Trend Stahluhren
Rassig, harmonisch oder doch lieber sportiv?

SIHH exklusiv: Ob Panerai, Montblanc, Cartier oder Hermès – große Namen spielen auf dem Markt der metallenen Luxusuhren mit. Bei den neuen Modellen ist nicht nur der Preis attraktiv …

Rassig, harmonisch oder doch lieber sportiv?

Die Panerai "Luminor Due" besitzt keinen Sichtboden, dafür aber einen rassigen Look

Die stählerne Schöne aus Italien

Panerai verbaut derweil ein Automatikwerk in konventioneller Bauweise, sprich ohne Silizium-Komponenten in der stählernen „Luminor Due“. Das aus 171 Teilen assemblierte Rotorkaliber OP (Officine Panerai) XXXIV verfügt über gute 72 Stunden Gangautonomie, kann also entspanne ein ganzes Wochenende im Tresor ausharren. Mit dem Ensemble wenden sich die Italiener übrigens vor allem an Zeit-Genossen, denen es mehr auf die Optik der ganzen Uhr als auf das darin tickende Innenleben ankommt. Für 4.600 Euro bekommt man reinrassigen, unverkennbaren Panerai-Look mit 38 oder 42 mm Gehäusedurchmesser, markantem Kronenschutz und Lederband. Nicht zuletzt auch mit Blick auf den anvisierten Preis besitzt die insgesamt 11,2 Millimeter hoch bauende Edelstahl-Schale keinen Sichtboden.

Valfleurier ist auch für Montblanc tätig gewesen. Das exklusive Kaliber 25.10 verfügt über eine Schaltradsteuerung für den Chronographen. Der wartet zudem mit Horizontalkupplung, 30-Minuten- und 12-Stunden-Totalisator und rund 46 Stunden Gangautonomie auf. Uhrmacher montieren es aus sage und schreibe 232 Teilen. Dieses Oeuvre präsentiert sich durch einen rauchfarbenen Sichtboden im 43 mm Stahlgehäuse. Seine Lünette besteht natürlich aus kratzfester Keramik. Darüber hinaus reicht die Wasserdichte bis zu zehn bar Druck. Weil die Hamburger mit Swiss-Made-Uhren unter anderem neben TAG Heuer bestehen müssen, ist der sportive „TimeWalker“ deshalb für weniger als 5.000 Euro zu haben.

Harmonisch wird’s bei Hermès

Marc Berthier, der für La Montre Hermès 2010 die „Carré H“ kreierte, strebte erstens eine harmonische Formgebung und zweitens optimale Ablesbarkeit an. 2018 kehrt sie dann schließlich zurück. Das mittlere Modell wurde inzwischen auf 38 x 38 Millimeter vergrößert. Die abgerundeten Ecken und ein bombierter Glasrand nehmen der teils polierten, teils kugelgestrahlten Edelstahlschale zudem die Schärfe. Innen kümmert sich derweil das exklusive Automatikkaliber H1912 um die Anzeige von Stunden, Minuten und Sekunden. Die 3,4 Millimeter hoch bauende Mechanik mit Kugellagerrotor, rund 50 Stunden Gangautonomie und vier Hertz Unruhfrequenz besteht inzwischen aus 193 Komponenten. Als Hersteller schließlich zeichnet hier Vaucher, ein Mitglied der Parmigiani-Gruppe verantwortlich. Die Franzosen halten eine Beteiligung von 25 Prozent. Der Preis für die Schöne: 5.900 Euro.

Facelift für die „Santos“

Die „Santos“ von Cartier ist mittlerweile schon 114 Jahre alt. Für den jugendlichen Charme der Ikone sorgten die Produktgestalter nunmehr durch ein gründlich überarbeitetes Gehäuse. Des Weiteren wurde an der Befestigung des Armbands gearbeitet. Die Stahl-Schale mit integriertem Magnetfeldschutz umfängt das hauseigene Automatikkaliber 1847 MC. Zu seinen Eigenschaften gehören unter anderem Hemmungsteile aus einer Nickel-Phosphor-Legierung. Nutzerfreundlichkeit verspricht des Weiteren einmal das patentierte unsichtbare „QuickSwitch“-System zum schnellen Wechsel des mitgelieferten Leder- und Metallbands. Letzteres lässt sich dank „SmartLink“ problemlos selbst kürzen oder auch verlängern. Dieses Stück Uhrengeschichte gibt es mittlerweile ab rund 6.000 Euro.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


CAPTCHA-Bild
Bild neu laden