Uhren mit Formgehäuse
Diese Cartiers laufen rund – trotz Ecken und Kanten

Er gilt als Vorreiter der Armbanduhr mit Formgehäuse – Louis Cartier. Während Taschenuhren bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausschließlich rund waren, entwarf der Designer für die ans Handgelenk geschnallte Uhr plötzlich neue geometrische Formen.

Diese Cartiers laufen rund – trotz Ecken und Kanten

Uhr mit Kultstatus: Die "Santos" von Cartier ist nur eine von vielen Uhren mit Formgehäuse aus dem Hause Cartier.

Die Oldtimer unter den Uhren

1904 schuf Cartier die „Santos“, die inzwischen 112 Jahre alt ist – und sich noch immer am Markt hält. Weltrekord! Die 1917 in Anlehnung an englische Kampfpanzer entworfene „Tank“ hält sich in diesem Ranking dicht dahinter. Weitere nicht-runde Klassiker aus dem Hause Cartier sind die „Tonneau“ von 1906 und die 1913 lancierte „Tortue“. Auch die Namen „Crash“, „Ellipse“, „Gondole“, „Square“, und „Cousin“ werden sofort mit der Traditionsmanufaktur in Verbindung gebracht.

Apropos Oldtimer: Uhren speziell für Autofahrer gibt es etwa seit 1910. Auch hier schuf Cartier in den 1930er Jahren mindestens ein Modell.

Für Männer mit „Drive“

2016 entwickelte Cartier eine neue nicht-runde Uhrenlinie. Die „Drive“ mit kissenförmiger Schale soll den Namen Cartier beim männlichen Geschlecht populärer machen. Denn da gibt es Aufholbedarf. Zu Beginn einer neuen Modell-Ära gibt es von der „Drive“ drei Versionen: Die Gehäuse sind jeweils in Stahl oder 18-karätigem Rotgold zu haben.

Cartier hat eher weibliche Kunden. Die „Drive“ mit kissenförmiger Schale soll das ändern.

Stählerner Einsteiger

Den Einstieg macht die stählerne „Drive“ mit dem hauseigenen Kaliber 1904-PS MC möglich. Das Uhrwerk misst 25,6 Millimeter Durchmessern. Hinzu kommen ein Fensterdatum, kleine Sekunde, Rotoraufzug und zwei Federhäusern mit ca. 48 Stunden Gangautonomie. Die Bauhöhe liegt bei vier Millimetern. 186 Bauteile benötigt ein Exemplar des mit vier Hertz tickenden Mikrokosmos. Das Gehäuse der schlichten „Drive de Cartier“ misst 40 x 41 Millimeter. Am Handgelenk trägt die Armbanduhr 11,25 Millimeter auf. Tauchen gehen kann man mit ihr auch, denn bis drei bar Druck hält die „Drive“ problemlos dicht.

Mehr Funktionen, nämlich eine zweite Zonenzeit mit Tag-/Nacht-Indikation und Großdatum, liefert die Referenz WSNM0005. In ihr ist das Automatikkaliber 1904-FU MC verbaut. Wer mit dieser Armbanduhr nach New York reist, muss bei der Ankunft die beiden zentralen Zeiger um sechs Stunden zurückdrehen. Einen unabhängig springenden Stundenzeiger gibt es hier nicht.

Turbulentes Top-Modell

An der Spitze der bis dato noch überschaubaren Kollektion steht ein „fliegendes“ Tourbillon mit dem vom Kaliber 9452 MC. Dieses wurde vom Roger Dubuis 09 abgeleitet.

Der Durchmesser des Handaufzugswerks mit ca. 50 Stunden Gangautonomie beträgt 24,9, Millimeter. Bei der gesamten Bauhöhe inklusive Drehgang kommt man auf 5,45 Millimeter. Den Mikrokosmos setzen die Uhrmacher aus dem Hause Cartier aus 142 Komponenten zusammen. 21.600 Halbschwingungen vollführt die Unruh stündlich in ihrem kleinen Käfig, was einer Frequenz von drei Hertz entspricht.

Das Top-Modell, die ausschließlich in Rotgold erhältliche „Drive“, trägt außerdem das „Genfer Siegel“. Damit wird nicht nur ihr Qualität, sondern auch eine Gangabweichung von maximal einer Minute pro Woche gewährleistet.

Trackbacks/Pingbacks

  1. Zeitmesser aus der Zwischenwelt | Uhrenkosmos - […] „Radiomir“ aus den späten 1930er Jahren. Doch die hornförmigen Bandanstößen ihrer kissenförmigen Schale gelten als Merkmale der späteren „Luminor…
  2. Vorschau SIHH 2019: Cartier präsentiert die Privé Tonneau - […] die Damen, zeigte dies einmal durch den Besitz überhaupt einer Armbanduhr. Sofern diese auch noch formal vom üblichen Rund…

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


CAPTCHA-Bild
Bild neu laden