Amedeo Modigliani war ein Meister der Farbe wie der Form. Weiche, fließende Körperlinien mit langen Hälsen, ovalen Gesichtern und schrägen Schultern machten die Gemälde des italienischen Malers unverwechselbar. Anstatt auf Strenge und Geometrie setzte Modigliani auf organische Linien und bewegte Proportionen. So inszenierte der Künstler eine ganz eigene Bildwelt aus subtiler Eleganz und Ausdrucksstärke.
Auch bei unserer kleinen Auswahl der ganz besonderen Luxus-Damenuhren 2026 legten wir durch die Konzentration auf Modelle mit Kissen- und Tonneau-Gehäuse den Fokus auf Form, Fluss und Proportion. Was läge also näher, als diese Luxusuhren unter diesen Bedingungen, also eingebaut in die Bilderwelt von Amedeo Modigliani, zu inszenieren? Ganz abseits aller klassischer Diskussionen über Lug-to-Lug, Kaliber, Gangreserve oder Wasserdichtigkeit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Luxus-Damenuhren 2026

Chopard Happy Sport: Luxus-Damenuhr mit weicher Kissenform
Die Chopard Happy Sport im Format 29 x 31 mm gehört zu jenen Damenuhren, deren Gehäuse, sich einer eindeutigen geometrischen Definition entziehen – und trotzdem eine starke Wirkung entfalten. In einem weichen Oval eingebettet, entsteht eine Form, die durch die markanten Bandanstöße pointiert zur Geltung kommt. Das rote Zifferblatt und das farblich passende Lederband verstärken diese Wirkung. Hierzu gesellen sich die berühmten, frei beweglichen Diamanten der Chopard Happy Sport Linie. Sie verstärken den Eindruck von Bewegung und Flexibilität – was erstaunlich gut zu Modiglianis Bildwelt passt. Denn auch seine Figuren behalten trotz des Innehaltens zum Porträt ihre innere Bewegung.
Im Inneren arbeitet das automatische Chopard Kaliber 09.01-C. Damit verbindet die Happy Sport ihre ausgesprochen schmuckhafte Erscheinung mit einem mechanischen Uhrwerk.
Daten: Gehäuse 29 x 31 mm; Stahl und Roségold; rotes Perlmuttzifferblatt; frei bewegliche Diamanten; Automatikwerk Chopard 09.01-C; 30 Meter wasserdicht, 42 h Gangreserve, Preis 13.500 Euro.
Bildnotiz: Amedeo Modigliani, Frau mit dem Fächer.

Audemars Piguet Neo Frame: Luxus-Damenuhr mit Tonneau-Gehäuse
Die AP Neo Frame Jumping Hour zeigt, dass auch ein formales, reduziertes Tonneau-Gehäuse ausgesprochen weich wirken kann. Das 34 Millimeter große Roségoldgehäuse besitzt hierzu stark modellierte Seitenpartien und greift auf ein historisches Audemars-Piguet-Modell mit digitaler Stundenanzeige der 1920er Jahre zurück. Dabei umfließt das Gold des Gehäuserahmens das schwarze PVD-beschichtete Zifferblatt aus Saphirglas und lenkt so die Aufmerksamkeit auf das Stundensichtfenster bei 12 Uhr sowie das Fenster für die Minute bei 6 Uhr.
Auch technisch fällt die Neo Frame aus dem Rahmen. Die Stunden werden springend in einem Fenster angezeigt, während die Minuten über eine bogenförmige Skala darunter laufen. Dafür entwickelte Audemars Piguet das automatische Kaliber 7122 mit 52 Stunden Gangreserve.
Daten: 34 mm; Roségold; schwarzes Saphirzifferblatt; springende Stunde; Minutenanzeige auf Bogenskala; Automatikkaliber 7122; 52 Stunden Gangreserve, Preis 60.140 Euro.
Bildnotiz: Amedeo Modigliani, Mädchen mit gestreifter Bluse

Franck Muller Curvex CX Lady: Tonneau-Damenuhr in Reinform
Wer nach einer Luxus-Damenuhr mit Tonneau-Gehäuse sucht, ist bei Franck Muller perfekt aufgehoben. Denn die Curvex CX Lady zeigt nicht nur die typische gewölbte, bauchige Gehäuseform, vielmehr steht die 1991 in Genf von dem Uhrmacher und Gestalter Franck Muller und dem Gehäusemacher und Edelsteinfasser Vartan Sirmakes gegründete Genfer Marke für diese Gehäuseform. Wobei der Tragekomfort der Uhren durch die innere Wölbung des Gehäuses sehr hoch ist. Beim vorliegenden Modell sorgen zudem die farbigen Indizes in Blau, Weiß und Roségold für zusätzliche Spannung.
Im Inneren arbeitet das automatische Manufakturkaliber MVT 2536-SC. Es besteht aus 191 Komponenten und arbeitet bei 4 Hz.
Daten: Curvex-CX-Tonneau-Gehäuse; 191 Komponenten, 30 Meter wasserdicht; 42 h Gangreserve; blaues Lederband; Preis ab 11.700 Euro.
Bildnotiz: Amedeo Modigliani, Jeanne Hébuterne mit großem Hut

Piaget Sixtie: Kissen-Gehäuse zwischen Uhr und Schmuck
Bei dieser Uhr ist die Beantwortung der Gehäuseform nicht einfach. Ist die Piaget Sixtie nun quadratisch, trapezförmig oder eine Damenuhr mit Kissen-Gehäuse? Wahrscheinlich von allem etwas, was den Reiz der Uhr erklärt. Oder jedermann vor Augen führt, dass Gestaltungsideen der 1960er Jahre auch heute noch ihren Reiz haben. Insbesondere dann, wenn sie wie die Piaget Sixtie über ein organisch geschwungenes Gehäuse sowie ein nahtlos integriertes Metallarmband aufweisen, das das Stahl-Gold-Muster des Gehäuses im Armband fortsetzt.
Das vorliegende Modell in Edelstahl und Roségold sowie mit silberfarbenem Zifferblatt ist 6,5 mm hoch und hat einen Durchmesser von 29 mm. Der Antrieb erfolgt elektrisch mithilfe eines hochwertigen Quarzwerks 57P, was insbesondere bei seltenem Tragen ein lästiges Aufziehen und Einstellen erspart.
Daten: Edelstahl und Roségold; integriertes Metallband; Quarzwerk; 50 Meter wasserdicht, Preis 14.400 Euro.
Bildnotiz: Amedeo Modigliani, sitzende Frau in blauer Bluse.

Jaeger-LeCoultre Reverso: Die eckige Luxus-Damenuhr schlechthin
Wenn es unter den Luxus-Damenuhren 2026 einen Fixstern gibt, dann ist es sicher die Jaeger-LeCoultre Reverso. Denn die 1931 lancierte Uhr mit ihrem markanten rechteckigen Wendegehäuse ist wohl das bekannteste Modell von Jaeger-LeCoultre. Technisch auf der Höhe ist die hier vorgestellte Reverso Tribute Monoface Small Seconds „Or Deco“. Sie verfügt über ein Weißgoldgehäuse mit einer Größe von 45,6 x 27,4 mm und bleibt doch mit 7,56 mm bemerkenswert flach. Das silberfarbene Zifferblatt, die kleine Sekunde und ein feines Milanaiseband, ebenfalls aus Weißgold, erzeugen eine kühle, monochrome Eleganz, ohne streng zu wirken.
Im Inneren arbeitet das handaufgezogene JLC Manufakturkaliber 822 mit 42 Stunden Gangreserve.
Daten: Referenz Q713312J; Gehäuse und Armband Weißgold; Handaufzugskaliber 822; 42 Stunden Gangreserve; 30 Meter wasserdicht; auf 200 Exemplare limitiert, Preis 54.000 Euro.
Bildnotiz: Amedeo Modigliani, Porträt der Jeanne Hébuterne

Patek Philippe Golden Ellipse: Kissenform als Designklassiker
Die Patek Philippe Golden Ellipse gehört natürlich in die Aufstellung der luxuriösen Damenuhren des Jahres 2026. Schließlich führt sie das Oval ja bereits im Namen Golden Ellipse. Zudem ist das Modell, seit seiner Lancierung im Jahr 1968 Teil der Kollektion von Patek Philippe. Nie im Zentrum des Interesses, aber stets mit einer kleinen Schar von Uhrenliebhabern, die die diskrete Eleganz des Gehäuses schätzen – und von einem Formkaliber träumen. Dies gilt auch für die hier vorgestellte Referenz 5738R-001 mit ihrem Roségoldgehäuse mit 34,5 × 39,5 mm bei einer Bauhöhe von lediglich 5,9 mm. Umso edler wirkt das tiefschwarze Zifferblatt mit Sonnenschliff mit seinen Zeigern aus Gold und den schlanken Goldindizes.
Im Inneren arbeitet das ultraflache automatische Kaliber 240 mit Mikrorotor und mindestens 48 Stunden Gangreserve. Bei dieser Luxus-Damenuhr treffen außergewöhnliche Gehäuseform und klassische Haute Horlogerie unmittelbar aufeinander.
Daten: Referenz 5738R-001; Gehäuse 34,5 x 39,5 mm, 5,9 mm hoch; Gehäuse Roségold; rundes Automatikkaliber 240 mit Mikrorotor; 48 h Gangreserve; 30 Meter wasserdicht, Preis 39.862 Euro.
Bildnotiz: Amedeo Modigliani, Sitzender Akt auf einem Diwan – La Belle Romaine.

Van Cleef & Arpels Sweet Alhambra: Luxus-Damenuhr als Schmuckform
Die Van Cleef & Arpels Sweet Alhambra geht im Ansatz einer außergewöhnlichen Gehäuseform noch einen Schritt weiter. Statt Kissen oder Tonneau setzt Van Cleef & Arpels auf das vierblättrige Alhambra-Motiv, das sich auch durch verschiedene Schmucklinien der Marke zieht. Die Umsetzung bei dieser Luxus-Damenuhr erfolgt in Gelbgold, wobei durch das strahlenförmige Zifferblatt und den Gehäuserand in Form von Goldperlen die Grenze zwischen Schmuckstück und Damenuhr verschwindet. Ergänzt wird der opulente Auftritt durch ein blaues Lederband mit goldenem Verschluss.
Die Zeitmessung der Sweet Alhambra übernimmt ein Quarzwerk. Was Liebhaber von feiner Uhrentechnik zwar bedauern werden, jedoch dem Charakter der Schmuckuhr entspricht.
Daten: 18 Karat Gelbgold; Quarzwerk, 30 Meter wasserdicht, Preis 9.700 Euro.
Sollten Sie sich für den passenden Schmuck zur Van Cleef & Arpels Alhambra interessieren, werden Sie direkt beim Hersteller sicher fündig.
Bildnotiz: Amedeo Modigliani, Damenporträt im schwarzen Kleid.

Richard Mille RM 07-01: Hightech im Tonneau-Gehäuse
Bei Richard Mille sind Kissen- und Tonneau-Form Programm. Beim Modell RM 07-01 ist das Gehäuse jedoch auf schlanke 45,66 × 31,40 mm eingedampft, wobei Gehäuse, Werk und Zifferblatt konstruktiv aufeinander abgestimmt sind. Je nach Ausführung kommen Rotgold, Weißgold, Carbon TPT oder weiße bzw. schwarze Keramik zum Einsatz, oft mit Diamanten oder Schmucksteinen. Beim hier gezeigten Modell ist das leichte Keramikgehäuse in einem hellen Lavendelton gehalten – ergänzt um ein kubistisch angehauchtes, buntes Zifferblatt.
Im Inneren arbeitet das skelettierte Automatikkaliber CRMA2 mit Platine und Brücken aus Titan Grade 5, dazu ein Rotor mit variabler Geometrie. Das Werk schlägt mit 4 Hertz und bietet rund 50 Stunden Gangreserve – Schmuck und Farbe inklusive, aber mit ernsthafter Uhrentechnik im Kern.
Daten: Gehäuse 45,66 × 31,40 × 11,85 mm; Gold, Carbon TPT oder Keramik; skelettiertes Automatikwerk Richard Mille CRMA2; Titan Grade 5; Rotor mit variabler Geometrie; Frequenz 28.800 A/h; ca. 50 Stunden Gangreserve; 50 Meter wasserdicht; Preis auf Anfrage.
Bildnotiz: Amedeo Modigliani, Porträt der sitzenden Jeanne Hébuterne.

Bulgari Serpenti Tubogas: Luxus-Damenuhr mit fließender Gehäuseform
Wie weit sich eine Damenuhr vom klassischen Rundgehäuse entfernen kann, zeigt die Bulgari Serpenti Tubogas. Bei dieser Uhr, oder ist es bereits ein Schmuckstück, scheint das Design einem historischen Film entsprungen, denn das ovale, weichgezogene Gehäuse geht direkt in ein mehrfach gewundenes Tubogas-Armband über. Damit werden Gehäuse und Band zu einer einzigen Einheit. In der hier gezeigten Version kombiniert Bulgari Edelstahl mit Roségold, Diamanten und einem schwarzen Zifferblatt.
Im Inneren arbeitet ein Quarzwerk, die Wasserdichtigkeit der Uhr beträgt 30 Meter. Technisch klingt das weniger spektakulär, dafür bietet die Komplexität von Uhrengehäuse und gewundenem Armband ausreichend Raum für Bewunderung – die des staunenden Gegenübers der Serpenti-Tubogas-Trägerin definitiv.
Daten: geschwungenes Serpenti-Gehäuse; Edelstahl und Roségold; diamantbesetzte Lünette; schwarzes Zifferblatt; mehrreihiges Tubogas-Armband; Quarzwerk; 30 Meter wasserdicht, Preis 24.800 Euro.
Bildnotiz: Amedeo Modigliani, Liegender Akt.
Wenn Ihnen dieser etwas ungewöhnliche Ansatz, eine Uhr zu präsentieren, gefällt, sollten Sie auch den Artikel von Luxus-Uhren in den Bildern von Leondardo da Vinci lesen. Auch hier scheint die Verbindung von Kunst und Uhr sehr natürlich.

Amedeo Modigliani – der Maler der fließenden Linien
Amedeo Modigliani wurde 1884 im italienischen Livorno geboren und zog im Jahr 1906 nach Paris. Dort wurde er zunächst in der Gegend des Montmartre, später Montparnasse Teil der internationalen Künstlerbohème. Prägend für seinen Stil waren die italienische Renaissance, aber auch afrikanische Skulpturen und die französische Avantgarde seiner Epoche. Besonders bekannt wurde Modigliani für seine Porträts und Akte mit lang gezogenen Gesichtern, schmalen Hälsen und stark vereinfachten, fließenden Konturen. Viele seiner Figuren wirken entrückt und elegant zugleich und wurden so zu ununverwechselbaren Modiglianis.
Zu Lebzeiten blieb Modigliani der kommerzielle Erfolg verwehrt. Denn er starb bereits 1920 mit nur 35 Jahren in Paris an den Folgen einer Hirnhautentzündung. Heute zählen seine Gemälde zu den Ikonen der klassischen Moderne und erzielen auf dem Kunstmarkt regelmäßig Spitzenpreise. In ihrer Verbindung aus weichen Linien, reduzierten Formen und skulpturaler Eleganz wurden sie zu stilistischen Vorbildern, die weit über die Malerei hinausgehen.
Bildnachweis: Die in diesem Beitrag verwendeten Gemälde von Amedeo Modigliani sind gemeinfrei (Public Domain).
Bildmontagen: Uhrenkosmos.






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