeit-Dispositiv für die 24 Standard-Zeitzonen, die durch bekannte Orte repräsentiert werden.

Der Stundenring mit Tag-/Nacht-Unterscheidung dreht sich pro 24 Stunden einmal um 360 Grad. Gleichzeitig dreht sich bei der gewünschten Referenzstadt die Krone bei „9“ ganz schnell in Richtung „12“ dreht. Das gegenüber liegende Pendant dient zum Verstellen der zentralen Zeit-Zeiger. Die flache Manufaktur-Automatik GP03300-0022/0027 besitzt 46 Stunden Gangautonomie. Für 12.500 Euro kann man die 40 Millimeter große Stahl-Version mit Lederband erwerben.

Moderner Hingucker

Von Ressence – eine Kombination aus Renaissance und Essence – gibt es einen chronometrischen Zeitmesser der besonderen Art. Die Wiedergeburt der Essenz einer Uhr steht bei diesem Hersteller auf dem Programm. Und das ist in diesem Fall die Zeitanzeige, auf der beim Automatikmodell 12 „Squared“ der Fokus liegt. Die verbaute Mechanik verschwindet vollständig im stark gewölbten Gehäuse, auf dem sich die Stunden, Minuten und Sekunden sowie die Wochentage ablesen lassen. Den Antrieb für das patentierte ROCS 1 (Ressence Orbital Convex System 1) liefert ein modifiziertes Automatikkaliber 2824/2 mit einer Gangautonomie von 36 Stunden. Insgesamt 212 Komponenten und 27 spezielle Übersetzungen sind in dem extravaganten Einsteigermodell verbaut. Eine weitere Besonderheit der Uhr liegt in ihrer stark vereinfachten Zeigerstellung. Dazu befindet sich auf der Rückseite des 41-Millimeter-Stahlgehäuses ein hochklappbarer und damit sehr griffiger Bügel. Dieser ausgefallene Newcomer ist für 17.500 Euro zu haben.

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