Pepsi Tudor Black Bay GMT mit Manufaktur-Kaliber
Pepsi Tudor Black Bay GMT – ein Manufaktur-Kaliber für überschaubares Geld

1946 rief Hans Wilsdorf neben Rolex die Zweitmarke Tudor ins Leben. Nach langen Jahren im Schatten von Rolex hat Tudor an Image und Sexappeal gewonnen. Die neue Pepsi Tudor und ihre praktische GMT Zeitzonen-Funktion stehen dafür.

Pepsi Tudor Black Bay GMT – ein Manufaktur-Kaliber für überschaubares Geld

Dezenter Retrolook mit kosmopolitischem Flair

Wie im Großen, so im Kleinen

Von einer Begehrlichkeit, wie sie die Tudor Mutter Rolex mit der Pepsi Rolex seit Jahren erfährt, ist die Pepsi Tudor, korrekt gesagt das Modell Tudor Black Bay GMT noch etwas entfernt. Aber es geht aufwärts bei der 1946 ins Leben gerufenen Rolex-Tochter. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Tudor Pepsi mit interessanter Technik aufwarten kann. 
Wie schon die Tudor Heritage Black Bay Bronze in der blauen Bucherer-Edition verlangt auch die neue „Tudor Black Bay GMT“ ein vergleichsweise moderates Aufgeld, wenn sie sofort am Handgelenk landen soll. Und das macht sie noch attraktiver.

Zur Geschichte und zum Namen von Tudor an dieser Stelle nur so viel:

Nicht zuletzt auch wegen seiner anglophilen Mentalität dürfte Hans Wilsdorf Gefallen am wohl klingenden Namen „Tudor” gefallen haben. Immerhin repräsentiert er ein englisches Königsgeschlecht, das von 1495 bis 1603 regierte. Bis er darüber gebieten konnte, zogen aber einige Jahre durch die britischen Lande. Am 13. Dezember 1906 hatte der Genfer Schmuckhändler Isaac Blumenthal für „Tudor“ markenrechtlichen Schutz erhalten. Ab 1926 geboten Philippe Hüther, Colombier, sowie dessen Witwe samt ihrer Uhrenmarke „Veuve de Philippe Hüther“ über den Namen. Allerdings steckte hinter letztgenannter Initiative bereits Hans Wilsdorf. 1936 besaß er die Markenrechte höchstpersönlich.

Die nächste Oyster

Wiederum zehn Jahre später, am 6. März 1946 gründete der Patron in Genf die „Montres Tudor SA“. Im Folgejahr gelangte die „Tudor Oyster“ auf den Markt. Erste Anzeigen finden sich ab 1948. Die Vorstellung der „Oyster Prince“ ging 1952 über die Bühne. Zum Beweis ihrer Zuverlässigkeit schickte das Marketinggenie noch im gleichen Jahr 30 Exemplare als Begleiter wissenschaftlicher Expeditionen der britischen Royal Navy ins eisige Grönland. Eine schriftliche Erklärung zur Philosophie seiner Zweitmarke blieb Hans Wilsdorf nicht schuldig. Darin stand zu lesen, dass er über viele Jahre hinweg Möglichkeiten der Fabrikation einer Uhr studiert habe, welche seine Konzessionäre den Damen und Herren zu einem günstigeren Preis als die Rolex Zeitmesser anbieten könnten. Zur Wahrung des gebotenen Abstands basierte die Produktstrategie auf einer Synthese aus Vorhandenem, also den bewährten Oyster-Gehäusen, und zugekauften Uhrwerken beispielsweise von Eta. Taucheruhren und Chronographen wie die Black Bay GMT gehören bei Tudor traditionsgemäß zum guten Ton.

Der Weg zur eigenen Tudor-Manufaktur

Ein erster Anlauf zu exklusiven Automatikkalibern war Anfang des 21. Jahrhunderts zu verzeichnen. Allerdings stellte die Leistung des gemeinsam mit externen Partner entwickelten Automatikkalibers T 8000 für Damenuhren und die größeren Pendants T 8008 (kleine Sekunde) und T 8050 (Zentralsekunde) nicht zufrieden.

Das neue Kaliber für die neue Uhr

Von deutlich mehr Erfolg gekrönt ist die Gegenwart und insbesondere die Pepsi Tudor Black Bay GMT. Zur Baselworld 2015 debütierten die hauseigenen Automatikkaliber MT 5612 und MT5621. Der Unterschied besteht in einer Gangreserveanzeige in letztgenanntem Uhrwerk. Der Rotor des 33,8 Millimeter großen und 6,5 Millimeter hohen Manufakturwerks spannt die Zugfeder in beiden Drehrichtungen.

Wie beim Kaliber 3255 der Rolex-Mutter beträgt die Gangautonomie nach Vollaufzug ungefähr 70 Stunden. Auch die Unruh oszilliert vergleihbar mit variablem Trägheitsmoment unter einer stabilen Brücke. Im Verbund mit einer vollkommen amagnetischen Silizium-Unruhspirale vollzieht sie stündlich 28.800 Halbschwingungen. Die amtliche Präzisionsprüfung obliegt der COSC. Puristisch, will heißen nur mit drei Zeigern treten die 2016 vorgestellten Ausführungen MT5601 und MT5602 Erscheinung.

Tudor Black Bay GMT

Der Komparativ heißt MT5652 und gehorcht bestens bewährten Rolex-Prinzipien, sprich der Maxime, zuverlässige Basiswerke mit hilfreichen Zusatzfunktionen auszustatten. In diesem Sinne besticht das durchdachte Zeitzonen-Dispositiv der Pepsi Tudor Black Bay GMT durch jene unkomplizierte Handhabung, welche auch das Rolex Kaliber 3285 auszeichnet. Während des Flugs in eine ferne Zeitzone lässt sich der weiße, für die Ortszeit zuständige GMT 12-Stunden-Zeiger mit Hilfe der halb gezogenen Krone schrittweise vor- oder rückwärts verstellen. Sofern die Kalender am Ankunftsort ein anderes Datum zeigen, ändert sich selbstverständlich auch die Zahl im Zifferblattausschnitt bei „3“.

Im Gegensatz zu Rolex lässt Tudor seinen Kunden beim Armband allerdings die Wahl. Neben einer Version mit sehr massiven und entsprechend schweren dreireihigen Edelstahl-Gliederband, welche 3.620 Euro kostet, ist die Tudor Black Bay GMT für 3.330 Euro auch mit Lederband „Terra di Siena“ oder schwarzem Textilband erhältlich.

 Hier geht es zum dritten Teil des Vergleichs Rolex Pepsi versus Tudor Pepsi.

 

Rolex-Tudor - Fortsetzung folgt

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