Vacheron Constantin präsentiert mit der „Traditionnelle Twin Beat Ewiger Kalender" eine Weltneuheit
Speedcontrol

Die neue Perpetual Calender Armbanduhr von Vacheron Constantin kann sich mit Hochgeschwindigkeit oder im Schneckentempo bewegen. Sie wählen den Modus. Der gewählte Modus wiederum beeinflusst die Gangautonomie.

Speedcontrol

Vacheron-Constantin Twin Beat Ewige-Kalender

Zwei Gangregler, zwei Frequenzen

Wer den brandneuen Twin-Beat Perpetual Calender von Vacheron Constantin als echte Weltpremiere und chronometrische Revolution bezeichnet, liegt richtig. Grundsätzlich sind mechanische Uhrwerke mit zwei Gangreglern nichts Neues. Sie huldigen einfach dem Prinzip der Resonanz. Das Mitschwingen eines Körpers mit einem anderen und die daraus resultierenden besseren Gangresultate jedoch waren bisher keine uhrmacherische Mission im Hause Vacheron Constantin.

Im Prinzip geht es darum, die in einem einzigen Federhaus gespeicherte Antriebskraft auf unterschiedliche Weise zu nutzen:

  • Zum einen für den täglichen Gebrauch am Handgelenk. In diesem Fall oszilliert die kleinere der beiden Unruhn mit flotten fünf Hertz (36.000 Halbschwingungen/Stunde). Bedingt durch das hohe Tempo reicht der Energievorrat so insgesamt vier Tage lang

Zum anderen ist das Handaufzugskaliber 3610 für eine Art Ruhezustand des Perpetual Calenders beispielsweise im Tresor konzipiert. Durch Betätigung des Drückers bei „8“ hält ein Kipphebel mit Federarmen den erstgenannten Gangregler an. In Sekundenbruchteilen tritt dafür das größere Pendant mit hauchdünner Unruhspirale in Aktion. Pro Stunde vollzieht dieses Ensemble, welches die Energie über eine eigene Getriebekette erhält, lediglich 8.640 Halbschwingen. Weil die langsame Gangart wesentlich weniger Kraft kostet, tickt der komplexe Mikrokosmos nun mindestens 65 Tage mit besagten 1,2 Hertz. Vacheron Constantin selbst nennt sogar eine Gangautonomie von 72 Tagen.

Die Unruh-Amplitude beträgt, wie beim Schnellschwing-Oszillator 300 Bogengrade. Das Ankerrad besteht in desen Fall (übrigens nicht zum ersten Mal bei Vacheron Constantin) aus Gewichtsgründen aus Silizium. Die übrigen Komponenten beider Hemmungen werden aus Nickel im LiGA-Verfahren gefertigt. Spontane Lagenveränderungen und Betrieb in unterschiedlichen Positionen würde der Ewige Kalender im Schonbetrieb nun naturgemäß mit größeren Gangabweichungen quittieren. Also empfiehlt sich bei Lagerung der Twin-Beat eine Flachlage, in der die Erdanziehungskraft keinen Einfluss auf den Oszillator nehmen kann.
Eine Ganggenauigkeit, die den hohen Anforderungen des Genfer Siegels entspricht, ist bei Ausnutzung der gesamten Gangreserve freilich nicht ganz zu erwarten.

Und so funktioniert die Gangschaltung der Traditionelle Twin Beat:

Welcher der beiden Modi gerade in Aktion ist, lässt ein Zeiger bei „9“ wissen.

Dank eines ausgeklügelten Getriebes der Vacheron Constantin wirken beide Schwingsysteme direkt auf das Zeigerwerk, also die Indikation von Stunden und Minuten ein.

Darüber hinaus haben die Konstrukteure von Vacheron Constanin der intelligenten Mikromechanik aus technisch nachvollziehbaren Gründen ein spezielles Differenzial spendiert. Selbiges findet sich auf dem Federhaus, dessen Durchmesser knapp dem halben des 32 Millimeter großen Uhrwerks entspricht. Im kleinen Gang darf die Zugfeder logischer Weise nur ein geringeres Drehmoment abgeben.
Neben der reduzierenden Aufgabe obliegt einem anderen Differenzial die Ansteuerung der doppelten Gangreserveindikation am Zifferblatt.

Kalendarium bis 2100

Spätestens jetzt stellt sich die Frage, wozu die Genfer Manufaktur Vacheron Constantin mit der „Tradionnelle Twin-Beat“  solch beträchtlichen uhrmacherischen Aufwand betreibt. Aufklärung schafft die südliche Hälfte des Zifferblatts.
Zwei Zeiger weisen dort auf das Datum und den Monat. Dazwischen findet sich eine kleine Scheibe mit den Ziffern 1, 2, 3 und 4. Jeweils eine davon zeigt sich in einem Rahmen. Wie vermutet, handelt es sich um die Schaltjahresanzeige eines ewigen Kalendariums. Deshalb lautet der komplette korrekte Name dieser neuen Luxus-Armbanduhr auch Vacheron Constantin „Tradionnelle Twin-Beat Ewiger Kalender„.

Kalendarischer Energiehaushalt

Kleiner Nachteil eines jeden Kalendariums: Nach längerem Liegen der Uhr mit entspannter Zugfeder heißt es zwangsläufig manuell korrigieren. Eben dem beugt besagter Energiesparmodus vor. Damit die Kalender-Kadratur auch bei reduziertem Drehmoment zuverlässig schaltet, haben sich die Techniker etwas einfallen lassen: Im Laufe eines Tages bzw. Monats sammelt die Mechanik kontinuierlich Kraft. Die Freisetzung erfolgt durch Herabfallen der Schalthebel über die Stufe einer Schneckenscheibe. Für die jeweils nach 24 Stunden erfolgende Datumsschaltung haben die Techniker sogar einen noch höheren, und auch patentierten Aufwand getrieben, als man ihn von üblichen Kalendarien mit springenden Anzeigen kennt. Unter der Schnecke befindet sich ein kleines Federhaus. Die darin integrierte Spiralfeder wird im Laufe des Tages aufgewunden. Ein speziell gestaltetes Rad mit einem Sektor ohne Zähnen setzt die solcherart generierte Kraft frei. Auf diese Weise sinkt die Unruh-Amplitude selbst am Jahresende, wenn gleichzeitig drei Indikationen zu bewegen sind, nicht so stark ab, dass das erstaunlich flache, nur sechs Millimeter hohe Uhrwerk zum Stillstand kommen könnte.

Dekorative Elemente

Luxus ist die Sorgfalt in den Details. Entsprechend dekoriert Vacheron Constantin die Platinen und Brücken des Uhrwerks mit Genfer Streifen. Außerdem erfolgt für Teile des Werks eine dunkle Beschichtung im so genannten NAC-Verfahren, das eine größere Lichtbeständigkeit gewährleistet.

Blick durch den Sichtboden auf das sorgsam dekorierte Manufakturkaliber 3610

Die obere Hälfte des Zifferblatts ist von Hand guillochiert; die untere Hälfte zeigt das Schaltwerk des immerwährenden Kalenders.
Als schützende Hülle für das aus immerhin 480 Komponenten assemblierte Handaufzugwerk verwendet die Genfer Traditionsmanufaktur ein 42 Millimeter großes, 12,3 Millimeter hoch bauendes Platingehäuse mit Sichtboden. Seine Wasserdichte reicht bis zu drei bar Druck.

Wie alle Uhren liefert Vacheron Constantin auch die neue „Traditionnelle Twin Beat Ewiger Kalender“ mit dem Genfer Qualitätssiegel. Im schnellen Tempomodus darf die maximale wöchentliche Gangabweichung dann nicht mehr als eine Minute betragen.

Es versteht sich von selbst, dass eine außergewöhnliche Luxus-Armbanduhr wie diese ihren dem Aufwand entsprechenden Preis hat. Dieser liegt bei etwa 217.000 Euro. Die „Traditionelle Twin Beat Ewiger Kalender“ ist nicht limitiert. 2019 werden aber wohl höchstens zehn Exemplare entstehen. Und die sind nach Bekunden von Vacheron Constantin ausschließlich in den eigenen Boutiquen von zu haben.

Der Modell-Steckbrief von Uhrenkosmos

Hersteller Vacheron Constantin
Name Traditionnelle Twin Beat Ewiger Kalender
Referenz 3200T/000P-B578
Premiere SIHH 2019
Uhrwerk Kaliber 3610
Aufzug manuell
Durchmesser 32 mm
Bauhöhe 6 mm
Komponenten 480
Unruhfrequenz bifrequent: 5 Hertz und 1,2 Hertz
Gangautonomie 4 bzw. 65 Tage
Anzeige Stunden, Minuten, Gangreserve, Schaltmodus, Datum, Monat, Schaltjahreszyklus
Zusatzfunktionen Ewiger Kalender bis Ende Februar 2100
Gehäuse Platin
Durchmesser 42 mm
Höhe 12,3 mm
Wasserdichte drei bar
Armband Alligatorleder
Preis circa 217.00 Euro
Erhältlich nur in Vacheron Constantin-Boutiquen

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


CAPTCHA-Bild
Bild neu laden

Illus

Beliebteste

ABONNIEREN SIE JETZT UNSEREN NEWSLETTER

Aktuelle Glossarbeiträge