Carl F. Bucherer Tourbillon

Carl F. Bucherer Manero Tourbillon Double Peripheral mit Außenlager

Den bisherigen Tourbillon-Entwicklungen kann das Schweizer Luxus-Uhrenhaus Carl F. Bucherer mit dem Carl F. Bucherer Manero Tourbillon Double Peripheral eine weitere Neuheit hinzufügen. Das Tourbillon dreht auf außen angebrachten Kugellagern. So funktioniert diese technische Innovation.

von | 27.06.2020

Fortschritt

Bevor es zu solch einer technologisch spannenden Entwicklung wie dem Carl F. Bucherer Manero Tourbillon Double Peripheral kam, mussten zunächst ein paar Hausaufgaben gemacht werden. So kam es, dass im Jahre 2005 Carl F. Bucherer zunächst die weit reichende Entscheidung zur Entwicklung eines eigenen Manufakturkalibers traf.

Das Konzept des Uhrwerks CFB A 1000 beinhaltete eine völlig andersartige Ausgestaltung des Selbstaufzugs durch eine peripher rotierende Schwungmasse. Die patentierte Rotorlagerung erfolgt beim mit Hilfe von DLC (diamond like carbon)-beschichtete Rollen. Ausgeklügelte Federarme bewirken ihre exakte Positionierung. Hinzu gesellt sich ferner eine dynamische Stoßsicherung, welche quasi in allen Lebenslagen wirkt. 2008 lancierte das in Luzern beheimatete Familienunternehmen Carl F. Bucherer die hauseigene Mechanik. Die im Laufe der folgenden Jahre entstandenen unterschiedlichen Uhrenmodellen haben alle den spezifischen Rotoraufzug mit dem daraus resultierenden Namen „Peripheral“ gemein.

Carl F. Bucherer Manero Tourbillon DoublePeripheral mit dem Blick durch das Tourbillon

Neues

Sozusagen einen Komparativ verkörpert die neueste Kreation, in der das wiederum selbst entwickelte Kaliber CFB T3000 tickt. Bei diesem tickenden Mikrokosmos treibt Carl F. Bucherer mit der Carl F. Bucherer Manero Tourbillon DoublePeripheral das periphere System auf die Spitze. Und zwar durch ein – gemäß gegenwärtigem Kenntnisstand – einzigartiges Tourbillon. Einen peripher, also außen gelagerten Käfig hat es in der mehr als zwei Jahrhunderte langen Tourbillon-Geschichte nämlich noch nicht gegeben.

Carl F. Bucherer Manero Tourbillon Double Peripheral

Carl F. Bucherer Manero Tourbillon DoublePeripheral Gehäuseboden

das Carl F. Bucherer Manero Tourbillon DoublePeripheral

Bekannt sind konventionell, sprich hinten und vorne gelagerte Drehgestelle. Solches ist auch bei Carl F. Bucherer zu haben. Die in den 1920-er Jahren vorgestellte Alternative ist das „fliegende Tourbillon“, sprich nur rückwärtig gelagerte Tourbillon. Beim Kaliber CFB T3000 beschreitet die Manufaktur eine Art Mittelweg. Durch die seitliche Lagerung scheint der Drehgang im Uhrwerk zu schweben. Er ist also von beiden Gehäuseseiten gleichermaßen gut wahrnehmbar. Möglich machen es drei peripher angeordnete Keramikkugellager. Sie halten den filigranen Käfig sicher und bewirken ausgesprochen reibungsarme Rotationen zum Ausgleich der schwerkraftbedingten Fehler.

Neuzeit repräsentieren auch Anker und Ankerrad. Sie bestehen aus Silizium, arbeiten wegen der glatten Oberfläche nahezu reibungsfrei und leisten auf diese Weise einen wesentlichen Beitrag zu den mindestens 65 Stunden Gangautonomie. Bester Beweis für einwandfreie Funktion und präzisen Gang ist das offizielle COSC-Chronometerzeugnis, welches jedes Carl F. Bucherer Manero Tourbillon DoublePeripheral begleitet.
Weil die Prüfung zwingend nach einem Sekundenzeiger verlangt, ist der Käfig des Minutentourbillons entsprechend gestaltet. Erhältlich ist die Innovation für 59.700 Euro mit einem 43 Millimeter großen, bis drei bar wasserdichten Gehäuse aus Roségold.

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