Montblanc ExoTourbillon Automatic

Aus dem Käfig befreit: Montblanc ExoTourbillon Automatic

Seit 2010 bietet Montblanc das exklusive Montblanc ExoTourbillon Automatic an. Zunächst mit Chronograph, ab 2013 mit zusätzlichem Schleppzeiger. Die Besonderheit der patentierten Montblanc Tourbillon Konstruktion besteht in einer Unruh, welche außerhalb des sonst üblichen Käfigs oszillieren kann.

von | 13.08.2020

Einzigartiger Drehgang

Die Vorteile des exklusiven und natürlich patentierten Montblanc ExoTourbillon lassen sich mit relativ wenigen Worten beschreiben: Durch die Befreiung aus dem naturgemäß beengenden Tourbillon Käfig kann die Unruh des Drehgangs größere Dimensionen annehmen. Dieser ausgeklügelte Kunstgriff dient nicht nur dem optischen Auftritt am Handgelenk, sondern letzten Endes auch der Gangstabilität. Natürlich braucht es auch hier eine Verbindung zwischen dem Drehgestell und der Unruh. Selbige obliegt einzig und allein der kleinen, aber feinen Unruhspirale. Somit kann die Unruh ihre Oszillationen unabhängig vom Gewicht des Käfigs, vor diesem angeordnet, vollziehen. Im Gegenzug rotiert aber auch das Drehgestell mit weniger Masse. Die Folge sind höhere Präzision und ein optimierter Isochronismus. Letzteres bedeutet, dass die Schwingungsdauer der Unruh unabhängig ist von ihrer Schwingungsweite.

Kein Wunder, dass die Manufaktur diese außergewöhnliche Kreation bereits in mehreren Versionen praktiziert hat. Darunter auch die Kombination mit Chronographen.

Flaches Montblanc ExoTourbillon mit Selbstaufzug

Sozusagen für Einsteiger gibt es seit 2016 das 4,5 Millimeter flache und industrialisiert hergestellte Automatikkaliber MB 29.21 mit Mikrorotor.

Das Uhrwerk mit 30,6 mm Durchmesser besitzt rund 50 Stunden Gangautonomie. Ein Exemplar verlangt nach 202 Komponenten.

Zu den verschiedenen Bauteilen gehören neben 29 funktionalen Steinen auch 18 winzige Goldschrauben in der 9,7 mm großen Unruh. 14 davon sind unveränderlich fixiert, während vier der Veränderung des Trägheitsmoments und damit der Regulierung des Gangs dienen. Ein roter Pfeil am Drehgestell dient als Sekundenzeiger. Ein Unruhstopp gestattet das akkurate Einstellen der Uhrzeit.

Das Montblanc ExoTourbillon Automatik im Betrieb

Handskelettiert für perfekten Durchblick

Traditionelle Handarbeit dominiert dagegen beim brandneuen Montblanc Star Legacy Exo Tourbillon Skeleton LE8. Von ihm wird Montblanc lediglich acht Exemplare zum Stückpreis von 138.000 Euro fertigen.

Sein Handaufzugskaliber MB M18.69 besteht aus 188 Bauteilen. Gleichermaßen erfahrene wie geschickte und geduldige Uhrmacher skelettieren und dekorieren es in Villeret nach allen Regeln der überlieferten Kunst. Rund 420 Innenwinkel verlangen nach Geschick, Erfahrung und sehr viel Geduld. Nur so gelingt die Reduktion auf das unabdingbar Notwendige ohne Stabilitätsverlust. 18 Monate, lässt Montblanc wissen, benötigen die Handwerker zum Vollenden eines derartigen Kunstwerks. Fünf Säulen halten das bis an die Grenzen der Mechanik durchbrochene Gestell zusammen. Ein offenes Federhaus zeigt den darin mehr oder minder stark aufgewundenen Energiespeicher. Voll gespannt reicht die Kraft für rund 50 Stunden Gangautonomie.

Montblanc Star Legacy ExoTourbillon Skeleton LE 8 ID 126096

Skelettiert bis an die Grenzen des Möglichen: Montblanc Star Legacy ExoTourbillon Skeleton LE 8, Referenz 126096

Uhrenkosmos Modell-Steckbrief 

Hersteller

Montblanc

Name

Star Legacy Exo Tourbillon Skeleton Limited Edition 8

Referenz

126096

Premiere

August 2020

Uhrwerk

Manufakturkaliber MB M18.69

Aufzug

manuell

Durchmesser

41,95 mm

Bauhöhe

6,45 mm

Komponenten

188

Gangautonomie

rund 50 Stunden

Unruhfrequenz

18.000 Halbschwingungen/Stunde (2,5 Hz)

Anzeige

Stunden, Minuten. Sekunden

Zusatzfunktionen

Minutentourbillon, Unruh vor Drehgestell oszillierend

Gehäuse

18-karätiges Roségold

Durchmesser

44,8 mm

Höhe

15,1 mm

Wasserdichte

drei bar

Armband

Braunes Sfumato-Alligatorleder mit Dreifachfaltschließe in 18-karätigem Roségold

Preis

138.000 Euro

Limitierung

8 Exemplare

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