Chrono Sapiens Parmigiani Fleurier CEO Guido Terreni

CEO Guido Terreni: Tonda GT und Tonda PF verleihen Parmigiani Identität

Für Parmigiani Fleurier und ihren ambitionierten CEO Guido Terreni bedeutete die Watches and Wonders 2022 und dem Erfolg der Uhrenlinie Tonda PF den Durchbruch. Uhrenkosmos sprach mit dem Parmigiani CEO über die 25 Jahre Manufaktur und ihre Pläne, wie etwa die neue Damenuhr Tonda Automatic Full Diamonds.

von | 07.05.2022

Parmigiani Fleurier im Aufwind

Die Messe Watches & Wonders war eine gute Gelegenheit, Parmigiani Fleurier CEO Guido Terreni zu seinen aktuellen Plänen und kommenden Modellen zu sprechen.

Uhrenkosmos: Sie sehen sehr glücklich aus, Guido, sagen Sie uns auch warum?  

Guido Terreni: Glücklich, ich weiß es nicht. Aber wir sind wirklich im Aufwind. Also, ich bin sehr, sehr froh. Wir haben gerade den vierten Messetag hinter uns, und die Resonanz ist gewaltig. Ich kneife mich jeden Moment, ist das wirklich wahr? Und ich habe nicht erwartet, dass die Marke in so kurzer Zeit derart nachgefragt wird. Das zeigt, dass die Marke ein hohes Ansehen genießt und die Kunden einen guten Willen haben. Ich glaube, jeder im Umfeld von Parmigiani Fleurier hat den Wunsch, dass die Marke Erfolg hat.

Liegt es an der Marke oder an den vielen neuen Uhren rund um die Tonda PF-Linie?

Ja, dieser Schwung begann nach der Vorstellung des Tonda PF im vergangenen September. Aber das hängt mit vielen Zutaten zusammen. Zuallererst muss man eine Marke haben, die etwas zu sagen hat. Und Sie wissen, dass Parmigiani das hat, denn sie basiert auf den Werten eines tiefen kulturellen Wissens aus der Restauration und des Understatements. Ich denke also, dass das Bedürfnis nach dezentem Luxus etwas sehr Aktuelles ist. Die Welt entwickelt sich hin zu einer sinnvolleren Art, das Leben auszudrücken. Und wettbewerbsorientiert, aggressiv und laut zu sein, ist meiner Meinung nach weniger elegant. Es ist also eine Stimme, die ein wenig außerhalb des Mainstreams liegt, was meiner Meinung nach sehr schön ist. Und das ist es, was wir ansprechen.

 

CEO Guido Terreni

Mit Hilfe der Tpnda PF brachte CEO Guido Terreni Parmigiani Fleurier auf die Erfolgsspur. Abgebildet sind im Uhrzeigersinn die Tonda PF Automatik, der Tonda PF Chronograph, die Tonda PF Skeleton und die Tonda PF GMT Rattrapante

An wen richten Sie sich?

Wir interpretieren die Wünsche von Kunden im Altersspektrum zwischen 30 und 50 Jahren, die unaufdringlich und distinguiert sind und das nicht Alltägliche suchen. Wir bieten genau das, weil es die Werte von Michel Parmigiani sind. Ich persönlich habe mich einfach gefragt, wer ist heute der Kunde, der Parmigiani vor 25 Jahren so berühmt gemacht hat. Und welche Uhr würde er tragen. Dabei wurde mir klar, dass die Welt heute weniger formell ist als vor 25 Jahren. 

Ich denke, dass sich der allgemeine Lebensstil in den letzten 25 Jahren stark verändert hat …

Erinnern Sie sich, dass wir vor Jahrzehnten mit einer Krawatte ins Stadion gegangen sind. Meine Eltern jedenfalls gingen mit einer Krawatte ins Fußballstadion. Heute ist alles weniger formell. Aber das bedeutet nicht, dass man weniger elegant sein muss. Und das ist unsere Antwort. Die Tonda PF wendet sich an wohlhabende, kultivierte, diskrete Kunden, welche etwas suchen, das nicht laut ist. Sie betrachten ihre Armbanduhr als persönliche Wahl, weil sie diese nicht wirklich für ihren sozialen Status kaufen. Wir erwerben auf diese Weise deren Vertrauen, deren Wissen. Für uns ist es eher ein Wissensstatus als ein kultureller Status in Sachen Uhrmacherei. Und das ist etwas, was meiner Meinung nach in der Branche ein wenig fehlt.  

Parmigiani Fleurier Tondagraph GT und Tonda PF Chrono (C) Uhrenkosmos

Weniger laut als der links abgebildete Tondagraph GT ist der Parmigiani Fleurier Tonda PF Chronograph Automatic

Vom Wert der Diskretion

Können Sie uns etwas über Ihre Idee erzählen, sich von der Tonda GT zur Tonda PF zu bewegen?  Am Handgelenk wirkt sie eleganter und, sagen wir, diskreter.

Die Tonda GT ist in meinen Augen ein wenig lauter als die PF.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, etwas zu machen, das auf ein Minimum reduziert ist? 

Als ich in das Unternehmen eintrat, habe ich meine Hausaufgaben gemacht, denn ich habe das Unternehmen studiert, ich habe die Kollektion studiert, ich habe den Vertrieb studiert, wie ich es von außen tun würde. Und als ich eintrat, sah ich, dass die Tonda GT an Attraktivität gewann, sie war für ein jüngeres Publikum interessant. Dann schaute ich mir die Entwicklungen an, die für 2022 geplant waren, und ich entdeckte eine Entwicklung, die noch sportlicher werden sollte. Und ich habe sie gestoppt und gesagt: Nein, das ist nicht Parmigiani Fleurier. Du wirst Leuten gefallen, die nicht zu den Parmigiani-Kunden gehören. Wenn du versuchst, einen Kunden von Hublot oder Richard Mille zu stehlen, dann ist das nicht Parmigiani. 

Dazwischen liegen tatsächlich Welten

Absolut. Aber stellen Sie sich vor, ich kam im Jahr des 25. Firmenjubiläums und habe die anstehenden Pläne eingefroren. Andererseits gab es die Notwendigkeit, gewisse Änderungen vorzunehmen. Als erstes mussten wir einige Nuancen der Tonda GT korrigieren. Und die Tonda GT, welche Sie mit den schwarzen Chrono-Zählern sehen, ist das Resultat subtilerer Vorgehensweise bei der Kreation einer sportlichen Uhr. Und dann habe ich gesagt, nein, wir arbeiten auf dem Sektor Höchster Uhrmacherkunst, wir arbeiten an der Erweiterung des Prestiges. Wir müssen also kein Geschäft mit mehr oder weniger erschwinglichen Produkte anstreben, sondern unseren Uhren mehr Inhalt verleihen. 

Dabei hat Parmigiani die Wahl zwischen verschiedenen Uhrwerken 

Ich habe mir den aktuellen Bestand an verfügbaren Uhrwerken angesehen, denn ohne Uhrwerke geht bekanntlich gar nichts. Und ich habe unsere vier ikonischen Uhrwerke analysiert. Da ist einmal das 25 Jahre alte Uhrwerk mit Mikromotor, Ein wunderschönes Oeuvre, das extrem schlanke und elegante Uhren erlaubt. Hinzu gesellt sich ein integrierter Chronograph, einer der schönsten, wenn nicht sogar der schönste, welchen wir in der Branche haben. Dann haben wir den Jahreskalender und das komplett in Gold ausgeführte Chronographen-Uhrwerk. Letzteres ist ein echtes Kunstwerk. Anschließend haben wir mit dem Design begonnen. Und das Design ist erstaunlich schnell entstanden. Wenn man also schnell mit einem Design bei der Sache ist, dann liegt das auch am Gefühl, etwas Richtiges zu haben. Aber wir sind auch einige Risiken eingegangen, denn die Entwicklung eines neuen Produkts in nur sieben Monaten hat es in der Branche vermutlich noch nicht gegeben. Jedoch war das bei uns möglich, weil wir im eigenen Haus über die verschiedenen Kompetenzen und Kapazitäten für Gehäuse und Zifferblätter sowie für Design und Entwicklung verfügen. Wir sind also einige Risiken eingegangen. Aber wenn wir die Tonda PF nicht letztes Jahr in Genf lanciert hätten, gäbe es jetzt nicht dieses Momentum.  

Parmigiani Fleurier Tonda PF Jahreskalender

Sehr begehrt und im Parallelmarkt schon über dem unverbindlichen Publikumspreis gehandelt: Parmigiani Fleurier Tonda PF Jahreskalender

Sie haben Ihre Uhrenkollektion schon früher auf dem SIHH präsentiert. War es logisch, auch auf der Watches & Wonders 2022 auszustellen?

Die Entscheidung, an der Watches & Wonders teilzunehmen, war richtig und erfolgreich. Bis zum 30. September 2021 habe ich mir alle verfügbare Zeit dafür genommen. Um acht Uhr habe ich den Vertrag unterschrieben, weil das der letzte Tag war, an dem man ein- oder aussteigen konnte. Immerhin ist es für eine relativ kleine Marke wie uns doch recht teuer, hier auszustellen. Wir müssen klug mit den Investitionen umgehen, aber die verfügbare Flexibilität hat die Prozesse sehr beschleunigt. Und es ist ein Schneeballeffekt. Die wirkliche Beschleunigung setzte im November, Dezember und Januar ein. Der Februar war dann unglaublich. Wir haben im Februar so viele Aufträge erhalten wie im halben vergangenen Jahr.  

Erfolgreiche Watches and Wonders

 Wie ist das Ergebnis der Messe bis jetzt? 

Wenn ich zusammenrechne, was wir bereits verkauft haben, was wir im ersten Quartal gemacht haben, wenn ich die Aufträge hinzurechne, die wir vor der Messe haben, und wenn ich die Aufträge hinzurechne, die wir auf der Messe bekommen haben, dann ist das vier Mal so viel wie der Umsatz des letzten Jahres, der bereits 80 Prozent über dem von 2020 lag. Es ist also nicht möglich, auf eine derartige Nachfrage zu reagieren. Und Sie können verstehen, dass es keine Strategie ist, die Knappheit aufrechtzuerhalten, um Begehrlichkeiten zu wecken. Nein. Ich würde gerne mehr Produkte haben, um sie meinen Kunden zu geben, die darauf warten. 

Die Produktion ist also bis an die Grenzen ausgelastet. Verstehe ich das richtig?

 Die Herstellung von Uhrwerken braucht leider Zeit. Wenn ich jetzt Werke bestelle, erhalte ich sie im Januar. 

Und Gehäuse? 

Gehäuse sind einfacher, sie sind kurzfristiger verfügbar. Außerdem besteht die Kollektion aus nur in Nuancen unterschiedlichen Gehäuse. Das PF-Gehäuse war grundsätzlich bereits durch die Tonda GT bekannt.

Und das Armband? 

Es handelt sich im Grunde genommen um ein einziges Armband. Die Produktion von Nachschub ist also keine sonderlich schwierige Angelegenheit. Es dauert drei, vier Monate. Nein, die Probleme werden im Moment durch die Uhrwerke verursacht.

Parmigiani Fleurier Tonda PF Flying Tourbillon Platin (C) Uhrenkosmos

Während der Watches & Wonders 2022 zügigausverkauft: Parmigiani Fleurier Tonda PF Flying Tourbillon in Platin

Bei Audemars Piguet liegt die Royal Oak bei über 80 Prozent. Könnte es sein, dass bei Parmigiani Fleurier eines Tages die PF-Linie auch 80 Prozent von allem einnimmt?

Das ist schon jetzt der Fall. Und wenn man die Parmigiani GT dazuzählt, kommt man auf 95 Prozent. Die Parmigiani Tonda GT und PF machen also zusammen 95 Prozent aller unserer Aufträge aus. Aber das bedeutet nicht, dass die Marke ein Monoprodukt sein muss. Denn ich denke, Parmigiani kann viel mehr als diese sportlich-eleganten Uhren.

Aber sind Sie in diesem Moment glücklich, dass es 95 Prozent sind?

Es gibt der Marke eine Identität. Und das ist sehr wichtig. Aber das bedeutet nicht, dass Parmigiani-Kunden nur diese Tonda GT und PF Uhren wollen. Ich möchte herausfinden, wie die Marke weitere Wege hin zu unseren Kundenkreisen beschreiten kann. Aber das dauert noch, denn erst müssen wir den Wiedererkennungswert der aktuellen GT- und PF-Kollektion herstellen und steigern. Aber mit der Reaktivierung der Restaurierung und unserer Arbeit an der Rose Carrée demonstriert Parmigiani Fleurier die Kompetenz, unglaubliche Kunstwerke im High-End-Bereich zu schaffen. Wir haben also viele Möglichkeiten, Parmigiani Fleurier zu einer der begehrtesten Marken in der gesamten Branche zu machen.

Parmigiani Fleurier Tonda PF Skeleton Stahl (C) Uhrenkosmos

Bestseller: Parmigiani Fleurier Tonda PF Skeleton in Edelstahl

Preis-Wert

Was denken Sie über den momentanen Preispunkt Ihrer Tonda GT und Tonda PF Uhren? Passt er oder wollen Sie höher gehen? Wenn man die neue Tonda PF GMT Rattrapante mit AP oder Patek vergleicht, sind Ihre Preise durchaus angemessen.

Das ist schon komisch. Als ich erstmals mit einem wichtigen Kunden sprach, fragte er mich nach einem Produkt für rund 10.000 Euro, und ich sagte, nein. Da brauche ich nicht hinzugehen. Aber einen Durchschnittspreis von 100.000 Euro will ich ebenfalls nicht. Heute liegen wir also bei einem Durchschnittspreis von 35.000 Euro. Mit dieser Position bin ich sehr zufrieden. Und ich finde, dass die Positionierung zwischen 20 und 60.000 liegen muss, das ist mein Brot und meine Butter. Und dann kann ich weiter gehen. Zwischen 20.000 und 80.000 € preislich zu liegen, ist für eine Marke wie Parmigiani Fleurier sehr passend, um interessant zu sein.   

Sie haben gerade ein wunderbares flaches Tourbillon lanciert. Wie sieht es mit uhrmacherischen Komplikationen in der Zukunft aus?

Ich denke, wir müssen auch zu Komplikationen zurückkehren, zu außergewöhnlichen und deshalb interessanten Stücken. Nicht nur um der Komplikation willen. Nehmen Sie besagtes Platin-Tourbillon. Es war sehr schnell ausverkauft. Wir haben bereits mehr Nachfragen als die intendierten 25 Stück.

Hätten Sie mehr Stücke planen sollen, zum Beispiel 50? 

Limitierung ist Limitierung. Außerdem ändert es grundsätzlich nichts an meinen Zahlen, ob ich 25 oder 50 Tourbillons mache. Es ist eine Frage, wie gierig man ist und wie schnell man wachsen will. Bei den 25 Chronographen im letzten Jahr haben wir drei Monate gebraucht, um alle zu verkaufen. Hier sind es drei Tage. Beim Tourbillon sind es 140.000 Euro, und der Chrono war 155.000 Euro. Zehn Prozent Unterschied. Wir reden also über denselben Preispunkt, wenn Sie so wollen. Und das liegt an der Attraktivität. Kunden kaufen inzwischen bei Parmigiani deutlich leichter eine High-End-Armbanduhr, und das freut mich sehr.

 

Welches ist in Sachen Verkauf das erfolgreichste Modell der Tonda PF? 

Der reine Mikro-Rotor ist der Vater von allem. Und was die Stückzahlen betrifft, ist sie das erfolgreichste Modell. In Bezug auf den Wert liegt sie auf einer Ebene mit dem Chronographen. Der Chrono und der Mikrorotor sind also vom Umsatz her gleichauf.  

Die neue Skeleton und die GMT Rattrapante, wie sieht es mit ihnen aus? 

In Sachen Umsatz ist die Skeleton verrückt. Und die Rattrapante ist der Star der Messe.

Geduld gefragt

 Es wird also Wartelisten geben? 

Es gibt bereits Wartelisten. Wir haben schon mehr Nachfrage als geplant. Speziell während dieser Messe. Der Unterschied zu vorher sind tatsächlich die festen Bestellungen. Während der Messe gibt es Sammler, welche zu Hause die Watches & Wonders verfolgen und interessante Uhren suchen. Sie stehen in Kontakt mit ihren Händlern und sagen, ich will das, hier ist eine Anzahlung. Wir haben bereits Anzahlungen vorliegen für das, was wir hier und heute zeigen. Und das passiert sozusagen über Nacht. Ich habe mit Repräsentanten in China gesprochen. Zwei Stunden nach Veröffentlichung meines Video-Interviews hatten wir schon 32 Anzahlungen für die Tonda PF GMT Rattrapante.

Wie viele davon kann Parmigiani Fleurier im Jahr 2022 produzieren und liefern?

Mein Produktionsplan für die GMT liegt bei 200 Stück. Mehr kann ich nicht schaffen.

Und wie werden Sie mit Ihren Einzelhändlern umgehen? Haben Sie eine Strategie, wie Sie mit weniger Uhren als der Nachfrage umgehen können? 

Wir setzen uns hin, nachdem wir eine Flasche Blanc de Blancs getrunken haben (lacht), schauen uns die Zahlen an und sagen unseren Händlern, wie viel ihnen zusteht. Denn es macht keinen Sinn, einem Kunden dieses oder jenes Stück anzubieten, wenn du es nicht hast. In diesem Fall musst du ihm sagen, dass er es schlichtweg nicht haben kann. Er wird seinen Kunden halt vertrösten müssen, weil wir nicht liefern können.

CEO Guido Terreni

Parmigiani CEO Guido Terreni

Prüfender Blick: Guido Terreni und Parmigiani Fleurier können derzeit nicht so viele Tonda PF Armbanduhren liefern wie bestellt und nachgefragt sind

Das wird nicht einfach sein, denke ich.

Das ist wirklich eine sehr frustrierende Aufgabe. Denn wenn man die Zuteilungen vornimmt, gibt es hier eine, dort eine und so weiter. Aber das hilft uns sehr dabei, die Qualität unseres Vertriebs zu verbessern und die Markenbildung unserer Partner zu fördern. Denn die Parmigiani-Uhren wurden in der Vergangenheit rabattiert, sie wurden ein bisschen gepuscht. Und jetzt haben wir das Vergnügen, Einzelhändler zu haben, bei denen sich die Kunden gedulden müssen. Das ist jetzt schon konträr.

Werden Sie den Parallelmarkt im Rahmen Ihrer Möglichkeiten im Auge behalten?

Das tun wir bereits. Wir haben einen Brief verschickt, in dem steht, dass wir die Kunden gerne an der Ladentheke des Konzessionärs sehen möchten, damit unsere Partner die Marke im direkten Kontakt aufbauen. Und es ist sehr wichtig, dass wir das tun, denn der wahre Wert der Marke wird durch den Secondhand-Markt bestimmt. Parmigiani hat es immer versäumt, den Wert dieser Uhren zu erhalten.

Es gelingt also gerade Übergang von einer Marke, die man pushen muss, zu einer Marke, die mehr als gefragt ist? 

Nun, es gibt jetzt eine Art Krieg mit den Einzelhändlern. (lacht) Ich möchte nicht arrogant wirken, denn Parmigiani hat die Gabe, mit dem Handel durchaus sanft umzugehen. Unsere Verkäufer sind sehr freundlich, und sie drängen nicht. Und ich möchte nicht drängen. Es gibt bereits Gruppen, die wie verrückt drängen, wissen Sie. Ich will nicht drängen. Ich möchte Partner bedienen, die bereits feste Kunden für eines unserer Produkte haben. Ich möchte nicht, dass Uhren im Lager liegen, die jemand unbedingt loswerden will. Das will ich also nicht.

Die langfristige Partnerschaft zwischen einer Marke und ihren Einzelhändlern ist sehr wichtig, denke ich.

Es ist sehr wichtig, dass wir fair spielen zwischen den Vertriebspartnern und uns. Denn der Fachhandels-Vertrieb ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Er kann aber auch ein Schlüsselfaktor für den Misserfolg sein, wenn er schlecht gemanagt wird. Wir werden also wirklich an der Qualität unserer Handelspartner arbeiten. Alles, was wir tun, muss sauber und nachvollziehbar sein.

Generieren die Linien Parmigiani Tonda GT und PF neue Fachhandelspartner, die in Zukunft mit Parmigiani zusammenarbeiten wollen? 

Ich glaube, bis jetzt hatten wir 30 Interessenten, die während der Messe zu uns kamen. Aber wir haben keine Produkte für Interessenten. Ganz im Gegenteil. Ich werde bestimmte Türen schließen.

Was ist Ihr Ziel in Bezug auf die Zahl von Einzelhändlern oder Boutiquen?  

Ich glaube nicht, dass Parmigiani Fleurier mehr als 80 bis 100 Kunden in der ganzen Welt benötigt.

Von Parmigiani Fleurier für Frauen von Welt

Bei einem Teil dieser internationalen Fachhandelspartner ist bald auch die neueste Armbanduhren-Kreation von Guido Terreni und seinem kreativen Team erhältlich. Gedacht ist die Parmigiani Fleurier Tonda Automatic Full Diamonds für Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts.

“Diamonds Are a Girl’s Best Friend” sang Marilyn Monroe 1953 im Hollywood-Film Blondinen bevorzugt. „Die Franzosen sterben gern für die Liebe“, heißt es dort. „Sie schätzen es, sich zu duellieren. Doch ich ziehe einen Mann vor, der lebt und teure Juwelen schenkt. Ein Kuss auf die Hand kann durchaus kontinental sein. Doch Diamanten sind die besten Freunde eines Mädchens.“ An diesen Jazzsong fühlt man sich beim Blick auf besagte Parmigiani Fleurier Tonda Automatic Full Diamonds von Parmigiani Fleurier erinnert. Entworfen wurde die 36 Millimeter messende, in Rot- oder Weißgold erhältliche Armbanduhr mit komplett ausgefasstem Zifferblatt wie die Skizze eines Malers. Insgesamt 979 hochwertige Diamanten in sieben unterschiedlichen Größen, allesamt Farbton F bis G und Qualität VVS lassen das Herz jeder Frau höherschlagen.

 

Am Zifferblatt sind sie in einem Gerstenkornmuster angeordnet. Darüber hinaus strahlen auch der Glasrand und die charakteristischen Bandanstöße im Glanz erlesener Edelsteine. Summa summarum finden mit diesem Manufaktur-Zeitmesser beachtliche 2,9 Karat an weibliche Handgelenke. Fürs großflächige Zifferblatt braucht es Brillanten mit einem Gewicht von zusammen 1,21 Karat. Weitere 1,69 Karat erfordert die Bestückung der bis drei bar wasserdichten Schale. Durch ihren Sichtboden zeigt sich das exklusive, 189 Teilen assemblierte Automatikkaliber PF310 mit vier Hertz Unruhfrequenz und rund 50 Stunden Gangautonomie. Der Kugellagerrotor aus massivem 22-karätigen Roségold besticht durch eine kunstvolle Grain d’Orge-, also zu Deutsch Gerstenkorn-Guillochierung. Für gleichermaßen sicheren wie komfortablen Halt am weiblichen Handgelenk sorgt ein Krokoband des französischen Luxustäschners Hermès. Die zugehörige Dornschließe besteht natürlich aus massivem Gold. Solcherart erfreuen lassen sich anspruchsvolle Frauen mit einem Investment von 59.000 Euro. Das gleiche zahlen natürlich auch Zeit-Genossinnen, die sich selber etwas Gutes tun wollen.

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