Watches and Wonders 2021 nur noch digital

Frühe Weichenstellung: Der Genfer Uhrensalon Watches and Wonders 2021 wird rein digital stattfinden

Die galoppierende Corona Epidemie lässt der Genfer Uhrenmesse Watches and Wonders wenig Spielraum. Nun richtet sie die Messe nur noch digital aus. Ein wichtiger Schritt, aber mit noch ungewissem Ausgang. Ist das bereits das Ende der Präsenzmessen?

eine frühzeitige Weichenstellung

Die digitale Revolution ist im Gange und Corona lässt grüßen. Anders kann man die Ankündigung nicht bewerten, dass das Ausstellerkommitee des Genfer Uhrensalons Watches and Wonders 2021 beschlossen hat, die vom 7. bis 13. April 2021 im Palexpo geplante Uhrenmesse nur noch digital stattfinden zu lassen. Statt opulenter Stände und Menschengedränge soll es stattdessen eine volldigitale Version geben. Ähnlich wie die Basler Uhrenmesse, neuerdings HourUniverse Basel genannt, spricht man von neuen digitalen Angeboten, innovativem Service und einem direkten Austausch mit dem Publikum.
Die Absage der Watches and Wonders 2021 Messe kommt nicht gänzlich überraschend, waren zum einen die bisherigen Erfahrungen mit der digitalen Umsetzung durchaus erfolgsversprechend. Zum anderen wurde die Westschweiz in besonderem Maße von der Corona-Epidemie erfasst und die Unsicherheit ist entsprechend groß.

Die Watches and Wonders verkündet diese Änderung selbstbewusst mit dem Hinweis, dass alle Teilnehmer digital präsentieren werden. Angesichts der doch recht unterschiedlich hoch einzuschätzenden digitalen Kompetenz der Hersteller wird es interessant zu sehen sein, ob es gelingt auch die kleinen Marken gut zu präsentieren. Hier wird die Genfer Uhrenmesse gefordert sein, die Streams und Chats am Laufen zu halten.

Möge der Bessere gewinnen

Ebenso stellt sich die Frage, inwiefern eine digitale Messe noch einen festen Termin wie den 7. Bis 13. April 2021 braucht. Das Web kennt für gewöhnlich keine Geschäftszeiten. Das ist aber nur ein Aspekt.
Interessant ist außerdem die Aussage der Genfer Uhrenmesse zu werten, dass sich die Messe durch die Schwächung der Uhrenmesse Basel und den markentechnisch noch verhaltenen Erfolg der Münchner Uhrenmesse Inhorgenta, die ja ihre Messe im Anschluss zu Basel vom 15. bis 19. April 2021 plante, als klare Nr. 1 der Uhrenindustrie sieht. Ob das die anderen beiden Player auch so sehen?

Fakt ist, die drei großen Uhrenmessen sind in ihrem Wettstreit um die beste digitale Plattform und etwaige verbleibende physische Messebesucher auf der Zielgeraden. Und da gewinnt gewöhnlich nur einer. Es kommen somit mit und ohne Corona spannenden Zeiten auf uns zu.

Watches and Wonders 2021

Die Uhrenmesse Genf nennt in ihrer digitalen Teilnehmerliste folgende Marken als Teilnehmer:
A. Lange & Söhne
Armin Strom
Arnold & Son
Baume & Mercier
Bovet
Cartier
Chanel
Chopard
Fabergé
Ferdinand Berthoud
Girard-Perregaux
Grönefeld
H. Moser & Cie.
Hermes
HYT
IWC
Jaeger-LeCoultre
Laurent Ferrier
MB & F
Montblanc
Panerai
Parmigiani
Patek Philippe
Piaget
Purnell
Rebellion Timepieces
Ressence
Rolex
Roger Dubuis
Rudis Sylva
Speak-Marin
Tudor
Ulysse Nardin
Vacheron Constantin

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