Starke Ergebnisse mit solidem Angebot
22,3 Millionen Euro wurden laut den Monaco Legend Group Auktionsergebnissen 2026 umgesetzt – gegenüber 26,5 Millionen Euro im April und 28,6 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Am Ende wurden aber alle Lose verkauft. Wenn man bedenkt, dass der Katalog deutlich weniger spektakulär war als zuletzt, war die Auktion der Monaco Legend Group (MLG) am Halloween-Wochenende 2026 ein Erfolg. Besonders einige Cartier-Uhren konnten hohe Hammerpreise erzielen.
Monaco Legend Group Auktionsergebnisse 2026
Millionenlos Nummer 50: Die Rolex 6062 von John Goldberger
Die Top-Lose haben sich stark geschlagen. Die Rolex 6062 in Los 50 aus der Sammlung von John Goldberger blieb zwar mit 1,9 Millionen Euro innerhalb ihrer Schätzung, aber die war auch ambitioniert. Die Uhr in Stahl befand sich in einem sehr guten Zustand und kam mit einer vollständig nachvollziehbaren Geschichte. Trotzdem ist die Kombination aus vergoldeten Zeigern und Stundenzeichen mit dem silbernen Stahlgehäuse nicht die beliebteste, und die Leuchtpunkte scheinen ersetzt zu sein.

Seltene Audemars Piguet und Vacheron Constantin
Mehr überrascht hat dafür die Audemars Piguet mit Triple Date und Mondphase aus Los 208. Die bedeutende Uhr aus den 1920er-Jahren übertraf ihre obere Schätzung um mehr als 80 Prozent und wurde für insgesamt knapp 730.000 Euro verkauft.
Auch die Vacheron Constantin „Cioccolatone“ mit Fensterdatum und Mondphase (Los 30) übertraf ihre obere Schätzung deutlich und ging für 494.000 Euro.

Vornehme Vintage-Nautilus
Die weißgoldene Patek Philippe Nautilus aus Los 40 blieb dagegen klar innerhalb ihrer Taxierung, während eine Tiffany-Nautilus in Stahl aus dem Jahr 1981 (Los 227) ihre obere Schätzung von 260.000 Euro mit 442.000 Euro deutlich übertraf. Ebenfalls weit oberhalb der Taxierung wurde der frühe ewige Kalender Ref. 3940 mit Beyer-Aufdruck aus Los 215 verkauft.

Cartier-Uhren auf dem Vormarsch
Im Katalog waren dieses Mal besonders viele Cartier-Uhren, die insgesamt auch für die meisten Überraschungen gesorgt haben. Wieder spielte die Provenienz eine wichtige Rolle. Die Preise für seltene Cartier-Uhren sind schon so hoch gestiegen, dass Fehler teuer werden.
John Goldberger, auch bekannt als Auro Montanari, steht für Echtheit und Qualität. Deshalb wundert es nicht, dass unter den stärksten Cartier-Ergebnissen viele Goldberger-Lose waren. Die Energie im Raum war groß, leider habe ich Goldberger selbst nicht gesehen.

Meisteruhrmacher Andersen und Roth
Bei der Monaco Legend Group stehen Vintage-Uhren im Vordergrund, sodass relativ wenige Uhren unabhängiger Meisteruhrmacher dabei waren. Trotzdem haben die Lose 128 und 63 den Aufwärtstrend des Segments bewiesen. Los 63 war ein ewiger Kalender von Andersen Genève, der mit 104.000 Euro auf das Dreieinhalbfache seiner oberen Taxierung kam. Los 128 war ein schöner goldener Chronograph von Daniel Roth aus den 1990er-Jahren, der seine obere Schätzung von 60.000 Euro um fast 90 Prozent übertraf.

Wertvoller ewiger Kalender von Breguet
Dazu passt auch das hohe Ergebnis des frühen ewigen Kalenders von Breguet aus Los 23. Er fällt noch in die Zeit, als Daniel Roth dort die technische Leitung hatte. Das Stück aus den 1980er-Jahren wurde für 85.800 Euro verkauft, knapp das Dreifache seiner oberen Schätzung.

Es gab noch weitere starke Resultate, wie zum Beispiel die Universal Genève mit Cloisonné-Zifferblatt aus Los 26, die mit 91.000 Euro weit über ihrer oberen Schätzung von 60.000 Euro verkauft wurde.

Überraschend gut gingen auch die Rolex-Chronographen mit „Gilt“-Zifferblättern. Obwohl es klar schien, dass weder der Pre-Oyster-Chronograph 3330 (Los 73) noch der Oyster-Chronograph 6034 (Los 151) ursprünglich mit ihren schwarzen Zifferblättern ausgeliefert wurden, verkauften sich beide zu hohen Preisen. Die Kontur des Gehäuses der Ref. 3330 war nicht mehr scharf, das Gehäuse der Ref. 6034 war dagegen überzeugend. Der schöne Vacheron-Constantin-Chronograph aus Los 149 hätte sicher auch ein starkes Ergebnis erzielt. Schade, dass er im letzten Augenblick zurückgezogen wurde.

Der ganz große Durchbruch, den manche erwartet haben, blieb aus. Doch das Niveau der Monaco Legend Group Auktionsergebnisse 2026 war hoch und der Markt ist weiter lebhaft. Vielleicht kommt der große Durchbruch ja am 7. November in Genf, wo es jede Menge Uhren von F. P. Journe zu ersteigern gibt!
Herzlichst,
Oliver Knop






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