Hublot All Black

„Was soll dieser Unsinn?“ war noch einer der gelinden Kommentare, als die ersten Modelle der Hublot All Black vorgestellt wurden. Dabei war solch design- und klangtechnisch außergewöhnliches Modell wie die Hublot Classic Fusion Tourbillon Cathedral Minute Repeater Carbon Lang Lang noch nicht mal geboren
Beirren ließ sich der gleichermaßen charismatische wie erfolgreiche und visionäre Firmenlenker Jean-Claude Biver dadurch nicht. „Zum ersten Mal kam mir der All Black Gedanke noch zu der Zeit, als ich bei Blancpain arbeitete. Damals beklagte sich ein Kunde über die mangelnde Ganggenauigkeit seiner Uhr. Ich sagte ihm, dass er mit der Uhr ein Stück Ewigkeit gekauft habe. Ein Kunstwerk mit Seele – aber kein Instrument, um davon die Zeit abzulesen. Mit der ganz großen Präzision hat die mechanische Uhr ohnehin nichts zu tun.“ Außerdem: „Wer kauft schon eine Luxusuhr zum Ablesen er Zeit?“

Dass Jean-Claude Biver mit seinen Vorstellungen einmal mehr recht hatte, beweist zum einen das zehnjährige Jubiläum der Hublot All Black im Jahr 2016. Beleg für die Richtigkeit sind auch die zahlreichen Nachahmer, welche die Idee und das Konzept aufgegriffen und auf ihre Weise umgesetzt haben.
Dabei ist die Idee der Hublot All Black Philosophie Hublot eine ganz einfache: Schwarze Gegenstände absorbieren sämtliche Lichtwellen und reflektieren keinerlei Licht. Auf diese Weise entsteht eine Dualität von sichtbar und unsichtbar.

Italiens Jet-Set schwärmt

Beistand bekam Jean-Claude Biver allerdings auch vom Fiat-Erben und Design-Guru Lapo Elkann. 

Die Hublot All Black ist zu einer echten Uhrenikone geworden: ihre Schönheit, ihr Stil, ihr innovatives Konzept. Als ganz schwarze Uhr ist sie weniger praktisch, aber dieses Detail wird durch ihre ausgeprägte zeitlose Eleganz mehr als wettgemacht.
Lapo Elkann

Chinesische Krise? Nicht mit Lang Lang

Seitdem sind zehn Jahre Hublot All Black ins Land gegangen. An zwei neueren Modellen dieser Linie hat der chinesische Star-Pianist Lang Lang sogar tatkräftig mitgewirkt.  Sein breites Repertoire hat Lang Lang, 34, viele Auszeichnungen eingetragen. „Ungefähr 20 Stunden davon kann ich ohne Noten aus dem Kopf bestreiten.“ Und das nicht nur klassisch. Gerockt hat der international anerkannte Pianist auch schon mit der Kultband Metallica. Mit privaten, teilweise spontan improvisierten Konzerten, zuletzt am Peak hoch über Hongkong hat er sich in die Herzen vieler Zeit-Genossen gespielt. Dass eine musikalische Armbanduhr für ihn das höchste der Gefühle ist, kann sehr gut zu verstehen.

Hublot Classic Fusion Tourbillon Cathedral Minute Repeater Carbon Lang Lang oder Der Ton macht die Musik

Aber kommen wir zum neuen ultrakomplizierten Modell der Hublot Classic Fusion Tourbillon Cathedral Minute Repeater Carbon Lang Lang. Diese Uhr sucht gleichermaßen durch Form, Gestalt und Klang ihren Träger wie ihr Umfeld zu beeindrucken. Am beeindruckendsten geschieht dies wohl durch die außerordentliche Klangfülle des in ein leichtes Karbongehäuse eingebauten Manufakturkaliber HUB8001 mit Minutenrepetition. Die weithin vernehmbaren Töne erzeugen dabei zwei kleine Hämmer, die gegen sorgfältig gestimmte Tonfedern schlagen. Letztere sind etwa eineinhalb mal so lang wie die üblichen Tonfedern und verlangen deshalb ein besonderes Knowhow, damit sie nicht gegeneinander stoßen und so das akustische Erlebnis stören können. Völlig zurecht gewann diese Armbanduhr 2014 den „Grand Prix d’Horlogerie de Genève (GPHG)” in der Kategorie „Schlagwerksuhren“. Denn  die komplexe Kaliberkonstruktion besteht aus nicht weniger als 427 Komponenten bei einer erstaunlichen Gangautonomie von 85 Stunden, Zu den anspruchsvollen Komplikationen gehört übrigens auch ein filigranes Tourbillon.

Die mit der besonderen Note

Seinen Markenbotschafter Lang Lang ehrt Hublot durch insgesamt acht Exemplare der natürlich weitgehend schwarzen Hublot Classic Fusion Tourbillon Cathedral Minute Repeater Carbon Lang Lang. Neben den beiden charakteristischen „Noten“ auf der Vorderseite bei „12“ kennzeichnet ein Lang Schriftzug auf jedem der beiden Schlagwerkshämmer die besondere Edition. Begeistert zeigt sich der Geehrte durch die Leichtigkeit des chronometrischen Seins. „Mit dieser Uhr am Handgelenk kann ich problemlos ein Klavierkonzert von Rachmaninoff geben.“ Schwieriger wird es allenfalls beim Wiederholen des episch langen Namens der Uhr. 

Insgesamt 88 Stück produziert Hublot von der der weniger aufwendigen Hublot Classic Fusion Ceramic Ultra-Thin Lang Lang ohne Tourbillon und Minutenrepetition. Ihr Reiz liegt in der schwarzen Farbgebung und der flachen Bauweise. Sie baut lediglich 8,15 mm hoch und weist ein 45 mm großes Keramik-Gehäuse mit Goldschrauben und -krone auf. Es birgt das durchbrochen ausgeführte Handaufzugskaliber HUB1302 mit 90 Stunden Gangautonomie und kleiner Sekunde bei „7“. Auch hier findet sich für die Anhänger der Uhr oder des Pianisten auf dem schwarzen Lack-Zifferblatt die Signatur von Lang Lang. Womit endgültig klar wäre, das die Idee der Hublot All Black unverändert ihren Reiz hat.