Platin - ein echtes Edel-Metall
Welche Vorteile hat Platin bei Uhrengehäusen?

Das Gehäuse von wertvollen Uhren soll nicht nur schön, sondern auch schön und beständig sein. Hier ist Platin eine ideale Wahl – wenn es nur nicht so anspruchsvoll wäre. Wir erklären warum.

Welche Vorteile hat Platin bei Uhrengehäusen?

Schlau in 60 Sekunden.

Platin wird zunächst aus zwei Gründen für Uhrengehäuse verwendet. Es ist optisch sehr dezent und obendrein ein kostbares Edelmetall. 

Die Gründe, warum nicht viel mehr Uhren aus Platin sind, liegen auf der Hand. Das Metall Platin ist nicht nur sehr selten und die Gewinnung ist extrem aufwendig. So muss für ein Gramm Platin mehr als 300 Kilogramm Platinerz-Gestein abgebaut werden. Für ein Gramm Gold reichen hingegen schon 100 Kilogramm.
Daneben stellt Platin auch bei der Verarbeitung höchste Ansprüche. Mit 1.773°C besitzt es den höchsten Schmelzpunkt (Gold bereits bei 1.063°C, Silber 960°C) der Edelmetalle. Zudem ist es fester, zäher und schwerer als andere Schmuckmetalle, weshalb spezielle Werkzeuge und Techniken zur Verarbeitung nötig sind.

Ein gewichtiges Argument

Platin wird meist mit einem Feingehalt von 950/1000 verwendet. Dies wiederum bedeutet nichts anderes, als dass das entsprechende Produkte zu 95 Prozent aus reinem Platin besteht. Ein Platin-Uhrengehäuse wiegt daher rund 35 Prozent mehr als ein Pendant aus 18-karätigem Gold.

Platin verzeiht mehr

Ein weiterer, im wahrsten Sinne gewichtiger Vorteil ist neben der oben beschriebenen Dichte seine Beständigkeit. Anders als bei anderen Edelmetallen geht bei leichten Kratzern kaum Edelmetall verloren. Vielmehr wird das Metall einfach verschoben und die Grate am Rand des Kratzers angehoben – was das Überarbeiten und Nachpolieren der Uhr vereinfacht und den Wert erhält. Beim Tragen von Platin kann auch eine ganz leichte Patina entstehen, das Nachpolieren ist jedoch absolut unproblematisch. Während andere Edelmetalle so mit der Zeit an Substanz verlieren, behält Platin seine Schönheit und seinen Wert. Entsprechend überproportional häufig ist seine Verwendung bei besonders wertvollen Uhren.

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