to do's und not to do's Hemd

Stilratgeber Hemd: Darauf sollten Sie achten, um nicht modisch unterzugehen!

Das klassische Herrenhemd passt zur Uhr. Nur - nicht alles was die Bezeichnung Herrenhemd trägt, verdient es als solches bezeichnet zu werden. Die kleine Stilkunde im Uhrenkosmos Stilratgeber Hemd mit prominenten Beispielen wie es richtig geht nebst passenden Uhr. Und merken Sie sich die Farben blau und weiß!

von | 13.07.2022

In unserem Stilratgeber Hemd wollen wir es kurz und knapp auf den Punkt bringen, worauf beim klassischen Herrenhemd zu achten ist. Sollten Sie sich nun fragen, warum wir im Uhrenkosmos über Herrenhemden schreiben? Ganz einfach. Das klassisches Herrenhemd ist der ideale Begleiter für eine schöne mechanische Uhr.
Womit wir aber schon beim Thema wären. Lesen Sie bitte genau: Ein klassisches Herrenhemd. Womit wir schon zum Ausdruck bringen wollen, dass zwischen einem hochwertigen Herrenhemd und einem auf dem Oberkörper getragenen wärmenden Stück Stoff grosse Unterschiede bestehen. Klären wir also dieses Missverständnis auf und sprechen wir kurz darüber, was ein hochwertiges Herrenhemd ausmacht.

Der mit wichtigste Punkt unseres Stilratgebers ist das Material. Ein qualitativ hochwertiges Herrenhemd besteht aus Baumwolle. Und zwar zu 100%. Aus Kunststoff ist allenfalls die Verpackung. In einem heißen Sommer ist auch Seide oder Leinen möglich. Sprechen wir jedoch über einen eher formalen Anlass besteht das Hemd aus Baumwolle. Sollten Sie bei diesem Wort Baumwolle auch nur für einen kurzen Moment an das Wort „bügelfrei“ denken, empfehlen wir Ihnen zu Ihrem bügelfreien Hemd passend das Tragen einer chinesischen Quarzuhr und als Fahrzeug einen tiefergelegten 3er BMW mit Frontspoiler, goldfarbenen Autofelgen und Auspuff-Aufsatz.

Knöpfe

Von hoher Bedeutung in unserem Hemden Guide sind die Knöpfe. Diese sind im Regelfall aus Perlmutt. Sind sie es nicht, sollten sie aus einem hochwertigem Kunstoff bestehen, der aber nicht versucht, wie Perlmutt auszusehen. Das geht nämlich meist schief.

Die Knopflöcher sind sauber gefasst und die Knöpfe sind über Kreuz genäht. Sind diese in zwei geraden Reihen vernäht, empfiehlen wir Ihnen, bei der nächsten Reise gleich das Nähzeug einzupacken. Weil die Wahrscheinlichkeit, dass sich einige Knöpfe in die Unabhängigkeit verabschieden, sehr hoch ist. Gute Hemden werden übrigens stets mit Ersatzknöpfen ausgeliefert. Viele hochwertigen Hersteller liefern Ihnen als Service auch Knöpfe nach, aber das wissen Sie ja sicher.

Bei der Gelegenheit ist zu erwähnen, dass Knöpfe farblich nicht zur Farbe des Hemdes kontrastieren. Also schwarze oder gar bunte Knöpfe zu weißen Hemden? Nein. Nicht gut. Das tragen höchsten Fraktionsmitglieder des SPD. Aber die tragen auch im Sommer Lederschuhe mit Gummisohlen. Aber schweifen wir nicht ab. Halten wir lieber fest, dass sich Knöpfe der Hemdfarbe anzupassen haben.

Und für diejenigen, die bisher glaubten, dass viereckige Knöpfe oder sonstige Wildwuchsformen ein Hemd kreativ machen, haben wir einen einfachen Vorschlag parat: Knöpfe abschneiden, passende runde Knöpfe aussuchen, annähen, fertig. Wir erzählen es nicht weiter und Sie können diesen Stil Faux pas im Freundeskreis als Jugensünde abtun.

Manschettenknöpfe? Ja oder Nein?

Womit wir bei der durchaus konstroversen Frage wären, ob und wann Manschettenknöpfe zu tragen sind. Das bleibt wirklich Ihnen überlassen. Anzug mit Hemd und Manschettenknöpfen? Super. Jeans und weißes Hemd mit Manschettenknöpfen als Blickfang? Klasse. Es gibt viele Möglichkeiten der Kombination.

Einzige Bedingung unseres Hemdenguides –  denken Sie nicht einmal im Schlaf daran, dick und fett Ihre Initialen auf die Manschette einzusticken. Das hat da, sollten Sie keine zweite Karriere als Gebraucht-Automobilverkäufer starten wollen, nichts verloren und ist nur peinlich. Wenn unbedingt nötig, dann kommen die Initialen auf die linke Seite des Hemdes. Knapp 10 cm über dem Bund und soweit nach außen versetzt, dass die Initialen selbst bei leicht geöffnetem Sakko nicht zu sehen sind. Hier gilt – je dezenter, desto besser.

Stilratgeber Hemd

Womit wir beim letzten Punkt dieser kleinen Hemden-Exkursion wären – der Hemdfarbe. Klassische, schöne Hemden sind weiß oder blau. Vielleicht auch rosa – gerade im angelsächsischen Raum durchaus tragbar. Für lässigere Anlässe können sie auch schwarz sein. Aber sie sind nicht grün und nicht gelb oder noch schlimmer beige. Glauben Sie uns und unserem Stilratgeber Hemd, wenn wir Ihnen unter Eid versichern: Ein beiges Hemd tragen Sie allenfalls in der Sahara Wüste, in einer polnischen Kolchose oder in einer deutschen Amtsstube. Womit auch alle sonstigen Applikationen, Farbdrucke oder bunte Farbspiele mit inbegriffen sind. Lassen Sie es sein und verzichten Sie weiterhin auf alle farbige Abnäher, Innenmanschetten in bunt.

Heißt das, dass Sie nun all Ihre violafarbenen oder Genscher-gelben Hemden gleich wegwerfen muüssen? Ganz im Gegenteil. Heben Sie sie auf, lagern Sie sie ein. Vielleicht steht ja in den nächsten Jahren ein Besuch in der Karibik, beim Mardi Gras in New Orleans oder dem Kölner Rosenmontag-Umzug an. Dann ist der richtige Moment gekommen und Sie können Ihre bunte Textilwelt an der frischen Luft ausführen. Aber bitte nur dann. Ansonsten bleiben Sie einfach bei blau oder weiß. Gerne im Wechsel. Punkt.

Nebenbei gesagt haben diese zwei Farben überdies den Vorteil dass sie sich in Kombination mit mechanischen Armbanduhren bestens machen. Beide Farben passen perfekt zu Uhren mit Stahlgehäuse, Bronzegehäuse, Karbongehäusen oder auch Uhren aus Gelb- und Roségold.  

Roger Federer in Hemd und Anzug Bild Facebook GQ

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Blaken Rolex Oyster Daytona am Handgelenk

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Der kleine Extra-Tipp unseres Hemden Styleguide

Achten Sie beim Neukauf eines weißen Hemdes auf einen hochwertigen, dichtgewebten Baumwollstoff. Abgesehen vom besseren Tragekomfort bieten solch hochwertige weiße Baumwollhemden die Möglichkeit, die Hemden bei 90 Grad zu waschen.
Auch wenn viele Waschmittelhersteller phantastische Waschergebnisse bei Niedrigtemperaturen versprechen, sollten Sie Ihre weißen Hemden in regelmäßigem Abstand bei 90 Grad waschen. Sie werden feststellen, dass so gewaschene Hemden länger strahlend weiß bleiben – und so perfekt zu ihrem hochwertigen Zeitmesser passen.

Robert Lewandowski Patek Philippe Nautilus

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Angelus Chronodato Anzeige und Vintage Chronograph von

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Kommentare zu diesem Beitrag

4 Kommentare

  1. Nette Idee ueber Hemden als passenden Rahmen fuer eine schoene Uhr zu schreiben!

    Monogramme kommen aus der Zeit als am Hof saemtliche Waesche von den Waescherinnern in riesigen Zubern zusammen gewaschen wurde und das Monogramm erleichterte das Zuordnen dann danach. Heute sind Monogramme nur noch peinlich. Genauso wie ein demonstrativ offen gelassener Knopf am Sakko-Aermel, denn beides kann man sich fuer weniger als 20 Euro nachtraeglich machen lassen und man erreicht damit nur das andere einen mitleidig belaecheln.

    Umschlag-Manschetten haben immer mehr Klasse, vor allem wenn die Knoepfe aussergewoehnlich sind.

    Hemden mit kurzem Aermel sollten gesetzlich verboten sein.

    Kragen sollten eine Hoehe von mindestens 4.5 cm hinten in der Mitte gemessen haben und das Einsetzen von Kragenstaebchen ermoeglichen.

    In Neapel werden die Knoepfe absichtlich mit einem Stich befestigt, wo der Faden von einem Loch strahlenfoermig in die drei anderen geht.

    Passen muss ein Hemd auch, denn das schoenste Hemd sieht belaemmert aus, wenn es nicht richtig passt. Kragen und/oder Schultern zu weit, Aermel zu lang, etc…

    Und dann ist auch die Pflege wichtig zu wissen: Die chemische Reinigung zerstoert Hemden und Knoepfe in kurzer Zeit, daher also NUR in der Waschmaschine waschen, wie schon geschrieben. Einige empfehlen sogar ein Hemd umgedreht zu waschen damit es mehr geschont wird…

    Ein zeitsparender Tipp den ich vor langem lernte: Wenn man fast totsicher ist, dass man ein Hemd nur unter einem Sakko o.ae. traegt, dann reicht es wenn man nur Kragen, Manschetten und Brust buegelt…

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    • Wolfgang Winter

      Danke für diese korrekten Ergänzungen – diesen Ausführungen kann ich nur zustimmen….
      Allenfalls mit dem Teilbügeln hadere ich noch mit mir, den ein komplett gebügeltes Hemd anzuziehen, ist einfach eine Freunde!
      🙂

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  2. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ganz kann ich dem Vorschlag nicht folgen, es sind doch einige Stilbrüche ersichtlich:
    1. Nur wer sich wie James Bond selbst im Smoking prügelt, darf zum Smoking auch eine Taucheruhr anziehen. Ansonsten gilt: Je festlicher der Anlass und je feierlicher die Etikette, desto dezenter und weniger sportlich sollte die Uhr sein.
    2. Im Anzug sieht R. Federer gut aus, aber auf dem rechten Foto zu Anzugschuhen keine Strümpfe zu tragen, ist ein Stilbruch erster Güte – das reißt auch keine noch so teure Rolex mehr heraus.
    3. Weiße und blaue Hemden entsprechen der Business-Uniform, aber sind in ihrer Häufung schlicht langweilig. Dazu ein Anzug, aber keine Krawatte? Früher mussten Delinquenten auf dem Weg zum Schafott den gestärkten Kragen ablegen…
    4. Elegante Varianten bieten Uhren mit Lederarmband: Passend zum hellbraunen Anzug, braunen Schuhen und braunem Ledergürtel eine Rot- oder Gelbgolduhr mit braunem Lederband oder passend zum dunkelgrauen Anzug mit passendem schwarzem Ledergürtel und Schuhen eine Weißgolduhr mit schwarzem Lederband – eine stilsichere Variation. Auch Stahluhren oder Titanuhren lassen sich so kombinieren, d.h. zum Ledergürtel mit Stahlschließe die Stahluhr und zum Ledergürtel mit gebürsteter Stahlschließe z.B. eine Titanuhr – warum nicht?
    5. Für blaue, grüne oder rote Uhren, insbesondere Sportuhren, bleibt der Freizeitbereich.
    6. Die Uhr sollte nicht auch zu groß sein und keine scharfen Kanten aufweisen, damit sie erstens unter die Hemdmanschette passt und zweitens sie nicht von innen aufreibt. 36-40 mm dürften reichen, alles Größere fällt eher aus dem Ärmel und drückt dann die Manschette nach oben.

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    • Wolfgang Winter

      Vielen Dank für diese Kommentare.
      1. Sie haben natürlich absolut Recht mit dem Hinweis, dass Smoking und Taucheruhren sich widersprechen.
      2. Was die fehlenden Socken zum Anzug betrifft, kann man zwar über den Zeitgeist schimpfen, aber derlei Stilbrüche sind laut aktueller Mode eben erlaubt, bzw. würde man einem Gentlemen wie Roger Federer doch fast jeden kleinen Stilbruch erlauben.
      3. Was die Hemdenfarben betrifft, möchte man ja keinen zum stereotypen Tragen von rein blauen und rein weißen Hemden verdonnern. Dafür gibt es ja Muster, Webstoffe, Schnitte etc. Überdies lässt sich mit und ohne Krawatte eine Vielzahl von Variationen schaffen. Aber bitte keine Hemden in Farben, die eindeutig paarungsbereiten Männchen des Tierreichs zuzuordnen sind.
      4. Jawoll. Sie geben hier den Takt vor.
      5. Im Falle Ihrer Zuordnung der Farben blau, grün oder rot gebe ich Ihnen Recht – und widerspreche gleichzeitig.
      Eine feuerrote Hublot Big Bang ist Freizeit und Nightlife. Schmähen Sie mir jedoch bitte nicht farbigen Uhrenmodelle von kleinen feinen Marken wie etwas H. Moser & Cie. oder Kari Voutilainen.
      Und, ganz unter uns, ich würde auch ohne Selbstzweifel zum grauen Anzug italienischen Zuschnitts ein weißes Hemd und eine Patek Philippe Nautilus mit grünem Zifferblatt tragen. Wenn da nicht das kleine Bezugsproblem mit der grünen Nautilus wäre.
      6. Yes. Genau so ist es!
      Mit herzlichen Grüßen und bleiben Sie uns als Leser gewogen
      Wolfgang Winter

      Antworten

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