Longines Fliegerchronographen

Warum die Uhrenmarke Longines mit Modellen wie der Longines Avigation BigEye Titanium Pilotenuhr heute zu den größten und erfolgreichsten Uhren-Brands weltweit gehört, ist nicht schwer zu erklären. Die Marke bietet ein breites gänginges Spektrum von sportlich-eleganten Modellen zu einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis an. Dass man mit ETA über einen erfolgreichen konzerneigenen Ebauche-Rohwerkproduzenten verfügt, ist nun auch kein Nachteil.
Mindestens ebenso wichtig ist jedoch der Umstand, dass Longines früh erkannt hat, dass man durch die reiche Longines Geschichte über eine Vielzahl von attraktiven Modellen aus der Vergangenheit verfügt. Entsprechend konsequent ist man dabei, das Potential der Vintage Modelle in der Longines Heritage Linie im Markt zu heben. Auch wenn nicht jedes neu aufgelegte Modell reüssiert, so sind die meisten der Modelle doch sehr erfolgreich unterwegs. Deshalb sind die über 180 Jahre Longines Geschichte keine Bürde, sondern ein Kapital mit dem die Swatch Gruppe wuchern kann. 

Longines Historie

Zu diesem reichen Erbe von Longines, bzw. einer Reihe von Modellen der Longines Heritage Linie gehört auch die Longines Avigation BigEye. Ihre Ursprünge gehen auf die 1930er Jahre zurück. Allerdings ist der genaue Ursprung der ersten Longines Avigation BigEye nicht gänzlich geklärt. Dies muss der Attraktivität und dem Erfolg des Chronographen jedoch keinen Abbruch tun und Longines lancierte den ersten Heritage Avigation BigEye Chronographen bereits 2017. Dieser kam bei Händlern wie Kunden gut an, insbesondere der große, namensgebende „BigEye“ Minutenzähler war ein geschätztes, gefällig-markantes Erkennungssignal dieser Pilotenuhr. 

LONGINES AVIGATION BIGEYE TITAN

Auf diesen Zuspruch hofft auch die neue Variante der Longines Avigation BigEye aufbauen. Dieses Modell der Heritage Serie hat allerdings kein Stahlgehäuse, sondern bietet stattdessen ein Uhrengehäuse aus Titan. Die Vorteile dieser Titangehäuseschale sind einleuchtend,um nicht zu sagen gewichtig. Das geringere Gewicht und die höhere Unempfindlichkeit gegen Kratzer und Schrammen machen die Uhr leichter zu tragen. Für den sportlichen Chronographen spricht auch sein moderater Gehäusedurchmesser von 41 mm und die Bauhöhe von 14,5 mm.

Optisch fällt auf, dass auf die bei Longines-Fliegeruhren typische große Krone verzichtet wurde. Dies liegt zum einen am historischen Vorbild. Zum anderen wurden Krone und Stopper in alten Zeiten deshalb so groß ausgelegt, weil man sie selbst in Handschuhen bedienen konnte. Diese Erklärung überzeugt heute natürlich nicht mehr, seit sich in Flugzeugen die Kabinenheizung eindeutig durchgesetzt hat.
Beim vorliegenden Design geht es somit um eine sportliche Optik und einen maskulinen Look – und dieser gefällt. Denn die Kombination von glatten und gebürsteten Oberflächen, sowie die geriffelte Lünette mit dem entspiegelten Saphirglas stehen durchaus für die robuste Sportlichkeit einer Fliegeruhr.

Weil Piloten ja fliegen und nicht schwimmen sollen, hat man den Titan-Gehäuseboden allerdings nur für eine Wasserdichtigkeit von 3 bar, also theoretischen 30 Meter ausgestattet. In der Praxis bedeuten diese 30 Meter einen rudimentären Schutz gegen Wasser, jedoch keine Eignung zum Schwimmen. Dies unterstreicht das historische Flugzeug, dass auf dem Boden der Pilotenuhr abgebildet ist. Es macht die Uhr attraktiv und ist ein Hinweis auf die reiche Longines Fliegeruhren-Historie.

Weiterentwicklung

Gleichzeitig soll das Modell Longines Avigation BigEye Titanium kein Klon des historischen Vorbilds sein. Entsprechend hat man die Uhr optisch überarbeitet und neue Akzente gesetzt. Das petrolblaue Zifferblatt mit den sandgestrahlten Zeigern hat eine körnige Struktur und eine nach außen hin dunkler werdende Farbigkeit. Die Totalisatoren hingegen sind in ihrer dunklen Optik erhalten geblieben und kontrastieren angenehm zum Zifferblatt. Positiv hervorzuheben ist auch die lang andauernde, gute Ablesbarkeit der Leuchtziffern und Leuchtzeiger im Dunkeln.

Bekannter ist hingegen das Uhrwerk der Longines Avigation BigEye Titan. Denn unter dem verschraubten Gehäuseboden befindet sich das bei Longines Kaliber L688 genannte ETA Kaliber A08.L01. Durch die überarbeitete Werkarchitektur und die bei 4 Hz arbeitende Silizium-Unruhspirale verfügt es über eine höhere Präzision und eine längere Gangreserve von 54 Stunden. Wie es sich für echte Fliegeruhren gehört, bietet die Avigation BigEye außerdem einen erhöhten Schutz gegen Magnetfelder – was sich auch auf Erden positiv bemerkbar macht. 

Die Titan Avigation BigEye wird mit einem Lederarmband und einer Titan-Dornschließe ausgeliefert und ist unter der Kennzeichnung Longines Avigation BigEye Titanium Blue Dial (Ref. L2.816.1.93.2) mit einer auf 5 Jahre verlängerten Garantie für gut 3.210 Euro im Fachhandel und im Onlinestore erhältlich.