Bronze-Taucheruhr Oris Divers Sixty-Five Carl Brashear

Oris Divers Sixty-Five Carl Brashear Taucheruhr: Eine Reminiszenz in Bronze

Eintauchen in die Vergangenheit? Möglich macht das die 2018er Neuauflage der legendären Taucheruhr. Die Schweizer Uhrenmanufaktur erinnert mit der Armbanduhr aus Bronze an den US-Taucher Carl Brashear.

von | 26.04.2018

Carl Maxie Brashear gilt in Amerika als echter Held und zu seinen Ehren wurde die Bronze-Taucheruhr Oris Divers Sixty-Five Carl Brashear aufgelegt. 1948 trat der 17-Jährige in die Navy ein. Seiner Beharrlichkeit ist es zu verdanken, dass er trotz massiver Diskriminierung wegen seiner dunklen Hautfarbe 1954 die Ausbildung zum Marinetaucher erfolgreich absolvierte. Ab 1964 durfte sich Carl Brashear sogar „First Class Diver“ nennen. Doch zwei Jahre später verlor er beim Bergen einer Bombe seinen Unterschenkel. Was ihn aber nicht davon abhielt, seine Karriere nach einer langen und ehrgeizigen Reha fortzusetzen. 1968 verblüffte Carl Brashear die Öffentlichkeit als erster zertifizierter Taucher mit Glied-Amputation. Die Ernennung des ersten Afroamerikaners zum „Dive Master“ erfolgte 1970.

Vorbild für einen Hollywood-Blockbuster

Als hoch dekorierter Marinetaucher im Rang eines „Master Chief Petty Officer“ trat Carl Bashear 1979 in den offiziellen Ruhestand. Doch Tauchen blieb seine Passion. Er arbeitete weiter als Tauchexperte und Berater, z. B. für den Film „Men of Honor“ von George Tillman Jr.. Darin spielt Cuba Gooding junior den Taucher und Robert De Niro seinen Ausbilder Chief Sunday. Am 25. Juli 2006 verstarb Carl Brashear im Alter von 75 Jahren. Sein Lebensmotto lautete

“It’snot a sin to get knocked down, it’s a sin to stay down”.

Zu Deutsch: „Es ist keine Sünde niedergeschlagen zu werden. Aber es ist eine Sünde, liegen zu bleiben.“ Die Erinnerung an ihn halten der Film, eine Stiftung, das Carl Brashear Veteran Center und die Uhrenmanufaktur Oris wach.

Eine limitierte Taucheruhr aus Bronze

2016 brachte die traditionsreiche Schweizer Uhrenmanufaktur Oris ihre erste Bronze-Armbanduhr auf den Markt. Das ein wenig martialisch anmutende Gehäusematerial Bronze diente in den 1950ern zur Herstellung druckfester Taucherhelme. Damals besuchte auch Carl Bashear die Diving & Salvage School der U.S. Navy. Das Vorbild für die limitierte Taucheruhr geht auf das Jahr 1965 zurück. Deshalb trägt das Modell den Namen Oris Divers Sixty-Five, und war sofort ausverkauft. Wer Glück hatte und eines der 2.000 Exemplare ergatterte, darf sich glücklich schätzen. Denn im Laufe der Zeit hat es nicht nur eine schöne Patina angenommen, sondern auch einen Wertzuwachs erfahren.

Bei diesem Erfolg hätte es nahe gelegen, die gleiche Uhr z.B. mit einem andersfarbigen Zifferblatt neu aufzulegen. Dieses Vorgehen passt jedoch nicht zur Philosophie von Oris. Dennoch gab es für Fans eine zweite Chance.

Die 2018er-Edition ziert ein Taucherhelm

In Gegenwart von Phillip, dem Sohn des berühmten Tauchers, lancierte Oris die 2018-er Edition der Bronze-Taucheruhr Oris Divers Sixty-Five Carl BrashearWieder limitiert auf 2.000 Exemplare. Die 43 Millimeter große Bronzeschale mit einseitig rastender Tauchzeit-Drehlünette schützt einen Automatik-Chronographen bis zu zehn bar Wasserdruck. Der Stahlboden zeigt einen Tauchhelm, welcher vom Lebensmotto des Namenspaten umrandet ist. Dahinter tickt das brandneue, auf dem Sellita SW510 basierende Oris Kaliber 771. Dieses beeindruckt mit 30 Millimeter Durchmesser, 7,9 Millimeter Bauhöhe, einseitig wirkendem Rotoraufzug, ca. 48 Stunden Gangautonomie, Kulissenschaltung, Schwingtrieb-Kupplung und 30-Minuten-Zähler bei „3“. Das blaue Zifferblatt trägt Super-LumiNova-Indexe. Mit dieser Leuchtmasse sind auch die Zeiger und der Merkpfeil am Glasrand ausgestattet.

Bronze-Taucheruhr Oris Divers Sixty-Five Carl Brashear

Das Vintage-inspirierte Schmuckstück kommt natürlich nicht einfach so zum Kunden. Oris liefert die Divers Sixty-Five in einem edlen Holz-Etui und einer zusätzlichen Edelstahl-Schließe. Der limitierte Newcomer war im Fachhandel für rund 2.700 Euro zu haben. Ein Teil dieses Betrags ging an die Carl Brashear-Stiftung. Mittlerweile ist die Uhr längst ausverkauft und nur noch  gegen Aufpreis am Second Hand-Markt zu haben.

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