So funktioniert die Telemeterskala einer Armbanduhr
Geschütze, Blitz und Donner – sie brachten die Telemeter-Skala

Starten, anhalten und ablesen: in drei einfachen Schritten lässt sich mit der Telemeterskala des Chronographen die Entfernung z.B. eines Gewitters ermitteln. Wollen Sie wissen, wie es geht?

Geschütze, Blitz und Donner – sie brachten die Telemeter-Skala

Schlau in 60 Sekunden.

Auf gut Deutsch heißt „tele“ nichts anderes als fern oder weit. In diesem Sinne ist das Telefon ganz einfach ein Fernsprecher. Dieses Wort „Telemeter“ findet sich auch auf den Zifferblättern mancher Chronographen. Dass es sich dabei um einen Entfernungsmesser handelt, liegt also förmlich auf der Hand. Dann nach einem solchen verlangten Militärs während des Ersten Weltkriegs. Mit seiner Hilfe konnten und wollten sie die Distanz zu den gegnerischen Truppen rasch und vor allem sicher ermitteln.

Mathematisch ist die entsprechende Zifferblattskala alles andere als Hexerei. Sie basiert auf einem sattsam bekannten naturwissenschaftlichen Phänomen: Licht und Schall breiten sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit aus. Insofern verlangte die Handhabung des Telemeter-Chronographen den Soldaten nicht mehr als gute optische und akustische Wahrnehmungs- sowie schnelle Reaktionsfähigkeit ab. Beim Aufleuchten des Mündungsfeuers starteten sie den Chronographen und beim Ertönen des Kanonendonners hielten sie ihn wieder an. Nun zeigte die Spitze des zentralen Sekundenzeigers exakt auf die Entfernung.

Heute ist die Anwendung der Telemeterskala im Umfeld von kriegerischen Auseinandersetzungen gottlob vorbei. Ihren hilfreichen Effekt kann sie aber auch im zivilen Alltagsleben bestens unter Beweis stellen. Und zwar immer dann, wenn es am Himmel blitzt und donnert. Starten, stoppen, schauen und man weiß recht zuverlässig und genau, wie weit das Gewitter weg ist.

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