Serie: Tourbillons - technische Meisterstücke: Carf F. Bucherer Tourbillon Peripheral (4)
Carl F. Bucherer und das Aussenlager

Den bisherigen Tourbillon-Entwicklungen kann das Schweizer Luxus-Uhrenhaus Carl F. Bucherer eine weitere Neuheit hinzufügen. Das auf Kugellagern basierende Tourbillon ist erstmals außen angebracht. Wir erklären Ihnen, was damit gemeint ist.

Carl F. Bucherer und das Aussenlager

Carl F. Bucherer und seine neue Tourbillon-Konstruktion

Fortschritt

Im Jahr 2005 traf Carl F. Bucherer die weit reichende Entscheidung zur Entwicklung eines eigenen Manufakturkalibers. Das Konzept des CFB A 1000 beinhaltete eine völlig andersartige Ausgestaltung des Selbstaufzugs durch eine peripher rotierende Schwungmasse. Die patentierte Rotorlagerung erfolgt beim mit Hilfe von DLC (diamond like carbon)-beschichtete Rollen. Ausgeklügelte Federarme bewirken ihre exakte Positionierung. Hinzu gesellt sich ferner eine dynamische Stoßsicherung, welche quasi in allen Lebenslagen wirkt. 2008 lancierte das in Luzern beheimatete Familienunternehmen Carl F. Bucherer die hauseigene Mechanik. Die im Laufe der folgenden Jahre entstandenen unterschiedlichen Uhrenmodellen haben alle den spezifischen Rotoraufzug mit dem daraus resultierenden Namen „Peripheral“ gemein.

Neues

Sozusagen einen Komparativ verkörpert die neueste Kreation, in der das wiederum selbst entwickelte Kaliber CFB T3000 tickt. Bei diesem tickenden Mikrokosmos treibt Carl F. Bucherer das periphere System auf die Spitze. Und zwar durch ein -gemäß gegenwärtigem Kenntnisstand- einzigartigen Tourbillon. Einen peripher, also außen gelagerten Käfig hat es in der mehr als zwei Jahrhunderte langen Tourbillon-Geschichte nämlich noch nicht gegeben.

Ein kompaktes Technikpaket von Carl F. Bucherer - das Manero Tourbillion

Neuzeit

Bekannt sind konventionell, sprich hinten und vorne gelagerte Drehgestelle. Solches ist auch bei Carl F. Bucherer zu haben. Die in den 1920-er Jahren vorgestellte Alternative ist das „fliegend“, sprich nur rückwärtig gelagerte Tourbillon. Beim Kaliber CFB T3000 beschreitet die Manufaktur eine Art Mittelweg. Durch die seitliche Lagerung scheint der Drehgang im Uhrwerk zu schweben. Er ist also von beiden Gehäuseseiten gleichermaßen gut wahrnehmbar. Möglich machen es drei peripher angeordnete Keramikkugellager. Sie halten den filigranen Käfig sicher und bewirken ausgesprochen reibungsarme Rotationen zum Ausgleich der schwerkraftbedingten Fehler.

Neuzeit repräsentieren auch Anker und Ankerrad. Sie bestehen aus Silizium, arbeiten wegen der glatten Oberfläche nahezu reibungsfrei und leisten auf diese Weise einen wesentlichen Beitrag zu den mindestens 65 Stunden Gangautonomie. Bester Beweis für einwandfreie Funktion und präzisen Gang ist das offizielle COSC-Chronometerzeugnis, welches jedes „Manero Tourbillon DoublePeripheral“ begleitet. Weil die Prüfung zwingend nach einem Sekundenzeiger verlangt, ist der Käfig des Minutentourbillons entsprechend gestaltet. Erhältlich ist die Innovation für 59.700 Euro mit einem 43 Millimeter großen, bis drei bar wasserdichten Gehäuse aus Roségold.

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