Chrono Sapiens – die Herren der Zeit: Johann Rupert, Verwaltungsratpräsident von Richemont
Johann Rupert im Gespräch über seine Arbeit mit den Richemont-Marken

Der Richemont-Konzern erwirtschaftet unter Johann Rupert jährlich 10,41 Milliarden Euro. Doch obwohl er als Verwaltungsratpräsident über Uhrenmarken und Branchen-Größen wie Cartier, Jaeger-LeCoultre, Montblanc oder Panerai gebietet, hat Rupert keine Lieblingsmarke. Seine Liebe gehört dem Erfolg..

Johann Rupert im Gespräch über seine Arbeit mit den Richemont-Marken

Mit dem Richemont-Konzern dirigiert der Südafrikaner Johann Rupert einen ganzen Uhrenkosmos.

Ins Tagesgeschäft seiner Richemont Konzern-Manager mischt sich Johann Rupert nicht ein. Auch große Worte liegen dem Verwaltungsratspräsidenten des weltweit größten Luxuskonzerns und Konglomerats an Luxus-Uhrenmarken nicht. Der gebürtige Südafrikaner schwafelt eben ungern. Statt blumig und ausschweifend kommuniziert er knapp und prägnant. So hat jede seiner Aussagen Gewicht.

Luxus-Konzern auf Wachstumskurs

Unter dem offiziellen  Namen „Compagnie Financière Richemont SA“ gebietet der Richemont-Konzern über anerkannte chronometrische Marken und Branchen-Größen. Dazu gehören folgende Marken: A. Lange & Söhne, Baume & Mercier, Cartier, IWC, Jaeger-LeCoultre, Montblanc, Panerai, Piaget, Roger Dubuis und Vacheron Constantin.

Unter den Richemont-Marken habe ich natürlich keine Lieblinge.

Johann Rupert

Richemont-Konzern

Im Geschäftsjahr 2015/2016 erwirtschaftete der Richemont Konzern einen konsolidierten Umsatz von 10,41 Milliarden Euro. Zusammen mit weiteren Gruppenmitgliedern zwar, aber die Summe kann sich durchaus sehen lassen.

Trotz ausgeprägter Probleme in Hongkong und China entwickeln sich die Marken des Luxus-Konzerns im aktuellen Umfeld ausgesprochen gut. Maxime ist der Wettbewerb der verschiedenen Marken untereinander. Jede ist selbst für ihre Produktphilosophie, die Vertriebs- und Zukunftsstrategie verantwortlich. Und letztendlich auch für ihr jährliches Resultat. Als Führungspersönlichkeit mit marktwirtschaftlichen Verständnis weiß Verwaltungsratpräsident Johann Rupert eben nicht nur zu fördern, sondern auch zu fordern.

Die Präzision der sächsischen Manufaktur A. Lange & Söhne hat es Über-Manager Rupert angetan.

Liebling ist, wer performt

Seinen größten Coup landete der Südafrikaner Johann Rupert im Jahr 2000: mit dem damals unglaublich kostspieligen, im Nachhinein jedoch absolut richtigen Erwerb von A. Lange & Söhne, IWC und Jaeger-LeCoultre für rund zwei Milliarden Euro. „Inzwischen müsste ich deutlich mehr zahlen“, sagt Rupert heute pragmatisch.

Auf seine sächsische Nobelmanufaktur A. Lange & Söhne ist Rupert besonders stolz. Zur Eröffnung des neuen Gebäudetrakts in Glashütte 2015 war der Konzern-Chef zusammen mit Sohn Anton Jr. eigens aus Südafrika angereist. Mit Bevorzugung hatte dieser Gunstbeweis allerdings nichts zu tun. Johann Rupert kennt, wie er in einem seiner äußerst raren Interviews zum Ausdruck brachte, „keine Lieblinge“. Egal ob Mann oder Frau, egal ob schwarz oder weiß – gefördert werde, wer gut sei.

Mehr über die „Chrono Sapiens“ – die Herren der Zeit – erfahren Sie hier:

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