Premium Marken auf Inhorgenta

Czapek & Cie. und Parmigiani Fleurier: Die Chronographen geben sich die Ehre

Im kleinen aber feinen Salon Suisse, umringt von schöner Photographie zeigten Czapek & Cie. und Parmigiani Fleurier ihre Armband-Chronographen. In beiden Modellen ticken Automatikkaliber von Vaucher.

Stopper mit böhmischen Wurzeln

Wahrhaft luxuriös ging es im Salon Suisse der Inhorgenta 2020 zu. Zu den drei Ausstellern gehörte auch Czapek & Cie.

Der böhmische Uhrmacher Franciszek Czapek nannte sich später François 

Bekanntlich geht die Marke zurück auf Franciszek Czapek. Im Jahr 1839 hatte er zusammen mit Norbert Antoine de Patek die Firma Patek & Czapek gegründet. Nach der Trennung von Patek im Jahr 1845 beschritt der böhmische Uhrmacher eigene Wege.

Zum Verkauf seiner hochwertigen chronometrischen Produkte eröffnete er 1850 in der polnischen Stadt Krakau ein drittes Ladengeschäft. Weil dieses im vorstädtischen Bereich lag, heißt die Chronographenlinie der mittlerweile wiederbelebten Marke „Faubourg de Cracovie“.

Aus dem Feuer kommt das Email-Zifferblatt des Czapek „Faubourg de Cracovie“ Chronograph, Modell  „Tao“ 

Das Angebot von Czapek umfasst verschiedene Modelle mit einem 41,4 Millimeter großem, bis fünf bar druckdichtem Sichtboden-Stahlgehäuse. An das 19. Jahrhundert erinnert beim Modell „Tao“ ein bombiertes Emailzifferblatt von Donzé in Le Locle. Die davor drehenden Zeiger steuert das COSC-zertifizierte Automatikkaliber SXH3 an.

Das Automatikkaliber SXH3 im Czapek „Faubourg de Cracovie„-Chronographen ctammt von Vaucher

Konkret handelt es sich dabei um das Kaliber 362 der Vaucher Manufaktur in Fleurier. Weil seine Unruh mit fünf Hertz oszilliert, sind dadurch Zehntelsekunden-Stoppungen möglich. Die beiden Totalisatoren reichen bis 30 Minuten und zwölf Stunden. Durch ein Fenster bei „6“ zeigt sich klassisch das Datum.
Inklusive COSC-Zertifikat und drei Jahren Garantie kostet der auf 18 Exemplare limitierte Czapek Faubourg de Cracovie Chronographen-Stopper circa 30.500 Euro.

Aus der Vaucher Manufacture in Fleurier stammen die in den Armband-Chronographen von Czapek und Parmigiani verbauten Automatikwerke

Ein Chronograph aus dem Val de Travers

Auch bei Parmigiani Fleurier gewannen Chronographen in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung. Zu den besonders signifikanten Repräsentanten dieser Spezies Armbanduhr gehört der langgestreckte „Kalpagraphe“. Durch seine Optik mit den markanten Bandanstößen hat dieses Modell neben des hochwertigen Technik überdies einen besonders hohen Wiedererkennungswert.

Mit leichtem Titangehäuse: Parmigiani Fleurier „Kalpagraphe

Neu ist eine leichte Titan-Variante. Von oben nach unten misst das ausdruckstarke Sichtboden-Gehäuse stolze 48 Millimeter.

Beeindruckendes Profil: der Parmigiani Fleurier „Kalpagraphe“ Titan

Im Gegensatz zur Schale besitzt das darin verbaute Automatikwerk mit einseitig aufziehendem Platinrotor und 65 Stunden Gangautonomie eine runde Gestalt. Uhrmacher montieren das PF362 aus 332 sorgfältig finissierten Komponenten.
Zu den Merkmalen gehören Schaltradsteuerung für die zeitschreibenden Funktionen, Vertikalkupplung sowie zwei in waagrechter Linie angeordnete Totalisatoren, welche bis 30 Minuten und zwölf Stunden reichen. Pro Stunde vollzieht die Unruh bei 5 Hertz schnelle 36.000 Halbschwingungen. Folglich stoppt dieser unlimitiert verfügbare Chronograph auf die Zehntelsekunde genau. 

Stammt von der Schwester Vaucher: das Automatikkaliber PF362 im Parmigiani Fleurier Titan-„Kalpagraphe

Zu haben ist dieser Luxus-Armband-Chronometer mit COSC-zertifiziertem Innenleben für rund 38.300 Euro.

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