Omega erweitert seine beliebte Seamaster Familie um 2 Omega Seamaster Aqua Terra Türkis Referenzen. Diese wirken zwar auf den ersten Blick vertraut, warten jedoch bei näherem Hinsehen mit Neuerungen auf. Zunächst fällt natürlich die markante türkisfarben verlaufende, lackierte Oberfläche des Zifferblatts auf, die bereits in der Vergangenheit für Aufsehen sorgte. Neu ist jedoch die Materialkombination aus farbintensivem Zifferblatt und einer mattschwarzen, gebürstete Keramiklünette. Sie wird ergänzt durch ein integriertes Armband aus Kautschuk mit türkisfarbener Kontrastnaht, das die sportliche Optik unterstreicht.
Die erhältlichen Gehäusegrößen der Aqua Terra in Türkis betragen 38 mm und 41 mm. Beides eher verhaltene Größen, die trotz des außer Frage stehenden sportlichen Charakters der Uhren mit ihrer Wasserdichtigkeit von 150 Meter Wassertiefe nicht unbedingt zu erwarten wäre. Ergänzt werden die tiefentauglichen 3-Zeiger-Modelle mit Datum von einem hochwertigen METAS-zertifizierten Co-Axial-Werk.

Keramik als Protektion
Die wichtigste Neuerung der beiden Uhren liegt in der Verwendung einer Keramiklünette, die bei den Omega Seamaster Aqua Terra Modellen neu ist. Das schwarze Zirkonia-Keramik (ZrO₂) zeigt sich in matter, gebürsteter Ausführung und bildet optisch einen dezenten Gegenpol zur Strahlkraft des türkisfarbenen Zifferblatts. Dies ist insofern sehr gefällig, als das helle Türkis des zentralen Zifferblatts zum Außenrand hin ins Schwarze übergeht und so eine mögliche aufdringliche, farblich überwältigende Wirkung des Betrachters verhindert.
Unaufgeregt wirkt auch das strukturierte Kautschukband, das der Gehäusekontur folgt und bündig mit dem Gehäuse abschließt. Dabei bietet das Kautschukband dank seines Bandschnellwechselsystems die Möglichkeit eines schnellen Bandwechsels. Durch die farblichen Vorgaben des Zifferblatts dürfte die Anzahl der farblich passenden Bandalternativen zwar recht beschränkt sein, doch in Kombination mit dunklen Textilbändern wirkt die Uhr noch sportlicher.
Unverändert zu den bisherigen Seamaster Aqua Terra Modellen zeigen sich die weiteren sichtbaren Details wie die verschraubte Krone, das gewölbte Saphirglas mit beidseitiger Entspiegelung und der verschraubte Glasboden mit seiner charakteristischen Wellenkante.

Seamaster Aqua Terra in Türkis
Eingeführt wurde die erfolgreiche Seamaster Aqua Terra Linie von Omega bereits im Jahr 2002. Entsprechend existiert eine stattliche Anzahl von 148 unterschiedlichen Modellen mit Automatikwerk, sowie 2 Uhren mit Handaufzug und 2 mit Quarzwerk. Sie bieten eine große Auswahl an unterschiedlichen Größen, Gehäusematerialien und Zifferblattvarianten. Lediglich der Werkstoff Keramik oder ein gar ein ganzes Gehäuse aus Keramik fehlte noch in dem breiten Angebot. Dies leistet nun die neue türkisfarbene Seamaster Aqua Terra mit ihrer kratzunempfindlichen, schlichten schwarzen Keramiklünette. Diese ist schwarz gebürstet, ohne Indexe und fest mit dem Gehäuse verbunden.
Das Zifferblatt präsentiert sich als gelungenes Farbprojekt, denn der türkise Lack dunkelt zum Außenrand hin graduell bis ins Schwarze ab, während eine präzise, kontrastreiche Minuten-Skala in der Zifferblatt-Schräge das Ablesen der Skala erleichtert. Je nach Lichteinfall kann der Farbton stark changieren und schafft so eine subtile, aber wirkungsvolle Farbwirkung.
Die applizierten Stundenindizes und Zeiger sind dunkel PVD-beschichtet und zeigen unterschiedliche Oberflächenbearbeitungen von gebürstet bis diamantpoliert. Super-LumiNova sorgt für ein blaues Nachleuchten und damit für gute Ablesbarkeit auch bei schlechten Lichtverhältnissen und das trapezförmig gefasste Datumsfenster bei 6 Uhr fügt sich dank weißer Ziffern auf schwarzem Hintergrund dezent in die Gestaltung ein.


Manufakturkaliber 8800 und 8900
Technisches Herzstück der beiden Modelle ist natürlich das inhouse Kaliber: Das 38-Millimeter-Modell (Referenz 220.32.38.20.03.001) arbeitet mit dem automatischen Kaliber 8800 und bietet 55 Stunden Gangreserve aus einem Federhaus. Die 41-Millimeter-Variante (Referenz 220.32.41.21.03.001) nutzt das Kaliber 8900 mit 60 Stunden Autonomie und beim Verreisen praktischer Zeitzonen-Stundenverstellung. Beide Werke schwingen mit 25.200 A/h, setzen auf die Co-Axial-Hemmung und eine Silizium-Unruhspirale.
Als Master Chronometer sind sie nach METAS zertifiziert – ein eher anspruchsvolles Qualitätssiegel, das geprüfte Gangwerte am kompletten Uhrwerk, Wasserresistenz, Gangautonomie sowie die Resistenz gegenüber Magnetfeldern bis 15.000 Gauss garantiert. Die Finissierung mit arabesken Genfer Streifen, geschwärzten Schrauben sowie rhodinierten Brücken und Rotoren komplettieren ein Manufakturwerk, das diese Bezeichnung zu Recht trägt.

Omega Seamaster Aqua Terra Türkis
Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 7.600 Euro, sowohl für die 38 mm, als auch die 41 mm Variante. Damit liegt die Uhr über vergleichbaren Stahlmodellen, aber natürlich unter den Aqua Terra Modellen mit Edelstahlgehäuse – lässt man einmal die erstaunlich hohe Preisvorstellung von Omega für die Aqua Terra Titanmodelle außen vor.
Zu diesem Preis erhält der Kunde eine durchaus überzeugende Kombination aus robustem Design und technischer Raffinesse: Sie bewältigt problemlos sportliche Herausforderungen über und unter Wasser und bietet dank des Kalibers 8800 und 8900 zertifizierte Genauigkeit und hochwertige Uhrmachertechnik. Es wäre deshalb nicht überraschend, würden bald weitere Zifferblattvarianten folgen.








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