Schweizer Uhrenindustrie Exporte Oktober 2020

Das Jahr des Drachen für die Schweizer Uhrenindustrie Exporte. China bestimmt die Richtung.

Nach dem ersten Lockdown hat sich die Schweizer Uhrenindustrie bis Oktober wieder fast an das Vorjahr herangekämpft - vor allem dank China. So sehen die Oktoberzahlen 2020 aus.

Der Aufschwung nach Corona

Es kam so, wie viele erfahrene Uhrenmanager es kommen sehen haben. Auf Regen folgt Sonnenschein und die Schweizer Uhrenindustrie Exporte haben sich im Oktober 2020 fast auf Vorjahresniveau erholt. Es waren jedoch harte Monate, durch die die Uhrenindustrie gegangen ist. Dies zeigen die dramatischen Umsatzeinbrüche der Monate April, Mai und Juni. Im September lief es schon wieder besser und der Oktober gibt laut den im November veröffentlichten Zahlen der FHS Fédération de l’industrie horlogère suisse Anlass zur Hoffnung. 

Jeder vierte Euro ging verloren

Für Freude besteht aber kein Anlass, denn im direkten Vergleich Januar bis Oktober ist im Schweizer Uhrenexport ein Umsatzverlust von jedem vierten Schweizer Franken zu verkraften. Zum anderen sind die Rückgänge sehr unterschiedlich verteilt. Die preisgünstigeren Uhren verlieren stärker und bei den Luxusmarken wird die Dominanz der Top Marken noch ausgeprägter. Diese haben überdies durch ihre langen Wartezeiten einen erheblichen Produktionspuffer und können auch einen monatelangen Ausfall von Bestellungen ohne größere Probleme überstehen. 

China verhindert Schlimmeres

Wer vorher nicht glauben wollte, dass die Zukunft der Schweizer Uhrenindustrie maßgeblich von der Entwicklung in China abhängt, wird nun endgültig vom Saulus zum Paulus. Zu signifikant ist der Anstieg der Marktanteile von China im Vergleich mit den wichtigsten Uhrenmärkten. Inzwischen geht jede 7 Uhr ins Reich der Mitte. 
Sicherlich migrierte ein kleiner Teil des Umsatzes von Hongkong nach China. Aber dies reicht nicht aus, um einen Anstieg der Marktanteile von über 40% zu erklären. 
Interessanterweise kann sich auch die USA gut behaupten, gewinnt sogar hinzu und bleibt als Luxusmarkt extrem wichtig.

Schweizer Uhrenindustrie Exporte

Es wäre jedoch gänzlich verfehlt, nun angesichts der positiven Verlaufskurve der Uhrenexporte von Entspannung sprechen. Denn die Märkte nähern sich dem zweiten großen Sturm. Dies hat mehrere Gründe.
Zum einen hat die galoppierende Corona-Epidemie nun auch Genf und das Jura im Griff und hat zu einem massiven Lockdown geführt.
Zum anderen ist auch in den europäischen Märkten die zweite Corona Welle herangerollt und hat in den wichtigsten Märkten zu massiven Einschränkungen geführt. Diese werden unweigerlich weitere Umsatzeinbußen nach sich ziehen.
Der dritte Grund ist im amerikanischen Markt zu suchen. Die USA, immerhin der zweitwichtigste Uhrenmarkt für die Schweizer Uhrenindustrie Exporte ist nun massiv on Corona betroffen und kämpft mit den wirtschaftlichen Auswirkungen. Die Kreditkartenumsätze zeigen bereits, dass die Erholung im Oktober und November nachlässt. Nun auf andere Regionen zu hoffen ist illusorisch, da weltweit alle großen Länder und Märkte von Corona betroffen sind. 

Die Auswirkungen sind klar. Es wird für viele, vor allem kleinere und mittlere Hersteller wieder zu extrem harten Einschnitten führen und es bleibt zu hoffen, dass alle Marken den Sturm überstehen. Zudem gibt es Anlass zur Hoffnung. Der Durchbruch bei den herbeigesehnten Impfstoffen scheint geschafft und die für das Frühjahr angekündigten Impfwellen werden die Epidemie eindämmen. Insbesondere die dann wohl auch fallenden Reisebeschränkungen werden für neue Umsätze und ein Wiedererstarken der Uhrenindustrie sorgen. Denn es war noch immer so, dass Krisen kommen, aber auch wieder gehen. 

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