Uhren im Retro-Look von Junghans, Longines, Omega, Patek Philippe, Oris, Seiko, Tudor und TAG Heuer
Viva la Vintage – so schön können Retro-Uhren sein!

Besucher von Uhrenmessen fühlen sich machmal ein bisschen wie im Movie „Zurück in die Zukunft“. Liefen sich doch Tradition und Moderne auffällig oft über den Weg.
Der Trend zur Neuauflage von Uhrenklassikern lässt nicht nicht ignorieren. Und damit bringen die Manufakturen so einige Fans zu Jubeln. Wir stellen vor…

Viva la Vintage – so schön können Retro-Uhren sein!

Mit der "Grand Seiko"-Linie will Hattori die japanische Marke auf dem westlichen Märkten etablieren.

Comeback der Alten

Der Markt alter Armbanduhren boomt. Vintage ist also „in“. Bei näherer Betrachtung kommt die wachsende Liebe zu Überliefertem nicht von ungefähr, denn Klassiker überleben sich nicht. Weil der Wandel als fester Bestandteil von Zeit an ihnen irgendwie abprallt, richtet die Uhrenindustrie ihr Augenmerk mehr und mehr auf tradierte Werte. Gut also, wenn das Firmenarchiv prall gefüllt ist und dazu gleichermaßen authentische wie geschichtsträchtige Modelle aufweist. Das Heben dieser Schätze sowie die Adaption an heutige Anforderungen stehen hoch im Kurs. In diesem Sinne gehen mit dem Comeback handfeste Vorteile einher. Dazu gehören in vielen Fällen beispielsweise größere Schalen und ein Grad an Wasserdichte, welcher den heutigen Ansprüchen Rechnung trägt. Auch an den verbauten Uhrwerken zeigt sich, dass die Zeit niemals stehen bleibt. Puristen, die sich am fortschrittlichen Rückschritt stören, bleiben natürlich die Originale. In gutem Zustand sind sie freilich schwer zu finden und darüber hinaus auch richtig teuer.

Grand Seiko

  • Originalmodell: 1960, ausgestattet mit dem 12¼-linigen Manufakturkaliber 3180
  • Uhrwerk: Kaliber 5964 (reguliert auf die üblichen -3/+5 sec/d bei den Werken für die Stahl- und Gold-Version, auf -1/+5 sec/d bei den Ausführungen für die Platin-Version)
  • Aufzug: Handaufzug
  • Unruhfrequenz: vier Hertz
  • Gangautonomie: 80 Stunden
  • Gehäuse: Edelstahl, Gelbgold oder Platin
  • Durchmesser: 38 Millimeter
  • Wasserdichte: drei bar
  • Limitierung: Stahl 1.960 (Jahr der ersten Grand Seiko), Gelbgold 353 (Tag der Grand Seiko-Erstedition im Jahr 1960), Platin 136 Stück (136. Jahr des Bestehens von Seiko)
  • Preise: Edelstahl 6.500 €, Gelbgold 20.000 €, Platin 36.000 Euro)
  • Kommentar: Mit diesem Retromodell etabliert sich Grand Seiko wieder als eigene Marke im großen Seiko-Imperium

Heuer „Autavia“

  • Originalmodell: 1963, bekannt als Jochen Rindt
  • Uhrwerk: Heuer 02, Manufaktur-Chronograph mit 30-Minuten- und 12-Stunden-Zähler
  • Aufzug: automatisch
  • Unruhfrequenz: vier Hertz
  • Gangautonomie: 80 Stunden
  • Gehäuse: Edelstahl
  • Durchmesser: 42 Millimeter
  • Wasserdichte: 10 bar
  • Limitierung: keine
  • Preis: 4.600 € (Lederband), 4.750 € (Stahlband)
  • Kommentar: 50.000 Heuer-Fans haben abgestimmt. Die Mehrheit hat sich für ein Comeback dieses Modells entschieden.

Junghans „Max Bill Jahresedition 2017”

  • Originalmodell: Max Bill kreierte das Zifferblatt zu Beginn der 1960er Jahre
  • Uhrwerk: Quarzwerk
  • Gehäuse: Edelstahl, Boden mit Editionsgrafik
  • Durchmesser: 38 Millimeter
  • Wasserdichte: spritzwassergeschützt
  • Limitierung: keine
  • Preis: 495 €
  • Kommentar: Schlichtes Gehäuse und Plexiglas. Kann verkratzen, aber poliert oder von jedem Uhrmacher leicht ausgetauscht werden

Longines „Flagship”

  • Originalmodell: 1957
  • Uhrwerk: Kaliber Eta 2895-2
  • Aufzug: automatisch
  • Gangautonomie: 42 Stunden
  • Unruhfrequenz: vier Hertz
  • Gehäuse: Edelstahl, Gelb- oder Rotgold
  • Durchmesser: 38,5 Millimeter
  • Wasserdichte: drei bar
  • Limitierung: 1957, 60, 60 Stück
  • Preis: 1.750 € (Stahl), 6.900 € (Gold)
  • Kommentar: Das Flaggschiff von Longines kehrt zurück

Omega „1957 Limited Edition“

Originalmodell 1: „Seamaster 300 CK2913” von 1957

  • Retromodell: „Seamaster 300 – 60thAnniversary Limited Edition Master Chronometer 39 mm”
  • Uhrwerk: Manufakturkaliber 8806, COSC- und METAS-zertifiziert
  • Aufzug: Automatik
  • Gangautonomie: 55 Stunden
  • Unruhfrequenz:  vier Hertz
  • Gehäuse: Stahl
  • Durchmesser: 39 Millimeter
  • Wasserdichte: 30 bar
  • Limitierung: 3557 Stück
  • Kommentar: Nahe an das Original von 1957 angelehnte Taucher-Armbanduhr mit dem Original Naïad-Symbol auf der Krone. Das Seepferdchen stand für außergewöhnliche Wasserdichte.

Originalmodell 2: „Railmaster“ von 1957

  • Retromodell: „Railmaster 300 – 60thAnniversary Limited Edition Master Chronometer 38 mm”
  • Uhrwerk: Manufakturkaliber 8806, COSC- und METAS-zertifiziert
  • Aufzug: Automatik
  • Gangautonomie: 55 Stunden
  • Unruhfrequenz:  vier Hertz
  • Gehäuse: Stahl
  • Durchmesser: 38 Millimeter
  • Wasserdichte: sechs bar
  • Limitierung: 3557 Stück
  • Kommentar: Entwickelt für Menschen, deren Armbanduhr stärkeren Magnetfeldern als üblich ausgesetzt war.

Originalmodell 3: „Speedmaster“ von 1957

  • Retromodell:„Speedmaster – 60thAnniversary Limited Edition 38 mm”
  • Uhrwerk: Kaliber 1861 (einfachere Version des baugleichen Kalibers 1863)
  • Aufzug: Handaufzug mit Kulissen-Chronograph
  • Gangautonomie: 48 Stunden
  • Unruhfrequenz:  drei Hertz
  • Gehäuse: Stahl
  • Durchmesser: 38,6 Millimeter
  • Wasserdichte: fünf bar
  • Limitierung: 3557 Stück
  • Kommentar: Erster Chronograph mit Tachymeterskala zum Messen von Durchschnittsgeschwindigkeiten auf dem Glasrand.

Alle drei Uhren sind auch im Set erhältlich. Selbiges liefert Omega in einer schweren Eichenholz-Box. Diese Edition ist auf 557 Exemplare begrenzt

Oris „Big Crown 1917”

  • Originalmodell: 1917
  • Uhrwerk: modifiziertes Kaliber Sellita SW200-1. Exklusiv: Zeigerstellung verlangt Betätigung des Drückers bei „2“
  • Aufzug: automatisch
  • Gangautonomie: 38 Stunden
  • Unruhfrequenz: vier Hertz
  • Gehäuse: Edelstahl
  • Durchmesser: 40 Millimeter
  • Wasserdichte: fünf bar
  • Limitierung: 1917 Exemplare
  • Preis: 2.300 €
  • Kommentar: Weckt Erinnerungen an die Anfänge der Armbanduhr. Alle Uhren sind bereits an den Fachhandel ausverkauft

Patek Philippe, Referenz 5320G mit ewigem Kalender

  • Vorbild-Modelle: 1940 – Ref. 1463, 1945 – Ref. 2405, 1952 – Ref. 2438/1 und 1981 – Ref. 3450
  • Uhrwerk: Kaliber 324 S Qmit ewigem Kalender, Mondphasenindikation (Genauigkeit 122,6 Jahre – ein Tag Abweichung). Tag/Nacht- und Schaltjahresanzeige
  • Aufzug: automatisch
  • Gangautonomie: mindestens 35 Stunden
  • Unruhfrequenz: vier Hertz
  • Gehäuse: Weißgold
  • Durchmesser: 40 Millimeter
  • Wasserdichte: drei bar
  • Limitierung: unlimitiert
  • Preis: 74.478 €
  • Kommentar: Das Beste aus mehreren Epochen in einer aktuellen Armbanduhr mit ewigem Kalender

Rolex „Sea-Dweller”

  • Originalmodell: Referenz 1665, wasserdicht bis 60 bar, ab 1967 allgemein käuflich zu erwerben
  • Uhrwerk: Kaliber 3235, COSC- und Rolex-zertifiziert
  • Aufzug: automatisch
  • Gangautonomie: 70 Stunden
  • Unruhfrequenz: vier Hertz
  • Gehäuse: Edelstahl mit Helium-Ventil
  • Durchmesser: 43 Millimeter
  • Wasserdichte: 122 bar
  • Limitierung: keine, aber vermutlich ist mit Wartezeiten bei den Konzessionären zu rechnen
  • Preis: 10.350 €
  • Kommentar: Zum 50. Geburtstag bringt Rolex -wie übrigens von vielen erwartet- eine modernisierte Sea-Dweller mit dem Top-Kaliber 3255

 Tudor „Heritage Black Bay“

  • Originalmodell:1954, Snowflake-Zeiger 1974
  • Uhrwerk: Kaliber MT5612 Manufaktur, COSC-zertifiziert
  • Aufzug: automatisch
  • Gangautonomie: 70 Stunden
  • Unruhfrequenz: vier Hertz
  • Gehäuse: Edelstahl
  • Durchmesser: 41 Millimeter
  • Wasserdichte: 20 bar
  • Limitierung: keine
  • Preis: 3.140 Euro
  • Kommentar: Puristische Stahl-Version dieses Retromodells von Tudor

Zenith „Heritage 146“

  • Originalmodell: 1960-er Jahre, Handaufzugskaliber 146D
  • Uhrwerk: Kaliber 4069 „El Primero“
  • Aufzug: automatisch
  • Gangautonomie: gut 50 Stunden
  • Unruhfrequenz: fünf Hertz
  • Gehäuse: Edelstahl
  • Durchmesser: 38 Millimeter
  • Wasserdichte: zehn bar
  • Limitierung: keine
  • Preis: 6.900 €
  • Kommentar: Puristischer Stopper im Stil der 1960-er Jahre

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