Die „GTM-Master“ sorgt für pünktliche Ankunft auf dem Mond

Wenn Piloten der “Rolex GMT Master” vertrauen, warum dann nicht auch gleich Astronauten. Und so kam es,  dass etliche Apollo-Astronauten, darunter John Leonard Swigert ihre Zeit privat einer „GMT-Master“ anvertrauten. 72 Stunden vor dem Apollo-13-Start musste „Jack“ als Mitglied der Ersatzmannschaft für den erkrankten Thomas K. Mattingly einspringen. In der Hosentasche nahm er seine eigene Armbanduhr mit ins All. Nach den sattsam bekannten Problemen „hinter dem Mond“ und der der glücklichen Rückkehr zur Erde bedankte er sich 1970 schriftlich bei Rolex, dass ihn seine Armbanduhr „immer pünktlich sein“ ließ.

Die Pepsi-Lünette kommt wieder

Natürlich war die Erfolgsgeschichte rund um die Rolex „GMT-Master II“ noch lange nicht zu Ende geschrieben. Im Rahmen der Baselworld 2013 präsentierte Rolex endlich eine neue Version der „Oyster Perpetual GMT-Master II“ mit 40 Millimeter großem Stahlgehäuse. Die Besonderheit der Drehlünette: ein zweifarbiges Inlay aus kratzfestem und korrosionsbeständigem Cerachrom. Zur Unterscheidung zwischen Tag- und Nachtstunden verwendete Rolex die Farben Blau und Schwarz. Die Herstellung des einteiligen kratzfesten Keramikrings erfolgt in Genf. Durch ein ausgeklügeltes PVD-Verfahren (Physical Vapour Deposition) erhält die gravierte 24-Stunden-Graduierung einen feinen Platinüberzug. Der so genannte „Pepsi“-Glasrand kehrte 2014 in der weißgoldenen Referenz 116719BLRO zurück. Nachdem vor allem diese blau-rote Farbkombination seit Jahrzehnten hoch im Kurs steht, sehnten Rolex-Fans auch eine stählerne GMT-Master mit dieser Cerachrom-Lünette herbei. Doch sie mussten Geduld zeigen.

Auf der Baselworld 2018 werden Träume wahr

Dass die Träume Realität werden könnten, war im Vorfeld der Baselworld 2018 mehrfach zu hören. Und nun ist sie tatsächlich da, die 40 Millimeter große, bis zehn bar wasserdichte Oystersteel-Referenz 126710 BLRO. Im Edelstahlgehäuse tickt das neue Automatikkaliber 3285. Es basiert auf dem 2015 vorgestellten 3255 mit beidseitig wirkendem Rotoraufzug, Datums- und Wochentagsanzeige. Dessen Entwicklung nahm mehrere Jahre in Anspruch, denn bei Rolex mahlen die Mühlen zwar langsam, dafür jedoch ausgesprochen gründlich.

Rolex-Hightech mit 14 Patenten

Das mit vier Hertz tickende Oeuvre schützen ganze 14 Patente. Sie beziehen sich zum Beispiel auf die hoch effiziente „Chronergy“-Hemmung mit nur 1,25 mm breiten Ankerpaletten und 15 % höherem Wirkungsgrad. Anker und Ankerrad fertigen die Genfer im präzisen LiGA-Verfahren aus paramagnetischen Nickel-Werkstoffen. Den Zeittakt liefert das bewährte Schwingsystem bestehend aus Glucydur-Unruh mit variabler Trägheit und hauseigener „Parachrom“-Breguetspirale. Dünnere Federhaus-Wandungen gestatten einen längeren Energiespeicher und damit rund 70 Stunden Gangautonomie. Das daraus abgeleitete 3235 von 2017 besitzt nur ein Fensterdatum. Selbiges ist auch dem 3285 zu Eigen. Kombiniert mit einem unabhängig verstellbaren 12-Stunden-Zeiger, der Flüge über die klassischen 24 Zeitzonen-Grenzen zum Kinderspiel macht: Schraubkrone lösen, in die erste Rastposition ziehen und dann den Stundenzeiger beim Landen zum Beispiel in New York sechs Stunden zurückdrehen. Das Fensterdatum folgt automatisch, während der Minuten- und der 24-Stunden-Zeiger stoisch in ihrer Position verharren. Einfacher geht es nicht.

Schmuckstück am Handgelenk

Für sicheren und komfortablen Halt am Handgelenk sorgt ein fünfreihiges Jubilee-Armband mit „Oysterlock“-Faltschließe und „Easylink“-Verlängerung. Ein Gliederband Typ „Oyster“ lässt sich übrigens nicht am Gehäuse befestigen. Wer darauf Wert legt, muss etwas mehr als jene 8.400 Euro investieren, welche 126710 BLRO kostet. Für 12.800 Euro gibt es die ebenfalls neu gestaltete GMT-Master II Referenz 126711 CHNR aus Edelstahl und Everrose Gold. Die Spitze dieser Uhrenlinie repräsentiert 126715 HNR ganz aus Everrose Gold. Sie ist für 33.400 Euro zu haben. Vor dem Einschalen muss jedes Werk wie jeher gehabt zur Prüfstelle COSC. Anschließend checkt Rolex die fertige Uhr nochmals auf Herz und Nieren. Die danach garantierte Ganggenauigkeit bewegt sich zwischen -2 und +2 Sekunden täglich. Und nicht zuletzt gibt Rolex für den Chronometer der Superlative eine Garantie über fünf Jahre. Wie alles begann: Hier geht es zum ersten Teil der Erfolgsstory der Rolex “GMT-Master”