LCD

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LCD steht für “Liquid Crystal Display”, also “Flüssigkristallanzeige”.

Weil sie unter der Einwirkung eines elektrischen Felds auffallendes Licht  streuen, wurden Flüssigkristallfilme bei digitalen Quarzuhren populär. Mitte der 70er Jahre lösten sie die bis dahin üblichen LEDs weitgehend ab. Der Unterschied von LCD zu LED besteht darin, dass sie kein eigenes Licht erzeugt. Stattdessen streut sie das auf sie auftreffende Licht.

Die LCD besitzt daher eine ganze Reihe von Vorteilen:

  • Sie benötigt wenig elektrische Leistung, was der Batterie-Lebensdauer in Quarzuhren zugutekommt
  • Die LCD ist eine permanente Anzeige, die nicht eigens aktiviert werden muss
  • LCD-Anzeigen können sowohl in grellem Sonnenlicht als auch bei Dämmerung gut abgelesen werden
  • Sie besitzen keine beweglichen Teile
  • Infolge ihres geringen Spannungsbedarfs sind sie mit integrierten Schaltkreisen kompatibel
LCD Anzeige

Streuen einfallendes Licht: LCD-Anzeigen.

So funktioniert die LCD

Im einfachsten Fall besteht eine LCD aus zwei Glasplatten, von denen jede auf ihrer Innenseite mit einer Elektrodenschicht bedeckt ist. Dazwischen befindet sich das nematische Flüssigkristall. Dieses besitzt langgestreckte Moleküle und eine annähernd parallele Ordnungsstruktur. Durch das Anlegen eines elektrischen Felds an die Elektroden wird das Flüssigkristall erregt. Im feldlosen Zustand ist es klar und durchsichtig; stromdurchflossen wird es turbulent. Es streut Licht und erscheint für das Auge trüb.

LCD in Quarzuhren

1972 überraschte Longines die Öffentlichkeit mit der weltweit ersten Quarz-Armbanduhr mit  LCD. Neben Stunden (12- oder 24-Stunden-Indikation) und Minuten, zeigte dieses Modell die Sekunden sowie das Datum an. Die beiden Quecksilberbatterien gestatteten eine Gangautonomie von mehr als einem Jahr. Für diese herausragende Leistung erhielt Longines den amerikanischen “I.R. 100″, ein anerkanntes technologisches Pendant zum begehrten Nobelpreis.