Rolex GMT Master - Teil 1
Chronometer der Superlative

Das ist mal abgehoben! Die amerikanische Fluglinie PanAm ist ja eher für sexy Stewardessen-Uniformen bekannt, als für Luxusuhren. Was der legendäre Zeitmesser nun aber mit der Airline zu tun hat und warum nicht nur Piloten auf das edle Stück fliegen, lesen Sie hier.

Chronometer der Superlative

Ein Männertraum: Die Rolex Armbanduhr GMT Master II

Hans Wilsdorf: Der Mann hinter Rolex

Wer ist der Mann, der hinter all den begehrenswerten Luxusuhren steht, die die Herzen von Uhrenfans immer wieder höherschlagen lassen? Hans Wilsdorf geboren und aufgewachsen im oberfränkischen Kulmbach, darf zweifellos den Titel Kosmopolit tragen. Nach seiner Ausbildung in La Chaux-de-Fonds gründete er in London die Rolex und wurde Mega-Unternehmer in Genf. Natürlich war er entsprechend weit gereist. Speziell in den letzten Jahren seines erfolgreichen wie bewegenden Berufslebens pflegte er den kalten Wintermonaten durch ausgedehnte Trips in südlichere Regionen zu entfliehen. Weniger zum privaten Vergnügen, sondern vielmehr, um geschäftliche Kontakte mit seinen Kunden zu pflegen. Der Gründer des Hauses Rolex wusste deshalb genau, worauf es bei Globetrottern in Sachen Uhrzeit ankam. Ob er selbst auf eine der Weltzeit-Taschenuhren blickte, die Rolex 1945 anlässlich des 40. Jahrestages der Firmengründung vorgestellt hatte. Für deren Entwicklung kooperierte er deswegen mit dem sehr erfahrenen Genfer Spezialisten Louis Cottier.

Die Geburtsstunde der Rolex GMT-Master

Nur acht Jahre später beginnt die Geschichte einer kosmopolitischen Ikone. 1953 kontaktierten Manager der Pan American Airlines (PanAm) das Haus Rolex. Sie wollten eine Zeitzonen-Armbanduhr, welche gleichzeitig die Referenz- und jeweilige Ortszeit darstellen konnte. Wie schon so oft zuvor packte der Rolex-Patron die Aufgabe höchstpersönlich an. Und einmal mehr löste er sie während seiner ausgedehnten Morgentoilette. Konkret kam ihm die zündende Idee im Pariser Hotel Ritz. Bereits im folgenden Jahr war die auf Basis der Turn-O-Graph Referenz 6202 entwickelte „GMT-Master“ fertig. 1955 erfolgte das Lancement der Armbanduhr mit zwei Stundenzeigern unter der Referenznummer 6542. Der Zeiger für die Heimat- oder Referenzzeit rotierte pro Tag einmal um seine Achse. Er korrespondierte mit einer entsprechend gestalteten Drehlünette. Störende Reflexionen im Cockpit unterband anfangs ein Kunststoff-Glasrand mit rückwärtig bedrucktem Acrylglas-Inlay. Weil dieses Bauteil jedoch den Strapazen im fliegerischen Alltag nicht dauerhaft gewachsen war, kam deshalb ab 1956 belastbareres Metall zum Einsatz.

Die Luxus-Armbanduhr begeistert Piloten

PanAm orderte sogar zwei unterschiedliche Modelle. Das Personal in den Lüften blickte auf ein schwarzes Zifferblatt. Am Boden Gebliebene hingegen auf ein weißes. Die Referenz 6542 traf voll ins Schwarze. Sie wurde nicht nur in mehreren Varianten produziert, sondern auch von Pussy Galore in 007 Goldfinger getragen. 1960 bewerteten allein 20 von 21 Flugzeug-Navigatoren die professionellen Eigenschaften  als besonders hilfreich. Das Merkmal der ab 1982 produzierten „GMT-Master II“ verfügte erstmals über einen unabhängig per Krone in beiden Richtungen verstellbaren 12-Stunden-Zeiger.

Wußten Sie eigentlich, dass legendäre GMT-Master II sogar auf den Mond geflogen ist? Und warum die Fans eine Neuauflage der „Pepsi-GMT-Master“ herbeisehnen, das erfahren Sie hier.

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