Uhr-Sachen-Forschung in der Sauna
Seien Sie sich selbst genug!

Mit dem Schaulaufen in der Sauna ist das so eine Sache. So bar jeglicher Kleidung und ganz auf sich selbst gestellt, würde man sich über ein tickendes Attribut der eigenen Vollkommenheit freuen. Sollte es aber trotzdem lassen.

Seien Sie sich selbst genug!

Sie arbeiten hart an sich und ihrem Erfolg, das sieht man. Ihr Auftreten, der gutmotorisierte Firmenwagen, die Sportuhr an Ihrem Handgelenk (die Ihr Outfit zugegeben ganz ausgezeichnet ergänzt). Neben wohlgewählten Accessoires achten Sie natürlich auch auf Ihren Körper – die vielen Stunden im Büro und die vielen Geschäftsessen fordern nämlich ihren Tribut. Sie treiben Sport und gehen danach in die Sauna. Beim Schwitzen ein paar Pfunde loszuwerden hat noch keinem geschadet.

Ihrer Uhr aber schon. Ja, im Prospekt hat ihnen der Hersteller eine ambossgleiche mechanische Belastbarkeit versprochen. Ebenso eine Wasserdichtigkeit, die dem kommenden Sequel des Hollywood-Blockbuster Abyss II standhält.

Doch ein Saunabesuch ist und bleibt für eine hochwertige Uhr und deren Uhrwerk purer Stress. Dichtungen werden strapaziert. Die unterschiedlichen Ausdehnungen der verschiedenen Werkstoffe stören das reibungslose Ineinandergreifen der Zahnräder, Federn und Brücken und die aufgebrachten Kleinstmengen an Schmiermitteln verflüchtigen sich im wahrsten Sinne des Wortes in ihre Bestandteile.

Wenn wir Ihnen also eine Empfehlung geben dürfen: Folgen Sie weiter ihrem Lebensmotto Work hard, play hard. Gerne auch mit mechanischen Kostbarkeiten am Handgelenk. Nur beim Schwitzen sollten Sie Ihre GMT lieber abnehmen. Denn wenn Ihre Saunanachbarin Sie später nach der Uhrzeit fragt, wollen Sie doch sichergehen, dass Ihre Uhr einwandfrei funktioniert. Und ob noch Zeit für einen Drink bleibt.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


CAPTCHA-Bild
Bild neu laden

Illus

Beliebteste

ABONNIEREN SIE JETZT UNSEREN NEWSLETTER

Aktuelle Glossarbeiträge