Wempe Uhr mit Gezeitenanzeige

Wempe Iron Walker Tide: Ebbe und Flut am Handgelenk

Mit der Wempe Iron Walker Tide besetzt der Juwelier Wempe eine Nische, denn die sportive Stahluhr lässt die Zeitspannen von Ebbe oder Flut ablesen. Das macht die Gezeitenuhr zum interessanten Instrument für Menschen mit Affinität zum Meer. Der Preis liegt bei und 3.000 Euro.

von | 13.08.2021

Von Ebbe zu Flut und zurück

Die Wempe Iron Walker Tide ist in ihrer Basisversion keine gänzlich Unbekannte. Das noch recht junge Modell der Hamburger Juwelierhauses Wempe war bereits Gegenstand differenzierter Betrachtungen über die technische Ausstattung und Gestaltung dieser attraktiven Stahluhr. Ebenso sind Uhren mit Tidenanzeige per se nichts gänzlich Neues. So hat etwa die Schaffhausener Uhrenmanufaktur IWC mit dem IWC Portugieser Yacht Club Moon & Tide ein ausgesprochen luxuriöses Modell einer Gezeitenuhr im Angebot. Allerdings bewegt sich dieses Yacht Club IWC mit einem Preis von 34.800 Euro in ganz anderen Sphären. Entsprechend interessant ist die Kombination der Vorzüge von Stahluhr und Gezeitenanzeige. 

Die sportlich-elegante Wempe Iron Walker Tide misst 42 Millimeter und verfügt über ein Stahlgehäuse mit Gliederband. Sie wendet sich mit ihrer Gezeitenanzeige u.a. an Segler, Hobby-Kapitäne, Schwimmer oder Wattwanderer. Diese müssen unterwegs am oder im Küstengewässer den Tidenwechsel mit auf- und ablandigen Strömungen sowie unterschiedlichen Wasserständen stets im Auge behalten. 

Für die Gestaltung des markant gestalteten Tiden-Drehrings holte sich Wempe den norddeutschen Künstler Friedrich-Karl Fäsing an Bord. Die von ihm entworfene Skalierung setzt auf der Tatsache, dass von einem Wasserhöchststand zum nächsten durchschnittlich 12 Stunden und 25 Minuten verstreichen. Folglich flottieren die Gezeiten mit 50 Minuten Versatz durch die Tage.

Verinnerlichen lässt sich dieser Zeittakt nicht. Schließlich bestimmen noch weitere küstenspezifische Faktoren den Tidenwechsel. Um die notwendige regionale Anpassung vornehmen zu können, benötigt es regionale Tidenkalender und -tabellen, in denen sich die Zeiten von Hoch- und Niedrigwasser nachschlagen lassen. Diese Tidentabellen braucht es, um den Wempe Iron Walker Tide exakt einstellen zu können. Ist das geschehen, liefert die Uhr die benötigten Informationen über das beständige Auf und Ab.

Einstellen und Ablesen leicht gemacht

Das Handling ist denkbar einfach, weil die Produktgestalter das Gehäuse der mit einem Red Dot ausgezeichneten Iron Walker Taucheruhr nutzen. Diese besitzt aus Sicherheitsgründen einen innenliegenden, mit Hilfe der Krone bei „2“ drehbaren Tauchzeit-Ring. Eben jener Ring erhielt für die Wempe Tidenuhr einen speziellen Aufdruck. Zum Ablesen der Gezeiten bewegt man die HT-Markierung (High Tide) per farblich unmissverständlich markierter Krone zu dem aus der Tabelle entnommenen Zeitpunkt des nächsten Wasserhöchststands. Anschließend weist der Stundenzeiger auf die aktuelle Gezeitenphase. Es lässt wissen, wie lange es bis zur Flut dauert und die Zeit danach erkennen. Nach Erreichen des Niedrigwasserstands (LT für Low Tide) stellt man den Ring bequem auf die kommende Flut ein.

Wempe Iron Walker Taucheruhr und rechts die Wempe Iron Walker Tide Gezeitenuhr

Beinahe Zwillinge: Wempe Iron Walker Taucheruhr (links) & Wempe Iron Walker Tidenuhr. Beide kosten rund 3.000 Euro.

Beide Kronen der Iron Walker Tide sind mit dem Gehäusekorpus verschraubt. Versehentliches Verstellen des Tiden-Drehrings ist dadurch ausgeschlossen. Weiterhin gewährleistet der Wempe Iron Walker Tide Widerstandsfähigkeit gegen den Druck des nassen Elements bis zu 30 bar, was 300 Meter Tauchtiefe entspricht. Ein in die Faltschließe des stählernen Gliederbands integriertes Verlängerungselement ist ein nützliches Element. Es gestattet zum Beispiel das Tragen der Uhr über einem Neoprenanzug. Die Super-LumiNova Ausstattung der Zeiger und Indizes wiederum gestatten sicheres Ablesen der Uhr auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen.

Wempe Iron Walker Tide

Ausgestattet ist diese Wempe Uhr mit einem 3,6 mm flachen, zuverlässigen und wegen der Herkunftsbezeichnung Glashütte mit hauseigener Feinregulierung versehenen Automatikwerk Kaliber Sellita SW300-1. Es zeigt die Stunden, Minuten, Sekunden und das Datum an. Die Gangautonomie nach Vollaufzug durch den beidseitig wirkenden Kugellagerrotor beträgt ungefähr 50 Stunden.

Vor der Lieferung muss jede Wempe Iron Walker Tide in der Glashütter Sternwarte während 15 Tagen die Deutsche Chronometerprüfung gemäß ISO 3159 bestehen. Das Zertifikat gibt es nur, wenn die mittlere tägliche Gangabweichung zwei und die größte fünf Sekunden nicht überschreitet.

Erhältlich ist der Iron Walker Tide ab August 2021 für ca. 3.000 Euro in in- und ausländischen allen Wempe Geschäften.

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