Die Geburtsstunde des Breitling Navitimer 8 schlug im Jahr 1938. Denn in diesem Jahr rief Willy Breitling im gleichnamigen Familienunternehmen die Abteilung „Huit Aviation“ ins Leben rief. Diese sollte sich in erster Linie spezielle Breitling Zeitmesser für die Luftfahrt entwickeln. Der Enkel des Firmengründers wusste nämlich sehr genau, auf was zum Beispiel die Royal Air Force in diesen schwierigen Zeiten bei einer Pilotenuhr Wert legte: Es ging um Robustheit, Zuverlässigkeit und unmissverständliche Ablesbarkeit wie optimale Bedien-Ergonomie ihrer Instrumente. Musste in diesen Tagen von den Piloten noch von Hand Kurse und Flugzeiten berechnet werden. 

“Huit“, zu Deutsch acht, resultierte aus der damals üblichen acht Tagen Gangautonomie der Chronographen-Uhren an Bord. Das Augenmerk galt freilich weniger der gestalterischen Seite, vielmehr waren die technischen Aspekten dominant. Temperaturschwankungen, Vibrationen, Be- und Entschleunigung mit dem Mehrfachen des Eigengewichts, Schocks sowie permanente Lageveränderungen mussten bei der Konstruktion der Breitling 8 Chronographen angemessen berücksichtigt werden. Daher erhielten die Mitarbeiter der neuen Abteilung jedes Material und jede Unterstützung, die sie zur Erledigung ihrer schwierigen Aufgabe brauchten.

Breitling Navitimer 8

Der Erfolg der Navitimer Uhren ließ nicht lange auf sich warten, denn die Qualität und Robustheit des Breitling Navitimer 8 sprach sich schnell herum. Selbst das Britische Luftfahrtministerium orderte im Jahr 1939 nach genauer vorheriger Absprache des gewünschten Chronographen ausgesprochen viele Bordchronographen für die Flugzeuge der Air Force, darunter auch das legendäre Spitfire-Jagdflugzeug.

An diese fliegerische Tradition knüpft auch der neue Breitling Navitimer Super 8 an. Die fast schon monumentale Gestalt orientiert sich an einer Stoppuhr, die bei Breitling als Referenz 637 Geschichte geschrieben hat. Sie wurde während des Zweiten Weltkriegs militärisch genutzt und ob ihrer Präzision unter anderem von Bombenschützen verwendet, die sich das Instrument um den Oberschenkel schnallten. Nicht zuletzt deshalb befand sich das Bedienelement dauf der linken Gehäuseseite.

LEUCHTAUSSTATTUNG AN BORD

Bei der Breitling Navitimer Super 8 handelt es sich natürlich um eine ausgesprochen friedfertige Angelegenheit, eher gedacht für Zeit-Genossen, die lediglich einen markanten Auftritt am Handgelenk schätzen. Das eigentliche Titan- oder Edelstahlgehäuse des Newcomers misst nicht weniger als 46 Millimeter. Mit beidseitig drehbarer Lünette sind es sogar noch vier Millimeter mehr.
Hilfreich ist in diesem Zusammenhang der Merkpfeil, der den Träger auf simple Weise beim Umgang mit kurzen Zeitintervallen unterstützt. Zu diesem Zweck positioniert man die Lünette ganz einfach in entsprechendem Abstand vor oder nach einem der Leuchtzeiger. Super-LumiNova Leuchtausstattung ist ebenso an Bord wie ein militärisch inspiriertes Armband im NATO-Stil.

COSC Zertifikat

Beim Innenleben mit beidseitig agierendem Rotor-Selbstaufzug kommt die Kooperation mit Tudor zum Tragen. Das Breitling Kaliber B20 mit rund 70 Stunden Gangautonomie basiert auf dem MT 5612 der Rolex-Tochter. Über die Präzision der mit vier Hertz tickenden Mechanik wacht die offizielle Schweizer Chronometerkontrolle COSC. Lediglich beim Umgang mit dem nassen Element ist etwas Vorsicht geboten: Wasserdicht ist die Breitling Navitimer Super 8 nur bis zu einem Druck von drei Bar.