Warteliste versus Uhrenplattform

Warteliste? Warum? So manche Uhrenplattform ist eine echte Alternative!

Der Blick ins Schaufenster zeigt es deutlich. Viele Uhren sind nicht lieferbar und wenn nur mit jahrelanger Wartezeit. Onlineshops sind deshalb eine echte Option. Sie sollten bei einer Uhrenplattform allerdings auf ein breites gutes Angebot und die wesentlichen Qualitätskriterien achten.

DON’T CALL ME. I CALL YOU.

„Guten Tag. Mein Name ist Müller und ich möchte bei Ihnen eine Rolex Daytona kaufen. Wann kann ich sie abholen?“
Nun, man sollte meinen, dass die wirtschaftlichen Zeiten und die Wirren der Corona Krise dazu geführt haben, dass Juweliere tagelang die ehemaligen Wartelisten von Luxusuhren wie Rolex, Patek Philippe oder Audemars Piguet durchtelefonieren und darum bitten, dass die Kunden doch vorbeikommen mögen und den Juwelier von seinen großen Beständen erlösen.
Allein – das genaue Gegenteil ist der Fall. Ist der Juwelier höflich wird er bestenfalls antworten, dass ihn dieses Interesse freut. Wahrscheinlicher ist die Variante, dass er in einen spontanen Lachanfall ausbricht und ihnen entgegenprustet: „Ich auch!“

MANGELWARE

Wer es nicht glauben mag, muss in diesen Tagen nur bei den großen Juwelieren und Uhrenhändlern anrufen und wird feststellen, dass das ganz lange nichts wird mit der neuen Rolex Submariner. Auch der Blick in die Schaufenster der Juweliere offenbart eine Schaufenster-Gestaltung, die an ostdeutsche Städte vor der Maueröffnung erinnert. Mangel als Prinzip und unter den wenigen Rolex-Uhren steht unverkäufliches Muster. Wer es nicht glauben mag, braucht nur die Ordner der Vorbestellungen bestaunen, die dick und prall gefüllt darauf hinweisen, dass man wohl nicht der einzige Interessent ist. Entsprechend lang sind im Normalfall die Wartelisten für die angebeteten Luxus-Chronographen.

WARTELISTE

Man mag es drehen und wenden wie man will: Die Nachfrage ist größer als das Angebot und entsprechend lange scheint man auf das gewünschte Modell seiner Lieblingsmarke zu warten. Erschwerend kommt dazu, dass es durchaus Kunden gibt, die zwar Uhren bestellen, aber mit diesen Modellen nur einen schnellen Weiterverkauf im Sinn haben. Da Rolex seine Produktionskapazität bereits ausschöpft und ganz bewusst nicht mehr Modelle der Daytona, Submariner oder Yachtmaster produziert, kann das Angebot somit nicht exorbitant steigen. Patek Philippe wiederum könnte zwar mehr produzieren, hält glücklicherweise aber Luxus mit Masse nicht vereinbar und beschränkt sich darauf, die Qualität hoch und und die Ware knapp zu halten. Mehr als die kolportierten knapp 60.000 produzierten Patek Uhren stehen wohl in Zukunft nicht zur Verfügung, geschweige denn, dass man mit einem Modell Nautilus den Markt überschwemmen wird.
Gleiches gilt für viele Luxusmarken wie Audemars Piguet, Vacheron Constantin, Jaeger-LeCoultre, Cartier oder A. Lange & Söhne. Sie alle versuchen, ihre begehrtesten Modelle in gezügelter Form in den Markt zu geben.

PLATTFORMEN FÜR GEBRAUCHTE UHREN

Nun mit Tipps und Tricks aufzuwarten, wie man bei einem Juwelier durch sympathisches Auftreten oder das Tragen einer weiteren Rolex Uhr in der Warteliste nach vorne rutscht ist einfach nur albern. Ebenso sollte jedem Uhrenliebhaber klar sein, dass Juweliere lieber an Stammkunden verkaufen, es geschweige denn gerne sehen, wenn die frisch verkaufte Rolex drei Tage später bei ebay auftaucht. Dazu kommt, dass Juweliere es selbst nicht genau wissen, wann und wie viele der begehrten Uhrenmodelle sie im Laufe des Jahres erhalten werden.

Allein es stellt sich die Frage, warum sich so viele Uhrenkäufer und Uhrenliebhaber diesen Canossa-Gang antun. Schließlich gibt es in diesen digitalen Zeiten die Möglichkeit, gemütlich von zuhause aus in einem Qualitäts-Online-Store nach seinem Wunschmodell zu suchen. Schnell, transparent und übersichtlich lassen sich bei solch einem Shop Preise und Modelle vergleichen und so manches gute Angebot ergattern. Dazu kommt, dass die Breite und Fülle der angebotenen Modelle das Angebot der meisten Juweliere bei weitem übersteigt. Unangenehme Preisverhandlungen werden ebenfalls überflüssig, weil Preise klar und transparent vermittelt werden. Gegebenenfalls haben Sie auch die Möglichkeit, ihre Uhr dort zum Kauf anzubieten, denn ein echter Experte für Luxusuhren wird den Wert ihrer Uhr einschätzen können. Sie hingegen können den Erlös zum Kauf einer hochwertigen Uhr nutzen und sich so Stück für Stück zu ihrem Traummodell hochhangeln.

Es ist kein Wunder, dass die Anzahl der Uhrenshops im Web stark steigt, schließlich sind diese eine wertvolle Ergänzung zum bestehenden Uhrenhandel.  Wie bei einem guten Juwelier sollten sie jedoch auf verschiedenen Aspekte achten, denn nicht alle Uhrenshops sind gleich und das Angebot ist groß. Watchfinder, Watchmaster, Chrono24, Montredo, Chronext, aber auch Vintage Spezialisten wie Bachman&Scher und Meertz bis hin zu hochwertigen Versteigerungen eines Dr. Krott oder neuerdings Künker Watches buhlen um die Gunst des Käufers.

KRITERIEN FÜR EINEN GUTEN ONLINESHOP

Entsprechend gilt es auf einige Punkte zu achten. Wirft man zum Beispiel einen Blick auf eine seriöse Plattform wie Watchmaster erkennt man schnell, dass die Auswahl der Uhren wohl das wichtigste Kriterium darstellt, wenn es um tatsächliche Luxusuhren geht. Schließlich sucht man ja danach. Für einen eiligen User ist außerdem eine schnelle Sortiermöglichkeit hilfreich. Weitere Voraussetzungen für einen bedenkenlosen Kauf sind ein sicherer Bestellprozess und eine Garantie, dass es sich um keine Mariage oder Frankenwatch handelt. Entsprechend wichtig ist, dass die Uhr von einem Fachmann und geprüften Uhrmacher in Augenschein genommen wurde. Stimmen schließlich alle Faktoren, steht einem Kauf und einer schnellen, versicherten Lieferung nichts mehr im Weg.

Das Argument, das wohl für Uhrenliebhaber am meisten wiegt ist jedoch der Umstand, dass die Wunschuhr nicht mehr als Bestellakte in dicken Ordnern schlummert, sondern schnell und zu einem fairen angemessenen Preis an ihr Handgelenk findet. Denn in einem Onlineshop wie Watchmaster.com oder einigen anderen Uhrenshops können sie tatsächlich anrufen und sagen: „Guten Tag. Mein Name ist Müller und ich möchte bei Ihnen eine Rolex Daytona kaufen. Wann können sie sie mir schicken?“

Haben Sie Feedback zu unserem Artikel? Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar.

Noch mehr über luxuriöse Uhren

Doxa Uhren und die Geschichte der Uhrenmarke Doxa seit 1889

Liebhabern historischer Armbanduhren sind Doxa Uhren natürlich ein Begriff. Bis 1889 reicht die Geschichte dieser Schweizer Uhrenmarke zurück. Ihre Biographie enthält viele sammelnswerte Zeitmesser. In drei Teilen schildert der Uhrenkosmos den bewegten Lebenslauf des Unternehmens.

Doxa Geschichte 1 C Uhrenkosmos

Tudor Geschichte: Die Tudor Chronographen und das Heritage Design

Ab 1989 gehörten überfrachtete Zifferblätter bei den Tudor-Chronographen vorübergehend der Vergangenheit an. Das frühe 21. Jahrhundert hingegen war von einer gestalterischen Beliebigkeit. Mit dem Thema Heritage besann sich Tudor jedoch erfolgreich der guten alten Zeiten.

Die drei Tudorchronographen

All In! So stark setzte Hans Wilsdorf auf die Rolex Werbung

Nach dem Start der wasserdichten Rolex Oyster und des innovativen Rotor-Selbstaufzugs für Armbanduhren sowie der beispiellosen Chronometer-Initiative des Rolex Gründers Hans Wilsdorf, erfuhr die Marke Rolex in den 1930-er einen ungemeinen Aufschwung. Ein entscheidender Faktor war, dass der gebürtige Oberfranke ins Risiko ging und immense Beträge in die Werbung steckte.

Hans Wilsdorf Rolex Anzeigen C Uhrenkosmos

Die Venus von La Chaux de Fonds mit Vollkalender und Mondphase

Der Vintage Chronograph Venus der 50er Jahre glänzt mit Mondphase und Vollkalendarium. Die Uhr von Les Fils de Paul Schwarz-Etienne besticht durch ihre wohlklingende Namensgebung und feine technische Komplikationen. Uhr wie Marke haben eine spannenden Geschichte.

Die aufgesetzten Stundenindexe bestehen aus 18karätigem Gold

Cartier: Luxus-Uhren mit Ecken und Kanten

Er war ein Vorreiter der Armbanduhr mit Formgehäuse – Louis Cartier. Während Taschenuhren bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausschließlich rund waren, entwarf der Designer Luxus-Uhren fürs Handgelenk in neuen geometrischen Formen. Seine Entwürfe haben bis heute Bestand und lassen sich in Modellen wie Cartier Santos, Tank, Tonneau bestaunen. Auch die Linie Cartier Drive baut darauf auf.

Cartier Uhren mit Formgehäuse in Kissen- und Tonneauform

Kommentare zu diesem Beitrag

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.