Roskopf-Uhr

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Roskopf-Uhren, benannt nach dem Uhrmacher Georg Friedrich Roskopf (1813-1889), waren billige mechanische Uhren.

In der untersten Preiskategorie angesiedelt, konnte sich praktisch jeder die im Jahr 1867 vorgestellten Roskopf-Uhren leisten. Aus diesem Grund wurden sie gelegentlich auch als “Proletarieruhren” bezeichnet.

Die Uhren mit robuster Bauweise gingen mit erstaunlicher Genauigkeit. Anstelle der Steinpaletten griffen bei der darin verwendeten Roskopf-Hemmung senkrecht stehende Stahlstifte in die Zähne des Ankerrads. Weitere Merkmale der Roskopf-Uhr sind ihre Pfeiler-Bauweise, die leichte Unruh, relativ dicke Unruhzapfen zum Schutz vor Bruch, die Verwendung weniger Steine (häufig nur vier), und die fehlende Finissage.