Am 14. und 15. September 2018 beteiligt sich das Schweizer Uhren-Manufaktur und Familienunternehmen zum zweiten Mal am World Clean-Up Day.
Oris räumt beim World-Clean-Up-Day mit auf

Plastik verschmutzt die Meere und gelangt über Fische in den menschlichen Organismus. Die dort angerichteten Schäden lassen sich leicht ausmalen. Also heißt es handeln. Die Schweizer Uhrenmarke Oris mobilisiert 2018 rund 1000 Leute in einer Umweltaktion, um am Rhein Müll einzusammeln. Ihre neue Sonder-Edition der Taucheruhr Divers Sixty-Five besitzt deshalb auch ein Armband aus recycletem PET.

Oris räumt beim World-Clean-Up-Day mit auf

Oris Divers Sixty-Five mit Armband aus dem Recycling-Material Radyarn

Die Erde hat nämlich ein veritables Plastik-Problem. Die Zahlen sprechen für sich und benötigen eigentlich keine weitere Interpretation: Laut Umweltprogramm der Vereinten Nationen gelangen jedes Jahr acht Millionen Tonnen Plastik in die Weltmeere. Und dort harrt es lange aus, bis es sich endlich zersetzt hat: Während sich Zeitungen während sechs und Kartons während der doppelten Zeit auflösen, benötigen Plastiktüten 10 bis 20, Styroporbecher 50, Getränkebecher 400, Plastikflaschen 450 und Angelleinen sogar 600 Jahre.

Die Frage, dass es höchste Zeit zum Handeln ist, stellt sich somit nicht. Einmal gehen die natürlichen Ressourcen zu Ende und auf der anderen Seite klappt die Entsorgung des die Ozeane gefährlich verschmutzenden Mülls mehr schlecht als recht. Die Zerstörung der Umwelt schreitet also rapide voran.

Dieser Tatsache ist sich auch Oris bewusst. Deshalb wird sich die Schweizer Traditions-Uhrenmarke auch weiterhin ökologisch engagieren. In diesem Sinne beteiligt sich das Familienunternehmen am 14. und 15. September 2018 schon zum zweiten Mal am World Clean-Up Day. An diesen beiden Tagen sammeln Menschen rund um den Globus den von Artgenossen hinterlassenen Müll ein. 2017 entsorgten 80 Oris-Freiwillige unliebsamen Abfall aus Flüssen und an Straßenrändern in der Umgebung des Firmensitzes in Hölstein. Außerdem befreiten Partner in Taipeh/Taiwan dortige Strände von Abfällen. Im laufenden Jahr weitet die Manufaktur ihren Aktivitäten kräftig aus, indem circa 15 der weltweiten Niederlassungen und insgesamt rund tausend Personen zur sammelnden Tat schreiten werden.

Jedes Plastikteil, das wir ins Meer werfen, kommt zurück. Einerseits, weil wir die Biodiversität zerstören und andererseits, weil das Plastik von Fischen gefressen wird, die wir dann essen.

Jérôme Delafosse

Entdecker, Filmemacher und Meeresschützer

In diesem Zusammenhang kooperiert Oris mit Entdecker, Filmemacher und Meeresschützer Jérôme Delafosse, der sich konsequent von Plastik abwendet. Das teuflische Material ist überall im Meer, von der Oberfläche bis zum Grund. „Es tötet die Meeresbewohner, von Vögeln über Schildkröten bis zu den Meeressäugetieren. Außerdem wird es sehr bald einen sehr großen Einfluss auf die menschliche Gesundheit haben. Jedes Plastikteil, das wir ins Meer werfen, kommt zurück. Einerseits, weil wir die Biodiversität zerstören und andererseits, weil das Plastik von Fischen gefressen wird, die wir dann essen.“

Oris konzentriert sich ausschließlich auf mechanische Uhren. Wir haben seit 1995 kein Quarzmodell mit einer Einwegbatterie hergestellt.

Ulrich Herzog

Verwaltungsratspräsidet, Oris

Auch Ulrich Herzog, seines Zeichens Verwaltungsratspräsident, glaubt an den Naturschutz. Er und Oris haben sich dazu verpflichtet, im Einklang mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen zu handeln. „Als unabhängige Schweizer Uhrenmarke sind wir stolz auf unsere Uhrmachertraditionen. Aber wir engagieren uns auch dafür, unsere Welt zu verändern und zu verbessern – insbesondere in Sachen Umweltschutz. Eine mechanische Uhr ist ein nachhaltiges Produkt – sie nutzt vorhandene Bewegungsenergie und ist langlebig konstruiert. Oris konzentriert sich ausschließlich auf mechanische Uhren. Wir haben seit 1995 kein Quarzmodell mit einer Einwegbatterie hergestellt. Außerdem tun wir weiterhin unser Bestes, um mit unseren globalen Aktivitäten zur Verbesserung der Welt beizutragen.“

Als Unterstützer des World Clean-Up Day 2018 präsentiert Oris eine neue Version der nostalgisch anmutenden Taucheruhr „Divers Sixty-Five“ mit Armband aus einem recyceltem Polymer. Genau genommen besteht es aus einem Filamentgarn, welches aus recyceltem Polyethylenterephthalat-Kunststoff (PET) hergestellt wurde. Die Vorteile liegen auf der Hand: Einmal spart der Fertigungsprozess rund 50 Prozent jener Energie, welche bei der erstmaligen Herstellung des Materials schon verbraucht wurde. Daneben schont das Recycling auch die nicht erneuerbaren Energiequellen, aus denen man PET gewinnt. Konkret verhindert ein Kilogramm recyceltes PET die Emission von drei Kilo Kohlendioxid.

Radyarn“, der für das gestreifte Armband verwendete Werkstoff ist bakteriostatisch, UV-stabilisiert, nach dem internationalen Öko-Tex Standard 100 für Schadstoffe zertifiziert und kann außerdem mehrmals wiederverwendet werden. Die spezielle Edition der Oris „Divers Sixty-Five“ besitzt ein 42 Millimeter großes Edelstahlgehäuse. In saubere oder auch verschmutzte Ozeane kann man bis zu 100 Meter tief abtauchen. Selbstverständlich lässt sich die Tauchzeit-Drehlünette mit Aluminium-Inlay aus Sicherheitsgründen nur ein einer Richtung verstellen. Super-LumiNova auf dem Zifferblatt und den Zeigern erleichtert das Ablesen bei widrigen Sichtverhältnissen. Die Uhrzeit bewahrt das mechanische Kaliber Sellita SW-200 mit Rotor-Selbstaufzug und etwa 38 Stunden Gangautonomie.

Zu haben ist diese Armbanduhr mit einem Etui aus umweltfreundlichem Algenmaterial ab Mitte September 2018 für 1.950 Euro.

Über den Autor

Gisbert L. Brunner

Uhrensammler seit 1964 Journalistische Tätigkeit in Sachen Uhren seit 1981 Autor und Co-Autor von mehr als 30 Büchern über Armbanduhren und namhafte Uhrenmarken

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