Keramikuhren
Blitzschnell, ultrahart: 4 Superhelden aus Keramik

Diese Uhren machen The Flash und Batman Konkurrenz: Sie sind extrem schnell, in Stahl, Titan oder ultra-widerstandsfähiges Keramik gewandet – und dabei gefährlich gut aussehend. Vier Superhelden-Uhren, wie sie im Buche stehen.

Blitzschnell, ultrahart: 4 Superhelden aus Keramik

Zäh wie ein Superheld: Um sich die Punze des Vipernkopfes zu verdienen, muss diese TAG Heuer-Uhr einen 16-tägigen Test bestehen.

Die Viper: Die TAG Heuer Carrera „Tête de Vipère“

Diese Uhr ist nicht nur widerstandsfähig und smart, sondern auch eine wahre Rarität. Auf lediglich 155 Stück limitierte TAG Heuer die Produktion des neuen Carrera Chronometer mit Chronograph und Tourbillon. Seinen Beinamen „Tête de Vipère“, also „Kopf der Viper“, trägt das Modell aus einem bestimmten Grund: Die offizielle Genauigkeitsprüfung der Uhr erfolgte beim renommierten Observatorium Besançon, das seine Prüfung mit dem Stempel eines Vipernkopfes dokumentiert. Dieses Zertifikat ist eine Besonderheit. Es bezieht sich nämlich nicht nur auf das Werk, sondern auf die ganze Uhr. Zudem ist es extrem selten: nur 500 Zeitmesser haben das Zertifikat aus Besançon seit 2006 erhalten.

Um sich die Punze des Vipernkopfes zu verdienen, muss die Uhr einen 16-tägigen Test bestehen. In fünf Lagen und bei drei unterschiedlichen Temperaturen wird die Qualität von Uhr und Uhrwerk penibel geprüft. Die maximale tägliche Gangabweichung muss sich dabei im Bereich zwischen -4 und +6 Sekunden bewegen.

Das Automatikkaliber Heuer 02-T mit Chronograph und ultraleichtem Tourbillon zur Kompensation negativer Schwerkraft-Einflüsse auf die Ganggenauigkeit entsteht im eigenen Haus. Schutz bis zu zehn bar Wasserdruck bietet ein 45 Millimeter großes, nachtblaues Keramikgehäuse. Aus dem kratzfesten Material bestehen auch die Lünette und die Bandanstöße. Viele neugierige Blicke gestatten die durchbrochene Gestaltung des Zifferblatts und der Sichtboden.

Tiefschwarzer Mantel, blitzschnelles Uhrwerk: Die Unruh der „Defy El Primero“ von Zenith oszilliert mit fünf Hertz.

Macht Batman alle Ehre: Die „Defy El Primero“ von Zenith

Im pechschwarzen, wasserdichten Outfit kommt die „Defy El Primero“ von Zenith daher. Wie bei Batman hat sich mit dem neuen Look auch die Identität dieser Luxusuhr geändert: Das schwarze Cape des Time-Lab-chronometerzertifizierten „Defy El Primero“ besteht aus einer 44 Millimeter großen, bis zehn bar wasserdichten Schale. Das Gliederband ist aus Keramik gefertigt.

Das modular aufgebaute Automatikkaliber 9004 von Zenith kennt man bereits. Es besitzt zwei Gangregler. Mit fünf Hertz oszillieren Unruh und Unruhspirale auf der für die Uhrzeit zuständigen Ebene. Ihr Energiespeicher liefert Power für rund 50 Stunden Gangautonomie.

Der zweite, durch Drücker bei „2“ und „4“ angesteuerte Mechanik-Level, stoppt Zeitintervalle zwischen einer Hundertstelsekunde und 30 Minuten. In diesem Fall oszillieren Unruh und Spirale mit blitzschnellen 50 Hertz. Weil Hochgeschwindigkeit Kraft kostet, beträgt die durch eine Indikation bei „12“ dargestellte Gangautonomie lediglich 50 Minuten. Das Ensemble besteht aus 293 Komponenten.

Dank hoher Unruhfrequenz läuft die “Grand Seiko Blue Ceramic Hi-beat GMT Special Limited Edition“ schnell wie The Flash.

The Flash: Die „Grand Seiko“-Kollektion mit hoher Unruhfrequenz

Mit diesem Uhrwerk nehmen es nur wenige auf: Alle Armbanduhren der „Grand Seiko“-Linie ticken mit extrem hoher Unruhfrequenz. Der Grund für die blitzschnellen Uhrwerke ist einfach. Für mechanische Armbanduhren sind ständige Bewegungen eine Belastung. Gut, dass die Uhrmacher von Seiko schon Mitte der 1960er Jahre erkannten, dass Armbanduhren umso besser mit Lageveränderungen zurechtkommen, je höher ihre Unruhfrequenz ist.

So vollzog die Unruh, die im ersten japanischen Hochfrequenz-Handaufzugskaliber 5740C von 1966 tickte, stündlich 36.000 Halbschwingungen. 2009 entwickelte die Manufaktur das Hi-beat Kaliber 9S85 für die „Grand Seiko“-Kollektion. Dieses Kaliber bildet die Grundlage für das Schnellschwinger-Kaliber 9S86, das 2014 erstmals auf der Baselworld präsentiert wurde. Seine Besonderheit liegt in der GMT-Funktion mit unabhängig verstellbarem 12-Stunden-Zeiger. Den damit ausgestatteten „Grand Seiko“-Armbanduhren bescheinigen die Japaner eine Ganggenauigkeit im Bereich von täglich -2 bis +4 Sekunden. Die neue Zugfeder, an der Seiko zusammen mit dem Metal Material Laboratory der Tohoku Universität zuvor sechs Jahre lang getüftelt hatte, sichert 55 Stunden Gangautonomie.

2018 präsentierte die japanische Manufaktur während der Baselworld die “Grand Seiko Blue Ceramic Hi-beat GMT Special Limited Edition“. Das Automatikwerk der auf 350 Exemplare beschränkten Kollektion wird von einem Mix aus Titan und blauer Keramik umschlossen. In seinen Rotor ist eine massivgoldene Plakette eingelassen. Aus dem gleichen Materialmix besteht auch das Armband. Die bemerkenswert leichte Schale misst 46,4 Millimeter, am Handgelenk trägt sie 14,6 Millimeter auf. Und auch wasserdicht ist der japanische Chronometer – er hält dem Druck bis zu zehn bar mühelos stand.

Vier Hertz Unruhfrequenz lassen beim TimeWalker Manufacture Chronograph Stoppvorgänge auf die Achtelsekunde genau zu.

Ultrahart, ultragenau: Der „TimeWalker Manufacture Chronograph“ von Montblanc

Für das 43-Millimeter-Gehäuse des ausdruckstarken „TimeWalker Manufacture Chronograph“ verwendet Montblanc Stahl und Keramik. Das ultraharte schwarze Material dient zur Produktion der Lünette mit Tachymeterskala. Im Inneren tickt das exklusive, in Kooperation mit ValFleurier entwickelte und produzierte Automatikkaliber MB 25.10 mit Schaltradsteuerung des Chronographen und Vertikalkupplung. Währendessen beträgt sein Durchmesser gut 30, seine Höhe 7,90 Millimeter. Weil diese Dimensionen mit denen des Valjoux 7750 übereinstimmen, lassen sich auch bereits existente Gehäusekonstruktionen nutzen. Vier Hertz Unruhfrequenz gestatten Stoppvorgänge auf die Achtelsekunde genau. Ganz klassisch reichen die auf waagrechter Linie von „3“ zu „9“ angeordneten Zähler bis 30 Minuten bzw. 12 Stunden, die Permanentsekunde rotiert bei „6“.

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