Die neue Rolex Yacht-Master 42
Rolex lanciert eine neue Yacht-Master

Erstmal in der 27-jährigen Geschichte bringt Rolex die maritime „Yacht-Master“ mit einem Weißgoldgehäuse und einem „Oysterflex“-Armband. Der Durchmesser klettert außerdem auf stattliche 42 Millimeter.

Rolex lanciert eine neue Yacht-Master

Edle Zeitmesser für den Yachtsport

Debüt im Jahre 1992

Wenn Rolex ein neues Modell auf den Markt bringt, ist jahrelange, mitunter sogar jahrzehntelange Kontinuität gewährleistet. An modischen Aspekten ausgerichtete Eintagsfliegen passen nicht zur Produktpolitik dieser Traditionsmanufaktur. Denn obwohl diese sportliche Armbanduhr bereits 1992 vorgestellt wurde, gehört die maritim angehauchte „Rolex Yacht-Master“ zu den jüngsten Kreationen der Genfer.

Den Anfang der Yacht-Master Serie markierte die sportlich-elegante Referenz 16228 aus massivem Gelbgold. Aus diesem Material bestand ursprünglich auch das erste „Oyster“-Gehäuse. Dessen reliefartig gestaltete und in beiden Richtungen verstellbare Drehlünette sticht auch heute noch besonders ins Auge. Jedoch auch das das Gliederband vom Typ „Oster“ war zunächst aus Gold. In gleicher Weise beeindrucken waren nicht nur das Material, sondern auch die technischen Daten.

So war die Wasserdichtigkeit der 40 Millimeter großen Schale bis zehn bar Druck oder 100 Meter Tauchtiefe gegeben. Diese Leistung hatte jedoch auch ihren Preis. Für den gewichtigen Newcomer mit dem natürlich COSC-zertifizierten Automatikkaliber 3135 rief Rolex seinerzeit stattliche, umgerechnet etwa 13.000 Euro auf. Andererseits käme dieser Betrag bei einem Verkauf heutzutage wieder in die Kasse. Vorausgesetzt, Gehäuse und Band sind nicht allzu ramponiert. Welches Gebrauchsgut kann dies schon von sich behaupten.

Das Yacht-Master Thema mit Variationen

Mit den Referenzen 69628 und 68628 stellte Rolex 1994 dann zwei kleinere Varianten vor. Wie gehabt gab es die kleine (29 Millimeter, Kaliber 2135) und mittelgroße (35 Millimeter, Kaliber 2135) „Yacht-Master“ lediglich in massivem Gelbgold. Hierbei handelte es sich übrigens um die ersten professionellen Modelle mit geringerem Gehäusedurchmesser. Letztere Yacht-Master Modelle waren ab 1996 schließlich auch in Stahl mit 18-karätigem Gelbgold-Glasrand erhältlich.

Einen wahren „Yacht-Master“-Hype löste Rolex während der Baselworld 1999 mit der neuen Referenz 16622 aus. Nun waren lange Wartelisten an der Tagesordnung. Bei ihr signalisierte das Wort „Rolesium“ einen Mix aus Edelstahl für Gehäuse und Armband sowie Platin für Drehlünette und Zifferblatt. Eine weitere Entwicklung folgte dann im Jahr 2005. Das „Rolesor“, also statt Platin ein Mix aus Edelstahl und Gold kennzeichnete die Referenz 16623 .

Durch die Vielfalt an Materialkombinationen, Zifferblattfarben und Gehäusegrößen wandte sich die „Yacht-Master“ somit an einen immer größeren und breiteren Kundenkreis und der Erfolg des Modells stieg stark an.

Zum 20. Geburtstag im Jahr 2012 entwickelte Rolex seinen Bestseller systematisch weiter. Besondere Zuwendung erfuhr in diesem Zusammenhang die Lünette der Yacht-Master. Im Wesentlichen besteht ihr feiner Rastmechanismus aus einem Ring mit 120 Zähnen sowie einer trigonalen Feder. Dieses Duo gewährleistet gleiches Drehmoment in jeder Bewegungsrichtung. Ein weiteres Plus war die Verwendung der „Chromalight“-Leuchtmasse auf Zeigern und Zifferblatt-Indexen. Sie sorgte für eine gute Ablesbarkeit im Dunkeln und ein schönes Leuchten auf dem blauen Zifferblatt.

Stürmisches Wachstum 

Zur Baselworld 2019 wuchs die große, nunmehr 27 Jahre junge Rolex Sport-Armbanduhr von 40 auf 42 Millimeter. Dementsprechend heißt sie auch „Yacht-Master 42“. Unverzüglich erkennbar ist die Neulancierung an ihrem mattschwarzen „Cerachrom“-Glasrand. Genau genommen handelt es sich allerdings um eine Weißgold-Lünette mit einem Inlay aus kratzfester Keramik. Was aber den Träger eher erfreuen wird.
Geblieben ist die feine Minutenteilung für die erste Viertelstunde. Selbstverständlich lässt sie sich weiterhin in beiden Richtungen bewegen. Nicht minder neu ist der Werkstoff für das Gehäuse selbst. Hier verwendet Rolex erstmals weißes Gold. Dies tut aber einer Wasserdichte von bis zu zehn bar Druck keinen Abbruch.

Am Handgelenk befestigt man die neue Referenz 226659 mit einem patentierten „Oysterflex“-Band. Hierfür überzieht Rolex zwei flexible Metallfederblätter mit hochwertigem Elastomer. Zur Steigerung des Tragekomforts verfügt das schwarze Armband an seinen Innenseiten über stabilisierende Polster. Ein versehentliches Öffnen geht auch nicht mehr, dies verhindert die ebenfalls patentierte „Oysterlock“-Sicherheitsfaltschließe aus 18-karätigem Weißgold. Aber die Schließe wurde weiter verfeinert. So ermöglicht künftig das so genannte „Glidelock“System das abgestuftes Verlängern oder Verkürzen des Armbands ohne Werkzeuge – alles wirklich sinnvolle Innovationen.

Ein schönes Uhrwerk, Generation 2015

Zu einem modernisierten, veränderten Aussehen der Uhr gehört natürlich auch ein Rolex Uhrwerk der neuesten Bauart. Das tickende Kaliber trägt die Referenznummer 3235.
Auf dem Manufakturwerk mit beidseitig wirkendem Rotoraufzug und Unruhstopp zum sekundengenauen Einstellen ruhen 14 Patente. Seine „Chronergy“-Hemmung mit nur 1,25 mm breiten Ankerpaletten besitzt 15 Prozent mehr Wirkungsgrad. Hierfür entstehen Anker und Ankerrad im präzisen fotolithographischen LiGA-Verfahren aus paramagnetischen Nickel-Werkstoffen. Im Verbund mit einem längeren Energiespeicher tickt das Vier-Hertz-Werk so gut 70 Stunden. Aus eigener Rolex-Fertigung entstammt auch die amagnetische „Parachrom“-Unruhspirale. All diese neuen innovativen Werkbestandteile sorgen dafür, dass die Uhr pro Tag maximal -2 bis +2 Sekunden abweicht. Eine enorme Präzision.
Die Rolex Yacht-Master wird zum Preis von rund 25.250 Euro angeboten. Hierfür erhält der Kunde überdies eine fünfjährige internationale Garantie des Hauses Rolex.

Uhrenkosmos Modell-Steckbrief 

Hersteller Rolex
Name Yacht-Master
Referenz 226659
Premiere März 2019
Uhrwerk Kaliber 3235
Aufzug automatisch
Durchmesser 28,5 mm
Bauhöhe 6,0 mm
Unruhfrequenz vier Hertz
Gangautonomie ca. 70 Stunden
Anzeige Stunden, Minuten, Sekunden, Fensterdatum
Besonderheit COSC-Chronometer, Ganggenauigkeit -/+ zwei Sekunden/Tag
Gehäuse Weißgold, Cerachrom-Inlay in der Weißgoldlünette
Durchmesser 42 mm
Wasserdichte zehn bar
Armband „Oysterflex“ mit „Oysterlock“-Faltschließe aus Weißgold
Preis 25.250 Euro – mit 5 jähriger Garantie

 

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