Tiefseetaugliche Taucheruhren von Omega

Ultra: Omega Seamaster Planet Ocean 6000 Ultra Deep

Omega legt eine Edition von ultrarobusten und tiefseetauglichen Taucheruhren auf. Die Omega Seamaster Planet Ocean 6000 M Ultra Deep werden mit einer Wasserdichtigkeit von bis zu 6000 Metern angegeben. Entsprechend wuchtig, aber optisch durchaus gefällig kommen die Modelle daher. Wie haben uns die Zeitmesser für die Bewohner der Unterwelt einmal angesehen.

von | 10.03.2022

Ganz tief unten

​Offenbar baut auch Omega für rauere Zeiten vor. Denn mit dem Modell Omega Seamaster Planet Ocean 6000 M Ultra Deep hat Omega im Jahr 2022 eine Uhr vorgelegt, die wirklich hart im Nehmen ist. Ausgangspunkt waren zwei sonderangefertigte Omega Planet Ocean Modelle, die im Zuge eines experimentellen Tauchgangs an der Außenseite eines U-Boots der The Five Deeps Expedition montiert wurden. Anschließend wurden die Uhren in einem 12-stündigen Tauchgang  den Widrigkeiten und dem Druck einer Tauchtiefe von 10.935 Meter ausgesetzt. Laut Omega, die tiefste Wassertiefe, die eine Uhr jemals unbeschadet überstanden hat.

Allerdings waren die Modelle in ihrer Form und Größe wirklich experimentell und nicht tragbar. Entsprechend wurden die „zivilen“ Modelle der nun vorgestellten Seamaster Planet Ocean Deep 6000 Reihe auf eine verminderte Tiefenresistenz von 6.000 Metern reduziert.
Gleichwohl sind die Uhren mit einer stattlichen Gehäusedicke von 18,22 mm und einer Gehäusegröße von 45,5 mm weit davon entfern, mal eben unter die Hemdmanschette zu schlüpfen. Stattdessen sind die Planet Ocean Deep 6000 Taucheruhren ein klares Statement und dürfen ruhig gesehen werden.

Omega Seamaster Planet Ocean 6000

Mit dieser Ultra Deep Version der bisherigen Seamaster Planet Ocean Taucheruhrmodelle gibt Omega ein echtes Statement ab. Denn sind bereits die 42 mm Modelle der Omega Seamaster Diver 300 M dank Tauchskala, Keramiklünette, Super-LumiNova Leuchtmasse und Heliumventil ausgewachsene Taucheruhren sind, so zeigen die vier Stahlmodelle aus O-MegaSteel, bzw. die Titan-Version auch jedem Tauchunkundigen dank ihres Umfangs und der Bauhöhe, dass bei dieser Uhr in puncto Robustheit und Stabilität keine Kompromisse gemacht wurden. Entsprechend verfügen die Uhren auch nicht über die bei softeren Versionen geschätzten Saphirglasböden, sondern zeigen auf ihren verschraubten Stahlböden das Seamaster-typische Seepferdchen.

Der ein oder andere mag sich nun fragen, warum die Omega Seamaster Ultra Deep Modelle über kein Heliumventil verfügen. Hier kommt die theoretische Tauchtiefe ins Spiel. Denn ein solches Ventil würde bei Tauchtiefen von mehreren hundert Metern unweigerlich zum Eindringen von Wasser führen. Entsprechend sind diese Extremmodelle komplett gasdicht konstruiert.

Seamaster Planet Ocean 6000 M Design

Da die große Mehrheit der Taucher kaum jemals Tauchtiefen jenseits der 50 Meter Wassertiefe aktiv ansteuert ist klar, dass der Lifestyle-Aspekt dieser Extrem-Taucheruhren von nicht geringer Wichtigkeit ist. Entsprechend hat sich Omega bei der Gestaltung der Uhren ausnehmend viel Mühe gegeben und für ein, abgesehen von der beachtlichen Größe der Uhren, attraktives Design gesorgt.
So gibt es neben einem eher klassischen Zifferblatt in Weiß und Dunkelgrau weitere Modelle in fuméfarbenem Braunund Blautönen. Hierzu kontrastieren die Keramik-Lünetten in den Farben Blau, Schwarz, Grau oder Orange. Von diesen Modellen am unauffälligsten ist die Titan-Variante mit grauem Zifferblatt und mattschwarzer Lünette.

​CO‑AXIAL MASTER CHRONOMETER

Auch wenn das Gehäuse der Seamaster Planet Ocean 6000 M Ultra Deep verschlossener ist als jede Auster heißt dies ja nicht, dass sich Inneren des massiven Gehäuseblocks unscheinbare Technik verbirgt. Ganz im Gegenteil setzt die wichtigste Marke der Swatch-Gruppe auf das ausgezeichnete, Chronometer-geprüfte Co-Axial Master Kaliber 8912. Das Automatik-Werk Uhrwerk mit Co-Axial Hemmung bietet dank zweier, hintereinander eingebauter Federhäuser mit beidseitigem Aufzug eine gute Gangautonomie von bis zu 60 Stunden.

Zu den Vorzügen des Kalibers gehört weiterhin die freie, bei 3,5 Hz, also einer Frequenz von 25.200 Halbschwingungen pro Stunde arbeitende Unruh-Spiralfeder aus Silizium und die für problemlose Tauchgänge nicht unwichtige magnetische Abschirmung von bis zu 15.000 Gauß. Die Genauigkeit des Kalibers wird über eine METAS Master Chronometer Zertifizierung garantiert.

​Omega Seamaster Planet Ocean Armbänder

Zunächst ist festzuhalten, dass Omega je nach persönlicher Vorliebe entweder stabile Nato-Armbänder aus Polyamid, Kautschuk oder O-MegaSteel anbietet. Dabei wurden die Stahlbänder für einen höheren Tragekomfort weiterentwickelt. Statt der langen Schließen früherer Modelle setzt Omega nun auf eine kompaktere Variante mit abgeschrägten und polierten Kanten. Für den Tragekomfort und eine leichte Adaption der Armbandlängen sorgt dabei die Schnellverstellung der Bandlänge in der Schließe.

​Omega Seamaster Planet Ocean 6000 M Ultra Deep Preis

Entsprechend der gewählten Variante variieren die Preise für diese extreme Taucheruhr. Wählt man ein Modell mit Stahlgehäuse und Kautschuk-Band kostet ein Planet Ocean 6000 M 11.700 Euro. Entschließt man sich hingegen für eine Variante mit Stahlband so beträgt der Preis für diese Modelle 12.000 Euro. 800 Euro mehr, also 12.800 Euro muss auf den Tisch legen, wer sich für die Titanvariante mit Nato-Band entscheidet. Für diesen höheren Betrag kann der Uhrenliebhaber die bizepsschonenden Vorzüge des deutlich geringeren Gewichts des Titan-Gehäuses genießen. Unabhängig vom Preis legt sich der Uhrenliebhaber angesichts der ausnehmend robusten Uhr wohl ein Stück für die Ewigkeit an. Da darf es eben auch etwas mehr kosten. 

​Omega Seamaster Planet Ocean 6000 M Ultra Deep 

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