Ein Tauchkurs in die Materie - heute Taucheruhren
Was macht die Taucheruhr zur Taucheruhr?

Taucheruhren in Stahl oder Bronze erfreuen sich steigender Beliebtheit. Aber nicht jede Uhr, die den „Taucher-“ voranstellt, ist in der Realität auch eine Taucher-Uhr. Höchste Zeit für ein paar wissenswerte Fakten um Normen und Voraussetzungen. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt der Normen.

Was macht die Taucheruhr zur Taucheruhr?

Schlau in 60 Sekunden.

Man ist geneigt zu glauben, dass das Tragen einer Uhr durch einen Taucher eine Uhr zur Taucheruhr macht. Also wenn sie das übersteht. Es ist dann schon etwas komplizierter.Konkret geht es um eine Norm, genauer gesagt um die DIN 8306 oder die internationale Norm ISO 6425. Und die stellt folgende Bedingungen:

Ein zertifizierte Taucheruhr muss zwei Stunden einen Druck von 20 Bar aushalten. Anschließend noch 3 Stunden bei 3 Meter Wassertiefe überstehen. Überdies muss sie eine Vorrichtung zur Auswahl einer Zeitspanne haben, die zum besseren Ablesen über abgesetzte Minuten-Markierungen verfügt. Die Markierungen und die Zeiger brauchen weiterhin ein Leuchtmittel, damit die Uhr auch in dunkler See ablesbar ist. Und sie muss antimagnetisch sein. Der Rest sind Kleinigkeiten. Das Armband muss 40 kg Zug aushalten, dann haben Werk und Gehäuse noch einen Kondenswassertest zu überstehen, die Dichtigkeit von Krone und Gehäuse werden überprüft und anschließend gibt es noch etwas rohe Gewalt in Form eines – natürlich genormten – Schlags von 4,4 m/s. Nach diesem heftigen Stoss sollte die Uhr noch dicht sein und maximal eine Minute vor oder zurück gehen. Die anderen Petitessen lassen wir mal unerwähnt.

Womit festzuhalten wäre: Geprüfte und ausgewiesene Taucheruhren haben klare Vorgaben, vertragen eine Menge und machen auch an Land meist eine gute Figur. Was nicht von jedem Taucher zu behaupten ist.

 

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