Stoßsicherung

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Die Stoßsicherung ist ein System zum Schutz der feinen, sehr empfindlichen Zapfen der Unruhwelle vor Bruch.

Stoßsicherung

Werkseite einer Stoßsicherung.

Zu Zwecken der Stoßsicherung sind die Loch- und Decksteine der Unruhwellenlager federnd in der Hauptplatine und dem Unruhkloben befestigt. Bei harten Stößen geben sie lateral und/oder axial nach. Eine stoßgesicherte Armbanduhr hat einen Sturz aus einem Meter Höhe auf einen Eichenholzboden unbeschadet zu überstehen. Außerdem darf sie danach keine wesentlichen Gangabweichungen aufweisen.

Erste Armbanduhren mit Stoßsicherung kamen in den 30er Jahren auf den Markt. Vor allem Nobelmanufakturen misstrauten ihnen mit Blick auf die Gangresultate ihrer Armbanduhren. Dennoch hatten sie sich ab den 50er Jahren auf breiter Basis durchgesetzt. Anfänglich verwendeten etliche Uhrenhersteller aus Kostengründen eigene Systeme – diese Variationen verschwanden jedoch nach und nach vom Markt.

Zu den bekanntesten und am weitest verbreiteten Stoßsicherungen gehören die verschiedenen Ausführungen von Kif (u.a. Kif Trior, Kif Elastor, Kif Ultraflex), sowie der Incabloc. Letztere ist leicht an seiner lyraförmigen Haltefeder zu erkennen.

 

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